Der iDM-Firmensitz in Matrei wächst. Im kommenden Jahr wird (im Bild links) eine neue Halle gebaut. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Der iDM-Firmensitz in Matrei wächst. Im kommenden Jahr wird (im Bild links) eine neue Halle gebaut. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Trotz Corona war 2020 ein Rekordjahr für iDM

Dank der Energiewende im Aufwind: „Der Siegeszug der Wärmepumpe steht erst bevor.“

Der Osttiroler Wärmepumpenspezialist iDM blickt auf ein Rekordjahr zurück. „Der Absatz wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr um 44 Prozent gesteigert. Insgesamt haben wir rund 10.000 Wärmepumpen verkauft“, berichtet Geschäftsführer Hans-Jörg Hoheisel im Rahmen eines Pressegesprächs am Freitag. Hoheisel, der gemeinsam mit dem technischen Leiter Christoph Bacher die Geschäfte führt, will 2021 weiter aufstocken und 14.500 Geräte für Heizung, Kühlung und Warmwasser produzieren. Gelingt das, würde das Unternehmen erstmals die 100 Millionen-Umsatzgrenze knacken.

Die Energiewende gibt dem Wärmepumpenhersteller Rückenwind. Um die hohe Nachfrage bewältigten zu können, wurden heuer trotz Corona über 150 neue MitarbeiterInnen eingestellt. Mit 400 Beschäftigten zählt das Unternehmen nun zu den größten Arbeitgebern im Bezirk. Im kommenden Jahr sollen am Standort weitere acht Millionen Euro investiert werden. Geplant ist unter anderem eine neue Halle für ein automatisiertes Hochregal- und Kleinteilelager sowie die Aufstockung des Personals auf rund 600 Mitarbeiter. Die weitere Entwicklung am Standort sei „essentiell“, wie Christoph Bacher betont: „Der Siegeszug der Wärmepumpe steht erst bevor. Der sukzessive Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen in Verbindung mit den attraktiven Förderungen hat die Nachfrage in den letzten Monaten nahezu explodieren lassen.“

Christoph Bacher (li.) und Hans-Jörg Hoheisel leiten die Geschicke des Wärmepumpenherstellers.

Der Hauptmarkt für den Absatz der Wärmepumpen ist der sogenannte DACH-Raum, Deutschland, Österreich und die Schweiz. 85 Prozent des Umsatzes wurde heuer in Deutschland und Österreich erzielt. Begleitend dazu hat iDM die Marketingaktivitäten intensiviert und ist mit Werbebotschafter Adi Hütter seit Kurzem auch in der deutschen Fußballbundesliga präsent.

iDM setzt auch auf Kooperationen mit Forschungspartnern. Zuletzt wurde gemeinsam mit dem MCI der neue Studiengang „Smart Building Technologies“ entwickelt. Die duale Ausbildungsschiene startet im Herbst 2021, iDM bietet 13 vielfältige Ausbildungsplätze an. „Wir wollen damit junge Leute möglichst früh an das Unternehmen heranführen. Auch Heimkehrer sind für uns vor allem in den Entwicklungsbereichen wichtig. Bei einer Rückkehr nach Osttirol sind wir einer der ersten Ansprechpartner“, schließt Bacher.

Hans-Jörg Hoheisel spricht im Audiointerview mit dolomitenstadt.at über das vergangene Geschäftsjahr, Pläne für die Zukunft und die letzten Wochen im Tiefschnee:

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1 Posting bisher
lois99

Ich finde es toll wenn es Osttiroler Betrieben so gut geht!

Was mich ein wenig nachdenklich stimmt , ist die Tatsache dass sich Österreich speziell im Winter (wenn diese Pumpen richtig Strom ziehen) nicht genug Strom erzeugen kann , und dieser aus den Nachbarländer importiert werden muss..(Atomstrom/Kohlekraftwerke....) Besser wäre wenn wir mehr Strom exportieren würden ,da wir Österreicher dank Wasserkraft relativ sauberen Strom erzeugen und könnten durch unseren relativ sauberen" andere "schmutzige" Kraftwerke entlasten. aber über die Landesgrenzen hinaus zu denken ist eher nicht unsere Stärke. also sagen wir um unser Gewissen zu beruhigen einfach "alles sauber/nachhaltig und ÖKÖ ...