Everesting: In Südtirol am höchsten Berg der Welt

Susanne Mair und Philipp Plunger schrieben sich im Südtiroler Eisacktal in die Rekordbücher.

Susanne Mair und Philipp Plunger nahmen die 8848 Höhenmeter auf sich – und unterboten die bisherigen Weltrekorde mit Zeiten von jeweils etwa 9 1/2 Stunden. Foto: Privat/Mair

„Everesting“ nennt sich der Bewerb, bei dem auf einem beliebig gewählten Berg durch mehrmaliges Aufsteigen so viele Höhenmeter bezwungen werden sollen, wie der Mount Everest hoch ist – 8848 Meter. Und das möglichst schnell – auch Abstieg und Pausen zählen zur Gesamtzeit.

Teilnehmen kann jede und jeder überall und jederzeit, über die Tracking-App „Strava“ werden die Touren und Zeiten festgehalten und die Ergebnisse ermittelt. Für Susanne Mair (Union Raika Compedal, Scott Running Team AUT) und Philipp Plunger (Martini Speed Team) eine willkommene Herausforderung. „Ich war nach der Vertical-Up-Tour in einer super Form und fiel dann fast ein bisschen in ein sportliches Loch, als sämtliche Wettbewerbe coronabedingt abgesagt wurden“, so Mair gegenüber Dolomitenstadt. Über eine gemeinsame Trainingsgruppe wurden die beiden Extremsportler auf das „Everesting“ aufmerksam.

Neunmal musste die Abfahrtspiste der Plose bewältigt werden, Pausen gab's nur während der Talfahrten. Foto: Privat/Mair

Als Strecke wählten Mair und Plunger die 3,9 km lange Abfahrtspiste auf der Plose in der Nähe von Brixen, die neunmal bewältigt werden musste, um das Ziel zu erreichen. Die Strecke wies eine Steigung von durchschnittlich 25 Prozent auf und verlangte den Athleten alles ab. Pausen gab's nur während der Fahrt ins Tal mit der Gondel – elf Minuten dauerte eine Fahrt. „Achtmal mit der Gondel ins Tal zu fahren ergibt 88 Minuten, die wir theoretisch von den Zeiten noch abziehen könnten. Beim ‚Everesting‘ zählt allerdings die Gesamtzeit“, so Mair.

Die Zeiten der beiden Sportler können sich sehen lassen: Philipp Plunger knackte den Männerrekord von 10:01 Stunden mit einer Zeit von 9:25 Stunden. „Der Rekord lag zuerst noch bei elf Stunden, da hab' ich mir gedacht, ‚des pock ma leicht‘. Als aber der Italiener Simone Eydallin den Rekord einstellte, war ich mir nicht mehr ganz so sicher, aber es hat funktioniert“, erzählt der Sportler.

Mit einer ähnlichen Zeit (9:39 Stunden) unterbot auch Susanne Mair den bisher geltenden Rekord bei den Damen von 16:16 Stunden. „Wir sind bis zur siebten Runde alles gemeinsam gelaufen, es war wirklich ein super Tag“, so Plunger.

Die Arbeit von
dolomitenstadt.at unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Krisenzeiten ist faktenorientierte und schnelle Information wichtig.
Wir arbeiten trotz Rückgang bei den Werbeeinnahmen mit großem Einsatz, um Sie bestmöglich – und kostenlos! – zu informieren.

Wenn Sie unsere journalistische Arbeit mit einem einmaligen Beitrag unterstützen möchten, haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Wir würden uns freuen!

Sie möchten dolomitenstadt.at unterstützen?

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

1 Posting bisher
Chronos

Tolle Leistung, Susanne!

Zum besseren Verständnis, n.Abz.d. Talfahrten im Schnitt ca. 55 Minuten für 1000 HM und das 9 Mal hintereinander – Gratulation!