Die Canadian Women’s Foundation hat eine Kampagne namens „Signal for Help“ gestartet, die weltweite Beachtung findet. Grafik: Canadian Women’s Foundation

Die Canadian Women’s Foundation hat eine Kampagne namens „Signal for Help“ gestartet, die weltweite Beachtung findet. Grafik: Canadian Women’s Foundation

Lockdowns haben häusliche Gewalt steigen lassen

Der internationale Frauentag zeigt Probleme auf, die dann wieder vergessen werden.

Krisen haben die Tendenz, den Status Quo festzuschreiben und darüber hinaus, Neues zu verwerfen oder gar zu vergessen, denn die menschliche Psyche verlangt in der Krise nach dem Vertrauten. Und vertraut ist, was lange schon ist, woran man gewöhnt wurde, so falsch es auch sein mag.

Männer haben gelernt, dass sie das starke Geschlecht sind. Dass sie die Schmerzen einer Geburt eher nicht aushalten würden und schon der Männerschnupfen ein wahrliches Drama ist, ändert daran wenig, denn Männer haben auch gelernt, dass sie führen sollen. In der Krise ganz besonders.

Die ewig gleichen Statistiken

Krisen sind daher eine schlechte Zeit für gesellschaftliche Veränderungen. Das gilt für Frauen ebenso wie für andere Geschlechter, für Menschen anderer Kulturen als dem Mainstream und ganz besonders für Menschen, deren Hautfarbe nicht rosa ist. So heißt es wieder: bitte warten. Man(n) werde sich bald darum kümmern, zunächst aber sei die Krise zu bewältigen. Als ob Gerechtigkeit die Pandemiebekämpfung behindern oder ihr Geld abziehen würde.

Um nicht für Unmut zu sorgen, werden Statistiken hervorgeholt, wie viele Bürgermeisterinnen es inzwischen gibt, wie viele Ministerinnen und wie viele Konzerne inzwischen (auch) von Frauen geleitet werden. Dass der nächste Frauenjob darunter häufig die Assistentinnenstelle ist, wird nicht angesprochen, ebensowenig dass Frauen noch immer vielfach in Teilzeitjobs und in Pflegeberufen arbeiten, die massiv unterbezahlt sind. Dass sie generell für gleiche Arbeit noch immer weniger verdienen als Männer, wird verständnisvoll weggenickt.

Die Krise fördert Gewalt

Kann das noch irgendwer hören? Es reicht doch langsam. Warum jedes Jahr die nahezu identischen Statistiken, wenn man nicht bereit ist, etwas daran zu ändern?

Der unsicherste Platz für Frauen ist nach wie vor zuhause. Das wäre schon ohne Pandemie schockierend. Während einer solchen steigt nicht nur die Ansteckung durch ein Virus zum Teil exponentiell, sondern dasselbe tut die Gewalt in der Familie. Als beim ersten Lockdown vor möglicher steigender Gewalt gewarnt wurde, hieß es noch, dies sei ein Klischee. Bald allerdings zeigten die Gewaltstatistiken in allen europäischen Ländern eine Tendenz nach oben. In Österreich riefen alleine im ersten Halbjahr mehr als doppelt so viele Frauen bei Helplines an, um sich im Umgang mit der Gewalt zuhause beraten zu lassen.

Statistisch schlimmer wurde es im zweiten Lockdown, als die Nerven schon blank lagen. Die vermutete Dunkelziffer dürfte beängstigend höher liegen, und diese betrifft zudem die Schwächsten. Mit steigender Gewalt gegen Frauen, geht meist jene an Kindern einher – im Übrigen auch jene gegenüber alten und pflegebedürftigen Personen. Darüber wird noch weniger gesprochen. Sie sind der Gewalt aller Seiten ausgeliefert.

Gewalt im Netz

Eine andere Form der Gewalt an Frauen nimmt ebenfalls seit Pandemiebeginn rasant zu. Diese findet zwar nicht im familiären Bereich statt, doch indirekt durchaus zuhause, weil es sich um Hasspostings und um digitales Mobbing handelt. Auch dabei sind Frauen besonders betroffen, speziell Frauen aus ohnehin marginalisierten Gruppen. Gerade sie wehren sich viel zu selten, teilweise auch deshalb, weil sie einer ganz anderen Gewalt, jener durch den Staat, oder ständiger Diskriminierung ausgeliefert sind.

Laut den Zahlen des Frauenministeriums ist jede dritte Frau in Österreich von Gewalt im Netz betroffen. Die Folgen graben sich ebenso wie bei physischer Gewalt tief in die Psyche ein. Spätestens wenn man die Hilferufe überfüllter Frauenhäuser und die Zahlen digitaler oder physischer Gewalt kennt, muss man doch wach genug sein, um etwas zu verändern. Das geht einerseits in Richtung Aufklärung aller Seiten, wie man mit der eigenen aber auch der erfahrenen Gewalt umgeht, und andererseits das Erlernen von Techniken der Gewaltfreiheit sowie Gewaltbearbeitung.

