Grüne für Tests bei Einreise von Kärnten nach Osttirol

Tirols Grüne fordern Reaktion auf hohe Fallzahlen und Mutationsfälle in Spittal und Hermagor.

Gebi Mair, Klubobmann der Tiroler Grünen, lässt mit einem neuen Vorschlag aufhorchen. Er will eine Testpflicht für die Einreise von Kärnten nach Osttirol. Als Grund nannte er die nach wie vor hohen Infektionszahlen in den an Osttirol grenzenden Bezirken Hermagor und Spittal, wo am Sonntag der erste Infektionsfall mit der südafrikanischen Virusvariante bestätigt wurde.

Gebi Mair, Klubobmann der Tiroler Grünen, spricht sich für eine vorübergehende Testpflicht bei der Einreise von Kärnten nach Osttirol aus. Foto: EXPA/Gruber

„Die Zahlen im Bezirk Hermagor sind sehr hoch und aktuell ist keine Änderung in Sicht. Außerdem scheint sich die britische Mutation dort sukzessive auszubreiten. Das gilt auch für Spittal. Da es zwischen Osttirol und den beiden Bezirken viele Tagespendler gibt und auch sonst viel bundesländerübergreifender Verkehr stattfindet, wären vorübergehende Maßnahmen aus meiner Sicht sinnvoll“, erklärt der Klubobmann am Dienstag.

Wie bei der Ausreise aus Nordtirol soll laut Mair bei der Einreise von Kärnten nach Osttirol ein negativer Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, vorgelegt werden. Es gelte nicht nur die südafrikanische Mutation möglichst einzudämmen, sondern auch die weitere Ausbreitung der britischen Mutation in Tirol zu verhindern. Einreisetests sind für Mair zwar „kein Allheilmittel, aber im Kollektiv mit anderen Maßnahmen wirkungsvoll.“

Die Türkkaserne in Spittal mit mehr als 200 Heeresangehörigen wird seit Montag einem Corona-Screening unterzogen. Gegenüber der APA bestätigte das Militärkommando, dass jene Frau, bei der am Sonntag eine Infektion mit der Südafrika-Mutation des Coronavirus bestätigt wurde, die Mutter eines in der Spittaler Kaserne beschäftigten Mannes ist. In der Kaserne herrsche nun „eingeschränkter Dienstbetrieb“, die mehr als 200 Heeresbediensteten befinden sich bis zum Vorliegen ihres PCR-Testergebnisses in Absonderung.

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21 Postings bisher
LauschTark

Guten Morgen Osttiroler9900, im obigen Artikel steht nichts von "militärischer Absicherung", da dürften Sie etwas verwechselt haben. Für den Eintritt in ein militärisches Sperrgebiet, ist ein Ag- oder PCR-Test vermutlich bei weitem zu wenig ;)

Ohne die Grünen hier verteidigen zu wollen, aber Ihr Grenzvergleich hinkt schon etwas: Ja, ihre Politik steht, bzw. stand zumindest noch vor kurzem, für Humanität. Dazu gehört auch das öffnen von Grenzen. Mairs Vorschlag zielt ja gerade darauf ab, jene Menschen vor etwas zu schützen, vor dem sie sich selbst (s. Kommentare und Einstellungen hier im Forum oder abends daheim in geselliger Stadelrunde sowie anderswo in AT) mangels Hirnschmalz, Interesse etc. nicht mehr schützen können/wollen. Hier geht es definitiv nicht um das Abriegeln der Grenzen vor Geflüchteten ... Das muss man schon noch auseinanderhalten (können).

Ich bitte um ein wenig mehr Sachlichkeit, wobei ich Ihren Ärger sehrwohl nachzuvollziehen versuche ...

Und eine Gegenfrage an Sie und etdotimschte (ich nehme an Ihr Name ist Programm?), dann: So what? Denn, wie lautet Ihre politische Strategie im Umgang mit dieser Pandemie?

