Lakatas Ex-Team: „War auch heuer als Fixstarter eingeplant“

„Sport Auer“ über die Gründe für die Trennung. Neue Corona-Maßnahmen bereiten Sorgen.

Nach dem kurzfristigen Teamwechsel von Lokalmatador Alban Lakata meldet sich nun auch dessen ehemaliges Team „Sport Auer/Almwellness Resort Tuffbad“ zu Wort. „Wie auch in den vergangenen zwei Jahren war Alban heuer wieder beim Dolomitenmann in unserem Team als Fixstarter eingeplant“, erklärt Patrick Auer von Sport Auer in Obertilliach.

Aufgrund der Corona-Situation sei jedoch lange nicht klar gewesen, ob die Moutainbike-Europameisterschaft stattfinden kann. Als die Durchführung der EM bestätigt wurde, habe Alban sein Team darüber informiert, dort und daher nicht beim Dolomitenmann zu starten, da er dem Team BULLS als Arbeitgeber verpflichtet sei.

Mountainbikeprofi Alban Lakata wechselte kurzfristig sein Team für den heurigen Dolomitenmann. Foto: Red Bull Content Pool/Mirja Geh

Daraufhin holte man bei Sport Auer einen Biker aus Südtirol ins Team, um dennoch beim diesjährigen Dolomitenmann antreten zu können. „Als dann vor gut zwei Wochen die EM definitiv abgesagt wurde, wollte Alban wieder für unser Team starten. Da wir selbst Sportler sind und wir zu unserem Wort stehen, haben wir unserem neuen Biker im Team nicht mehr abgesagt – mit dem Wissen, dass Alban das Mountainbike-Aushängeschild und Werbeträger schlechthin ist und unser neuer Athlet erst seine Leistung erbringen muss“, so Auer, der auch klarstellt: „Diese Situation war für uns und auch für Alban nicht alltäglich, gemeinsam haben wir uns freundschaftlich und im Guten getrennt.“

Bedrohen „Nachschärfungen“ der Coronamaßnahmen das Event?

Organisator Niki Grissmann sitzt derzeit auf heißen Kohlen. Ihn plagen angesichts der jüngsten Entwicklungen bei den Infektionszahlen Sorgen: „Am Mittwoch wird die Bundesregierung neuerlich beraten, das wird auch für uns interessant sein.“ Vor allem die Aussagen von Bundeskanzler Kurz im gestrigen ORF-Sommergespräch lassen bei den Grissmanns die Alarmglocken schrillen.

Kurz stellte in dem Gespräch eine „Nachschärfung“ der Coronamaßnahmen in Aussicht. Um einen zweiten Lockdown zu verhindern, spricht der Kanzler davon, soziale Kontakte zu reduzieren und die Maskenpflicht zu verschärfen. Auch bei der Genehmigung von Großveranstaltungen „werden wir einen Schritt zurück machen müssen.“ Was das genau für den Dolomitenmann bedeutet, werden die nächsten Tage zeigen. Viel Zeit bleibt ohnehin nicht mehr, soll das Extremsportevent doch am 12. September in Szene gehen.

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3 Postings bisher
Chronos

Spitzensportler stecken in einer sehr schwierigen Lage mit vielen Absagen ihrer Rennen. Aus dieser Sicht ist es noch verständlich, dass Alban Lakata auf seiner Facebookseite preisgibt: „Da mein Team mir netterweise heute kurzfristig abgesagt hat, bin ich auf der Suche nach einem neuen Team“. Hört man da eine Majestätsbeleidigung heraus?

Wenn man nun das Statement von Patrick Auer (Sport Auer) hört, dann stellt sich die Geschichte wesentlich anders dar. Dolomitenmann und MtB-Europameisterschaft am selben Wochenende. Und nun die Absage der EM, bei der Lakata teilgenommen hätte. Die Planung der besten Teams für den Dolomitenmann ist längst abgeschlossen.

So „kompliziert“ wäre eine diesbezügliche Erklärung von Lakata sohin nicht gewesen. Alt genug ist Lakata um zu wissen, wie man mit seinem (Ex) Teamsponsor beim Dolomitenmann umzugehen hat.

Ansonsten, alles Gute für diese großartige Veranstaltung!

Walchenstein

"Man kann nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen!"

Fragt sich nur, warum die logische und durchaus nachvollziehbare Information des Herrn Auer nicht gleich von Herrn Lakata kommt!?

    dobui

    Sehe ich ähnlich. Wenn die Aussagen von Auer so stimmen, war es von Lakata nicht gerade fair den wahren Hintergrund zu verschweigen.