Ein Handzeichen als Hilferuf

Man muss dabei nicht einmal auf den Staat hoffen. Kurse von der gewaltfreien Sprache bis hin zur Selbstverteidigung oder einfachen Übungen, um die eigenen Aggressionen beherrschen zu lernen, können hilfreich sein. Zwar mögen viele Projekte zur Gendergerechtigkeit im letzten Jahr hintangestellt worden sein, gegen Gewalt aber kann und soll man sich wehren. Der internationale Frauentag könnte dafür genützt werden, nicht nur hübsche, aufmunternde Videos für Mädchen zu drehen und traurige Statistiken zu veröffentlichen. Er könnte auch dazu genützt werden, aktiv gegen Gewalt vorzugehen.

Häufig bedeutet dies, dass man den betroffenen Frauen erst helfen muss, ihre Stimme zu erheben. Auch das ist in Zeiten von Lockdown und Homeoffice komplizierter. Die Canadian Women’s Foundation hat dafür eine Kampagne namens „Signal for Help“ gestartet, die weltweite Beachtung fand. Ein ganz einfaches Handzeichen mitten in einer Alltagskonversation im Videoanruf fungiert als Hilferuf. Die Person am anderen Ende der Leitung müsste es nur erkennen und dann auch handeln.


Daniela Ingruber, Demokratieforscherin am Austrian Democracy Lab der Donau-Universität Krems, analysiert wöchentlich in der Rubrik „Politik im Blick“ aktuelle politische Themen und erklärt deren Hintergründe.

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33 Postings bisher
BettinaHuber

Gut, liebe(r) S-c-r-AT, zu Ihrem aktuellen Posting :

1.) Nur weil ich Ihnen widerspreche, bin ich noch lange keine Feministin. Ich bin aber ganz vehement gegen JEDE GEWALT, dazu gehört auch die gegen Frauen. Ihr allererstes Posting zu Frau Ingrubers Text war meiner Meinung nach ein Rundumschlag gegen Gleichberechtigung und keine gezielte Antwort auf den Inhalt "Anstieg von häuslicher Gewalt". Abgesehen davon, dass ich Ihre Ansichten nicht teile, war das Posting absolut "am Kernthema des Artikels vorbei", und ihre Pauschalisierungen habe ich absolut nicht verstanden. ABER: Sie haben Ihre Ansicht, ich meine, und das ist legitim, oder nicht? 2.) Das Beschmieren des Andreas Hofer-Denkmals finde ich eine FRECHHEIT, genauso wie jede andere Art von Vandalismus. 3.) zu Ihrer Aussage ob "Persönlichkeiten sich jetzt äußern oder weiterhin in Deckung bleiben" möchte ich Ihnen sagen: Ich stehe zu dem, was ich sage (bzw. schreibe), deshalb poste ich auf "Dolomitenstadt.at" unter meinem vollen Namen (im Gegensatz zu Ihnen - was aber natürlich Ihr gutes Recht ist).

    S-c-r-AT

    Hallo, Bettina Huber!

    Ich befürworte Gleichberechtigung (mit Maß und Ziel), das sollte aus meinen Postings ersichtlich sein. Das militante Einfordern von Wiedergutmachung für vergangenes "Unrecht der letzten 100 Jahre" auf dem Rücken der heutigen Männer kann ich aber nicht befürworten. Die meisten Frauen die ich kenne, sehen das übrigens gleich wie ich.

    Mit den "Persönlichkeiten die sich jetzt äußern oder weiterhin in Deckung bleiben", waren nicht Sie gemeint. Dafür kenne ich Sie zu wenig und darüber will ich nicht urteilen. Ob Sie das (und Begrifflichkeiten wie Hardcore-Feministinnen und Kampf-Emanzen) auf sich beziehen, liegt in Ihrem Ermessen.

    Wie Sie aber selber an der Schmiererei am Hofer-Denkmal sehen, gibt es leider auch Frauen, die wesentlich anders ticken und solche Aktionen auch in Ordnung finden. Ich bezog mich da eher auf die Frauen (auch prominente Persönlichkeiten), die damals in Leserbriefen und Postings ihren Unmut kundtagen, als das "Grüß Göttin Kunstwerk" mehrfach zerstört wurde. Auch hier lag bzw. liegt es in Ihrem Ermessen, sich betroffen zu fühlen.

    Alles Weitere habe ich in meinen anderen Postings hier bereits gesagt und das muss nicht noch einmal durchgekaut werden.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute!