In zwei Wochen, sofern in Osttirol die ersten Fälle einer mutierten Variante auftauchen werden, schreit die Bevölkerung wieder lauthals auf und zerreißt die Politik für ihr Nichtstun in der Luft. Dabei hat die Politik deshalb nichts getan, weil sich "die Bevölkerung" noch zwei Wochen zuvor so vehement gegen die vorgeschlagenen, "neue Maßnahmen" gewehrt hat ...

steuerzahler

Wieder ein dümmlicher Einfall der Grünen. Hauptsache es geht gegen den Verkehr und Generalverdacht gegen jeden, der mit einem Fahrzeug kommt. De facto bedeutet das nichts anderes, daß alle Einreisenden aus östlicher Richtung verdächtig sind, egal woher sie kommen. Besser wäre wohl, den Bezirk unter Quarantäne zu stellen. Noch besser wäre es, die Impfungen drastisch zu steigern. Aber hier schweigt nicht nur die grüne Partei. Sind wir in Österreich wirklich so schwach, daß wir keine Lizenzproduktion zustande bringen?

    LauschTark

    @steuerzahler: "Besser wäre wohl, den Bezirk unter Quarantäne zu stellen." - Ja, vermutlich die beste Lösung, wird den Oberkärntner*innen aber nicht gefallen ...

    "Noch besser wäre es, die Impfungen drastisch zu steigern. Aber hier schweigt nicht nur die grüne Partei." - Wie soll man die Impfrate steigern, wenn es an Impfstoffen fehlt? Und so passiert es nicht nur in AT. Mit etwas Glück werden ja eh jene Regionen, in denen Mutationen kursieren, priorisiert geimpft ...

    "Sind wir in Österreich wirklich so schwach, daß wir keine Lizenzproduktion zustande bringen? - Ja, sind wir! Am schnellsten könnte mMn diese Pandemie beendet werden, wenn die Impfstoffelizenzen weltweit freigegeben werden würden. Doch das wollen v. a. Staaten des globalen Nordens nicht (eh wissen) ...

Osttiroler9900

Diese Grünen sind nicht fähig auch mal nur einen vernünftigen Vorschlag zu bringen. Zuerst schreien sie nach offenen Grenzen, jetzt wollen sie die innerösterreichischen Grenzen militärisch absichern. Warum? Wegen einer Pandemie, bei der man nicht die Toten zählt sondern die mit einem nicht zertifizierten Test (oft falsche Ergebnisse) positiv Getesteten (das sind noch lange keine Infizierten)

    Post_ler

    Stimmt Osttiroler9900Wenn endlich einmal diese Panikmache mit den positiv Getesteten aufhören würde !!!

etdotimschte

wir verarmen an der Sinnlosigkeits arbeit der politik

roli72

Nur eine Frage.Ich bin ein Wochenbendler.Fahre am Montag über Kärnten in die Steiermark zum Arbeiten.Wenn ich wieder nach Hause(Osttirol) will,soll ich einen Negativen Test vorweisen.(Bin länger als 48std.weg)Wo kann ich einen Solchen machen?Wenn ich dann(auswärts)positive bin,wie komme ich wieder nach Hause???

    nikolaus

    Über Salzburg fahren, auch wenn es ein Umweg ist - sicher ist sicher 😋

    Ortisa

    ich bin auch Pendler, zwischen Klagenfurt und Slowenien. Da brauch ich auch immer einen Test. Das wäre alles nicht schlimm, man gewöhnt sich dran. Das Problem ist nur, dass es in Klagenfurt unmöglich ist, einen zu bekommen. Wartezeit 1-2 Wochen. Wolfsberg und Hermagor hat immer Testkapazitäten frei. Wenn Sie also in Graz keinen Test bekommen, einfach in Wolfsberg anmelden, beim Vorbeifahren testen. Hermagor ist ja weniger ratsam!😬

gewa

Und schon wieder: Wenn was passiert, kommt der "VERBIETEN!"-Reflex, damit jaaa nix mehr passiert. Mit Schlagtot-Methoden können aber bestenfalls ein paar Spitzen der Eisberge weggesprengt werden. Politiker glauben keine langfristigen Lösungen anbieten zu dürfen, weil sie sich für die nächsten Wahlen positionieren müssen, um ihre Machtpositionen zu halten. Das End' vom Lied: Wir vegetieren nur mehr eingemauert zwischen engen, himmelhohen Verbots-Mauern, damit jaaa nix, aber auch schon gar nix mehr passieren kann. Erste Aufgabe der Politik ist: ERMÖGLICHEN, NICHT HINDERN.

