Liste Fritz bringt Causa Walder in den Landtag

Der Osttiroler Virologe soll mit einem Kassenvertrag ausgestattet werden.

Das Ende der Zusammenarbeit zwischen Virologe Gernot Walder und dem Lienzer Krankenhaus wird Thema in der kommenden Landtagssitzung. Grund dafür ist der geplante Aufbau und Betrieb einer eigenen Abteilung für Infektiologie am BKH. Diesen Plan bezeichnet der Liste Fritz-Abgeordnete Markus Sint als „personal- und kostenintensiv“ und fragt sich: „Wie finanziert das BKH Lienz diesen Mehraufwand? Wie hoch liegen die Kosten? Wird das Geld an anderer Stelle abgezwackt?“

Der Osttiroler Politiker hält die „Ausbootung Walders für fachlich falsch und menschlich letztklassig.“ Kein anderes Tiroler Bezirksspital leiste sich eine eigene infektiologische Abteilung. Auch in der Spitalsreform von ÖVP-Landesrat Bernhard Tilg sei keine Infektiologie für das BKH Lienz vorgesehen. Es könne daher nicht sein, „dass sich Andreas Köll eine Infektiologie bestellt und der Steuerzahler brennt, koste es was es wolle.“ Mit schweren Vorwürfen gegenüber dem Osttiroler Virologen mache Köll „genau das, was er anderen vorwirft. Er beeinflusst und torpediert ein laufendes Ausschreibungsverfahren massiv.“ Das schade vor allem der langfristigen Gesundheitsversorgung der Osttiroler Bevölkerung.

Für Sint stehen in der Causa Walder persönliche Abneigungen einer vernünftigen, fachlichen Zusammenarbeit entgegen. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Die Liste Fritz bringt deshalb im März-Landtag einen Dringlichkeitsantrag und eine schriftliche Anfrage ein. Davon erwartet sich Sint „einen Offenbarungseid der Osttiroler Landtagsabgeordneten und umfassende Informationen von ÖVP-Landesrat Bernhard Tilg.“ Der Dringlichkeitsantrag soll ermöglichen, dass Gernot Walder mit einem Kassenvertrag für sein Labor ausgestattet wird. Der Virologe würde dadurch mehr Planungssicherheit bekommen und die Osttiroler Bevölkerung könnte Laborleistungen künftig über die Krankenkasse abrechnen. „Mit unserem Dringlichkeitsantrag wollen wir ein klares Nein zu einer teuren Doppelstruktur am BKH Lienz vom Tiroler Landtag hören“, betont Sint mit Verweis auf Walders Labor als „bewährte Lösung“.

Die Kosten für die Notarztversorgung im Osttiroler Iseltal haben sich laut Sint „seit der Zerschlagung des funktionierenden Systems von Dr. Walder mehr als verdreifacht. Eine solche Kostenexplosion gilt es beim BKH Lienz zu verhindern.“ Mit einer schriftlichen Anfrage und 35 Fragen will die Liste Fritz im März-Landtag klären, was eine eigene Infektiologie am BKH Lienz besser leisten kann, „als ein über die Bezirksgrenzen hinaus anerkannter Facharzt mit seinem top ausgestatteten Labor.“

Die Arbeit von
dolomitenstadt.at unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Krisenzeiten ist faktenorientierte und schnelle Information wichtig.
Wir arbeiten trotz Rückgang bei den Werbeeinnahmen mit großem Einsatz, um Sie bestmöglich – und kostenlos! – zu informieren.

Wenn Sie unsere journalistische Arbeit mit einem einmaligen Beitrag unterstützen möchten, haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Wir würden uns freuen!

Sie möchten dolomitenstadt.at unterstützen?

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

24 Postings bisher
Septep

Herr Mayerl und Herr Kuenz!??? !! Sind sie in Quarantäne oder sind sie im Ausland!?????? Habe irgendwo gelesen dass 2 Schwarze Bürgermeister PRO Walder sind...werden die jetzt ausgeschlossen??

tommy20

endlich ein politiker mit rückgrat. meine stimme ist ihm gewiss.

    isnitwahr

    100% Zustimmung, die Meinige haben sie bei der nächsten Wahl auch!!!!

defregger

Hier schaut türkisbraunschwarz ganz schön blöd aus der Wäsch!

Ein gutes Gefühl.😎

Kapatieme

Keiner unserer Osttiroler Volksvertreter gibt einen Laut von sich ! Ja es geht nicht um Äpfel nicht um Landwirtschaft. Nur um die Gesundheit ! Alles "Schwarze Löcher" , einheitliche Parteilinie .......... oder wie?

Majo

Danke "Liste Fritz" !!! Ein Armutszeugnis für die heimischen Politiker, aber die haben sicher alle einen Maulkorb verpasst bekommen. Bezirkshauptfrau ? ebenfalls Fehlanzeige, ist die überhaupt noch im Amt, wenn ja für was ??? Aber hiermit beweisen die sogenannten Volksvertreter uns, für was sie wirklich stehen, groß abkassieren für null Leistung ... Erbärmlich !!!

