Lienz: Abbruchbescheid für alte Versteigerungshalle

Das eingestürzte Objekt und die angrenzenden Gebäude müssen nun abgerissen werden.

Über zwei Wochen ist es mittlerweile her, als die alte Versteigerungshalle in Lienz unter der Schneelast zusammenbrach und einstürzte. Nur Fragmente von Mauern und Giebel sind noch am richtigen Ort, die am Gebäude vorbei führende Nußdorferstraße wurde komplett verschüttet und ist seither gesperrt. Nun zeichnet sich ein endgültiger Abriss des 70 Jahre alten Bauwerks ab.

Eigentümer des Gebäudes ist die Raiffeisengenossenschaft Osttirol (RGO). Geschäftsführer Thomas Diemling, erklärt im Gespräch mit dolomitenstadt.at, dass ein Abbruchbescheid der Stadt Lienz auf dem Weg zu den Genossenschaftern ist. „Der Bescheid kam im Einvernehmen mit der RGO zustande. Auch die Statiker bestätigten uns, dass auch wegen der jüngsten Nässeeinwirkung ein Abriss der alten Halle und auch umliegender Gebäude notwendig ist“, betont Bürgermeisterin Elisabeth Blanik.

Die eingestürzte Halle und auch umliegende Gebäude müssen laut Bescheid der Stadt Lienz schnellstmöglich abgerissen werden. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Diemling sieht die Lage ähnlich, betont aber, dass der Plan noch mit der Versicherung abzuklären sei: „Für mich ist es eine klare Sache, das sehen aber nicht alle so. Es muss versicherungstechnisch richtig erledigt werden. Wir holen nun ein Angebot für den Abbruch ein, bis Freitag sollten wir dann wissen, was uns das kostet und wie hoch die Schadensumme ist.“ Wie Diemling und Blanik unisono erklären, bleibt die Nußdorferstraße während der Abrissarbeiten wegen der nach wie vor akuten Gefahrensituation gesperrt.

„Da muss man vorübergehend den Umweg von ein paar Metern über die Josef Schraffl-Straße in Kauf nehmen, wir reden hier nicht von einer unzumutbaren Situation“, so Diemling. Er rechnet damit, dass der Abriss der Halle bis Anfang März dauern wird. Laut Blanik sieht der Bescheid „einen schnellstmöglichen Abbruch vor.“ Bevor jedoch die Bagger und Lastwägen auf das Areal rollen, dürfen die Mieter noch ihre Habseligkeiten aus den Trümmern holen.

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9 Postings bisher
so ist es vielleicht

Gut, wenn dieses Stück "altes" Lienz auch verschwindet, kein Verlust. Nur wäre DIESER Bauplatz jetzt endlich auch sinnvoll zu verwerten, bevor wieder in die grüne Wiese weiter gewidmet wird. Wenn sich hier alle Wohnbaugesellschaften zusammenschließen, gäbe es sicherlich tolle Möglichkeiten (event. auch mit noch unberührten Tauschgründen, die diese Wohnbaugesellschaften zur Genüge besitzen), diese Gewerbefläche sinnvoll als Wohngebiet zu entwickeln. Eventuell überlegt man zudem vlt. doch noch, hier die neue Nordschule zu errichten, der Standort erscheint ja ideal. Der jetzige Standort könnte dann im Gegensatz ebenso für ein Wohnprojekt in Toplage verwendet werden. Geld wäre genug im Umlauf, wenn man sieht, wie groß die betroffenen Gesellschaften inzw. sind, man muss es nur umsetzen! Gerade in dieser Zeit würde dies der Wirtschaft helfen, wenn solche Projekte umgesetzt werden, und dem Naturschutz wär auch Genüge getan, wenn unberührte Ackerflächen (mit jahrhunderte altem besten Humus) als solche erhalten blieben!

    wolf_c

    die baubehörde wird gegen die monetäre wucht des besitzers nicht viele argumente zustandebringen, es wird sein wie immer - nur schlimmer

      so ist es vielleicht

      Die Hoffnung stirbt zuletzt 😊

      wolf_c

      die hoffnung sieht nicht klar. die baubehörde sollte sich in ihrer gestaltungskompetenz wohler fühlen und die spielräume nutzen zum wohle aller, und die sind riesig: zur zeit nicken die ab für die mächtigen und versauen den menschen ihren lebensraum, populär aber nicht zukunftsweisend!

mathilde1711

Die Versicherung wird's schon richten......

suedstadtler

Da hat sich der Herr Geschäftsführer um 10 Jahre vertan, die Versteigerungshalle ist 1960 eröffnet worden und das sind 60 Jahre!!

unholdenbank

Die Genossen haben sich ja schon den Abriss der Mühle auf Umwegen von anderen finanzieren lassen. Jetzt ist die Versteigerungshalle dran. Das zahlt dann die Versicherung - immer halt ein anderer. Ein "schöner bauplatz" (© @osttiroler94) fremdfinanziert ist ja so schön. Das gab's auch schon beim Grand Hotel. Da musste die Stadtgemeinde in den sauren Abrissapfel beißen und die Abrissbirne bezahlen. Immer halt die anderen!

osttiroler94

.... und danach ist ein schöner bauplatz da

    senf

    osttiroler94, ein schöner bauplatz? wohle eher ein t e u r e r?