    BettinaHuber

    Eines ist mir noch wichtig hinzuzufügen: Sie verwenden die Wortfamilie des FEMINISMUS nur in negativem Zusammenhang. Die Bewegungen des Feminismus, seine Theorien dazu usw. sind sehr vielschichtig und nicht so einfachen auf EINE Bedeutung zu definieren. Feministische Bewegungen haben den Frauen sehr viel Gutes gebracht, gleichzeitig gibt es feminischtische Ansätze und "Auswüchse", die ich männerfeindlich, absolut unfair und kontraproduktiv finde. Aber nochmals zur Erinnerung: Der Artikel von Frau Ingruber war inhaltlich über den Anstieg von häuslicher Gewalt an Frauen verfasst. Das sind harte, alarmierende Zahlen und Fakten, und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Sie diese Entwicklung gut heißen. Und weil diese Fakten aufgezeigt werden heißt das auf keinen Fall, dass man gegen Männer im Allgemeinen schreibt (bzw. ist), was Sie aber vor allem in Ihrem ersten Posting zum Ausdruck bringen. Und was "gelebter Feminismus" (was ist denn das bitte?) unmittelbar mit dem Beschmieren der Statue des Andreas Hofer zu tun hat, frage ich mich schon! Wissen Sie so genau dass das Menschen waren, die "Feminismus leben" ... ?????!!!!!! Soweit meine zwei "Stellungnahmen", dabei belass ich es jetzt aber auch.

      BettinaHuber

      P.s.: Soweit ich weiß, ist Rudi Federspiel bis dato der Einzige von offizieller Seite, der meint zu wissen, dass hinter dem Vandalenakt "Aktivistinnen und Aktivisten zum Weltfrauentag" stehen. Wie haben Sie so schön in einer Nachricht geschrieben: "Es gilt die Umschuldsvermutung" ...

    Chronos

    Liebe Bettina Huber, lieber S-c-r-AT, interessante Argumentationen auf beiden Seiten. Ich verstehe beide Sichtweisen… Trotz eurer Kontroversen eint euch eines: Leidenschaft, für und Rund um das Thema.

      BettinaHuber

      cooles posting - ich seh das gleich! DANKE!

      S-c-r-AT

      Chronos, gutes Schlusswort für dieses Thema!

      Liebe Bettina, es war ein interessanter Wortwechsel und er hat mich in manchen Belangen zum Nachdenken angeregt.

      Alles Gute und auf ein Neues!

      LG Scrat

      BettinaHuber

      Schönes "Schlusswort", lieber Scrat! ... mitn Redn kemmen die Leit zomm - oda zumindescht a bissl näher! ebenfalls LG ... echt, auf ein Neues? ;-) Alles Gute!

S-c-r-AT

Vielleicht könnte Frau Bettina Huber zur Verunstaltung es Andreas Hofer Denkmals eine Stellungnahme abgeben. Mein männlicher Intellekt reicht für diesen gelebten Feminismus nicht aus.

Wenn damals aber jemand die "Grüß Göttin" beschmiert hat, haben Feministinnen in ganz Österreich ihren Kommentar dazu abgegeben. Bin gespannt, ob genau jene Persönlichkeiten sich jetzt ebenfalls zu Wort melden, oder weiterhin in der Deckung bleiben, weil diese Aktion vllt. sogar von ihnen initiiert wurde. (Es gilt die Unschuldsvermutung)

hubert

die männer von morgen werden von den müttern von heute erzogen, zumeist ist das. die frauen haben es also selbst in der hand, die männer von morgen anders zu erziehen. ich als vater versuche nicht, die geschlechter gegeneinander auszuspielen. ein gutes miteinander und zuhören, das lernen und sehen von emphatie bringt den kinder eine gute zukunft im zusammenlegen miteinander.

    le corbusier

    "die männer von morgen werden von den müttern von heute erzogen, zumeist ist das. die frauen haben es also selbst in der hand, ..."

    dann haben die Mütter von gestern die Männer von heute erzogen und sind daher für die von Männern ausgehende Gewalt verantwortlich?

      le corbusier

      ich bin mir aber sicher, dass du das nicht so gemeint hast hubert. wollte nur die logik ganz durchdenken.

      allgemein gesprochen, hast du recht und du gehst als positives beispiel voran. wir als gesellschaft haben es in der hand, gewisse rollenbilder in zukunft aufzubrechen (stichwort toxic masculinity).

    spitzeFeder

    Ich bin oft Ihrer Meinung, @hubert. Aber hier quasi den Frauen pauschal die Verantwortung dafür zu geben, dass sie eigentlich selbst an der gegen sie angewendeten Gewalt Schuld sind, kann ich nicht nachvollziehen. In keinster Weise.

      hubert

      es geht mir nicht schuldzuweisungen, wer die verantwortung für solche handeln hat. es geht mir einzig und allein aufzuzeigen, dass alle mütter und natürlich auch die väter hier sehr viel bewirken könnten.