Omo

Wenn tatsächlich die Liste Fritz diese Causa in den Landtag bringt, dann hat die LISTE künftig meine Wählerstimme! Den anderen, übrigen schwarzen mit dem roten Tüpfelchen ist ein Aufwachen nicht zumutbar!

Holmes

Und wieder ein dunkles "stimme nicht zu" Kreuzchen 😁

dobui

Ich verstehe nicht, warum die meisten hier so überrascht sind, dass Markus Sint gute Politik macht. Die macht er schon seit Jahren - nicht nur für Osttirol. Grundvernünftige Ansichten mit sozialem Anstrich. So einer wär eigentlich perfekt für die SPÖ, statt der Stadt-Lady und dem Bixen-Schorschi.

    bergfex

    .......statt der Stadt-Lady und dem Bixen-Schorschi.--------

    Danke für die nette Ausdrucksweise, hat mich zum Lachen gebracht.

Kaja

Wie armselig ist das denn? 7800 Unterschriften und kein Osttiroler Politiker außer Herr Sint fühlt sich angesprochen? Danke! Ich weis, wo ich das nächste mal mein Kreuz zu machen habe!

Kaja

Ich wünsche ihnen Herr Sint und der Osttiroler Bevölkerung viel Erfolg! 7800 Unterschriften von der Petition werden ihren Worten viel Gewicht verleihen!

Freizeit

Bravo Herr Sint, endlich ein Politiker mit Format. ALLE anderen Partei-Genossen, Genossinnen und Genießenden können in der Versenkung weiterbrüten, wie sie aus dieser armseligen Abhängigkeit ohne gröbere Abnützungen herauskommen. ACHTUNG: Der Wähler vergisst nichts.

Gotwald1

....Bravo, und Danke für die Chance, die Dr. Walder dadurch erhält! Ein Kassenvertrag wäre ohnehin eine Würdigung des Labor Walder für die Leistungen in Corona Zeiten! Ja und die 3fach Kosten des Köll Notarzt Systemst haben mein Interesse geweckt, davon hat man bis Dato nichts mitbekommen. Erschreckend, und beschämend wenn denn das so ist!!!

Buerger56

Die Liste Fritz hat einen Wähler mehr - die Mandatare der anderen Parteien können jetzt ruhig weiter schlafen.

Meiner Meinung nach sind die Mehrkosten für die Notarztversorgung von jenen Politikern zu tragen, die das funktionierende System unter Dr. Walder zerschlagen haben!

Sportler99

Bin schon gespannt wenn der Dringlichkeitsantrag im Landtag behandelt wird ob Fr. Blanik sich krank meldet? Den momentan ist die Dame ja auf Tauchstation. Hat wohl keine Meinung zu diesem Thema.

    bergfex

    Vielleicht ist sie mit dem Hausbau beschäftigt, muss ja gut geplant sein.

Gerhard Huter

wenn das mit dem verdreifachen so stimmt gehört dem Motinga Klaubauf sowiso schon lange ein Würfle wobei man Ihn als Obmann nicht mehr aufhelfen sollte!👹

manwie

Ich freue mich riesig über den einzig richtign und gesetzlich vorgesehenen Weg der Liste Fritz, dieses Thema über die Bezirksgrenzen hinaus in den Landtag zu bringen. Schluß mit Selbstbedienungs- und Küchenläden, in denen Dr.Köll sein eigenes Süppchen kocht und unsere Steuern verschwendet, ich sage das bewußt verschwendet Bravo Markus Sint

Hoamat

Die Kosten für die Notärztlichen Versogung im Iseltal haben sich seit der Zerschlagung durch Hr. K. verdreifacht, und Hr K. verbucht dies bei der Bervölkerung als großen Wurf. Steuerverschwendung, Postenschacher,Beleidigungen, Impfvordrängler, das ist das Sittenbild der Politik,und reicht von Bund, Land bis zu den Gemeinden, na gute Nacht.

karlheinz

Ein Politiker mit Osttiroler Wurzeln nimmt sich nun der Sache Dr. Walder an, indem er das Geschehen gegen Walder in den Tiroler Landtag bringt. Bravo !! Sollte es in dieser Sache dort auch zu Abstimmungen kommen, müssen wohl unsere Osttiroler Politiker(in) Farbe bekennen. Dann wäre wohl "aus" mit deren Versteckspiel !!

    Omo

    Die ostt.Pol. schon Farbe bekannt: "Schtockfinschta"!!

    keinexperte

    Offensichtlich schon seit Langem der einzige Landtagsabgeordnete, der sich für Osttirol interessiert.

genaugenommen

Ich bin bestimmt kein Freund der Liste Fritz - aber wenn das die letzten Politiker sind die "normal" denken dann gut Nacht. Ist dieser Köll nicht auch oberster AAB Vertreter Osttirols. AAB steht doch für Arbeiter und Angestellten Bund. Und dieser Köll gefährdet 30 Arbeitsplätze in Osttirol. Dieser Köll soll meinetwegen Bürgermeister von Matrei sein (wenn die ihn unbedingt haben wollen) aber andere Funkionen für Osttirol sollte er nicht einnehmen!!