    Genuatief

    Wer sind diese Personen die "3x Stimme nicht zu" tippen? Es reicht ja schon das Verbot in nordtirol das Leben geht weiter ich gehe schifahren usw...

hinter dem vorhang

am besten im keller verstecken..

sattmann

Dafür aber bitte die Grenze nach Südtirol öffnen!

saguen

zu Gotwald 1 so einfach wird das nicht sein denn ich denke der Test in Kärnten wird bei der Ausreise nicht gültig sein. Da wird man einen Test aus Nordtirol benötigen auch wenn der andere noch gültig ist....

    Biker

    Mein Osttiroler Test gilt auch für die Ausreise aus Nordtirol und das auch nach 47 Stunden noch. Da brauchts keinen Nordtiroler Test.

    Über die Sinnhaftigkeit kann man diskutieren.

    Gotwald1

    siehe:

    https://www.tirol.gv.at/gesundheit-vorsorge/infekt/coronavirus-covid-19-informationen/ausreise-aus-tirol-seit-12-februar-2021/

    Ich habe bei der Einreise ein negatives Testergebnis vorgelegt, dieses ist auch bei der Ausreise noch nicht älter als 48 Stunden. Kann ich dasselbe Testergebnis vorlegen? (aktualisiert: 12.2.2021)

    Ja, dieses Testergebnis erfüllt die Anforderungen dieser Bundesverordnung.

    ... es ist so einfach! Leider, und somit fehlerhaft, und NICHT zu Ende gedacht! Somit ist ein Fall theoretisch überall hin exportierbar!

hubert

lieber gebi, ruf doch mal deinen parteifreund, den herrn gesundheitsminister in wien an, dann wird das wohl kein problem sein, des umgehend zu verordnen. der kärntner lh und der zuständige bezirkshauptmann möchten das noch nicht. zu lange abwarten bringt dann wohl ein großes abriegeln, auch für uns osttiroler.

Franz Brugger

Gebi Mair hatte sich hoffentlich wohl dafür eingesetzt, dass man den Bezirk Schwaz abriegelt? Stattdessen ist ganz Nordtirol wieder in Geiselhaft.

Es wäre es wohl auch besser den Bezirk Hermagor, oder bestimmte Orte unter Quarantäne zu stellen, wie seinerzeit Kuchl.

Bei Antigentest, 48-Stunden hat man wohl sehr wenig Sicherheit.

    Waldkauz

    Geht nicht ,es sind Wahlen!!

    Gotwald1

    .... da stimme ich voll und ganz zu. Die infizierte Frau aus Kärnten hat sich das Mutationsvirus ja bekanntlich auch aus Nordtirol abgeholt. Wie "uns" ja medial geraten wurde, wäre es schlauer (wenn man nach Nordtirol reist) den Test in der Heimat zu machen, da man ja im pos. getesteten Fall in der Testgemeinde (10 Tage Nordtirol ohne Unterkunft wäre da etwas blöd) die Quarantäne absitzen muss. Jetzt nehmen wir den Kärntner Fall: Eine Frau hat vor jemanden in Nordtirol zu besuchen, und geht am FREITAG 11:00 zum Antigentest (negativ), und fährt direkt weiter zu Ihren Nordtiroler Bekannten - übernachtet dort bis Sonntag, und startet dann gegen 8:00 Uhr wieder in die Heimat (der 48 Std. Test gilt ja immer noch). Einreise alles O.K., trifft sich noch mit Ihrem Sohn (der in der Spittaler Kaseren dient) mit Küsschen und Umarmung, da man sich ja Tage nicht gesehen hat. BAMMMMMM! rest ohne Worte ....

      karlheinz

      @Gotwald1, ich kann Ihnen nur zustimmen !! Meines Erachtens wäre ein "Nasenbohrertest" -so wie in den Schulen- sinnvoller, da dieser immer gleich und vor Ort gemacht werden kann. Die 48-stündige Gültigkeit finde ich wegen der Zeitspanne zu ungenau. Das selbe wäre zB. auch fürs Gastgewerbe und Friseure angebrachter. An unsere Entscheidungsträger: Warum einfach wenn es umständlich auch geht ?