Franz Brugger

Liebe Frau Ingruber, helfen Sie mir bitte, das besser zu verstehen: "Laut den Zahlen des Frauenministeriums ist jede dritte Frau in Österreich von Gewalt im Netz betroffen." Wie sieht diese GEwalt aus? Infolge dann kann ich vielleicht auch besser zuordnen: "Die Folgen graben sich ebenso wie bei physischer Gewalt tief in die Psyche ein"

Danke für Aufklärung

ErsteHilfe

Jede 5. Frau in Österreich ist körperlicher und/oder sexueller Gewalt ausgesetzt. Überwiegend von ihren Partnern oder Ex-Partnern (davon etwa die Hälfte In- und die Hälfte Ausländer) wurden 2017 36, 2018 41, 2019 39, 2020 24 und 2021 bereits 4 Frauen ermordet. (Quelle: Autonome Österreichische Frauenhäuser) Um die Frustration darüber, dass sich an diesen Statistiken Jahr für Jahr nichts ändert, darum geht's im Bericht von Frau Ingruber, um nichts anderes. Da mögen manche hier im Forum noch so wortreich über die Ungerechtigkeiten posten, denen Männer ausgesetzt sind, die Zahlen sprechen leider eine andere Sprache. Männer, die selbst Töchter haben, gehen erfahrungsgemäß meist sensibler mit dem Thema um.

    BettinaHuber

    Genau das meine ich ... Das sind FAKTEN, und kein Mensch in diesem Forum hat je behauptet, dass Männer an und für sich "schlecht" sind! Aber alleine die FAKTEN lassen manche (Männer?) offensichtlich an die Decke gehen ... Schade, dass wir nicht GEMEINSAM (Frau und Mann) das Thema sachlich angehen können.

      senf

      ja liebe bettina, das thema gemeinsam angehen, lassen sie leider nicht zu ... "Alle Menschen, die mich kennen, kriegen ganz sicher einen Lachkrampf". ja, sind sie sich da wirklich sicher ist oder ist das ihre übliche argumentationsleidenschaft?

      S-c-r-AT

      Wo sehen Sie im Artikel ein "GEMEINSAMES Angehen"? Ich seh hier nur eine pauschale Verurteilung von uns Männern.

      Aber Sie können mir gerne auf meine Frage antworten: Warum findet der Ruf nach Gleichberechtigung nur bei angenehmen Themen statt?

      BettinaHuber

      So viel männlichem Intellekt gebe ich mich dann doch geschlagen ... und zwar gerne ;-))

      senf

      vorurteile und opferrolle? führt das zu lösungen, frau bettina?

      feminismus - hat einen schlechten ruf, dabei ist ja nur die gesellschaftlich, ökonomische und politische gleichheit gemeint, vor hiervor allem das noch nicht erreichte einzufordern. wir haben in österreich und im kern europas diesen gleichheitsgrundsatz ja längst verankert, er wird in manchen bereichen nur nicht gelebt. auch wegen der konservativen denkweise, die vielen von uns bereits in die wiege gelegt wird und sogar/leider die politik, speziell in osttirol prägt. du verstehst sicher, was ich meine. ein grundübel, dass sich manchmal auch gesellschaftlich auswirkt.

      frauen haben längst freien bildungszugang, sie nutzen ihn leider nicht ausreichend, doch hier stehen meiner meinig nach berechtigte forderungen im raum, vor allem in der familienplanung.

      wenn ich die jahresberichte der mittelschulen oder berufsbildenden schulen osttirols im web beäugle, dann fällt mir auf, dass die traditionellen berufsrichtungen nach wie vor geschlechtsspezifisch belegt sind. ein Mädchen in der mechatronik-htl, ein bub in der hlw u. ä.

      und das bei freier berufswahl!

      vielleicht hast du dafür eine antwort? vielleicht auch ohne jemanden dabei zu beleidigen?

      S-c-r-AT

      @BettinaHuber

      In jedem Ihrer Postings unterstellen Sie mir, dass mein männliches Ego gekränkt sei, oder mein Intellekt nicht ausreicht, um den Artikel von Frau Ingruber zu verstehen.

      Sie kratzen und beißen um sich, wie wenn Sie Ihr Leben verteidigen müssen.

      Ja, die Gesellschaft war mal sehr unterdrückend zu den Frauen. Kein Wahlrecht, kein Zugang zur Bildung, keine Möglichkeit, einen bezahlten Job auszuüben....

      ABER, das hat sich alles geändert. Wieso sollen wir, die jetzigen Männer, das auslöffeln, was früher verbrochen wurde. Nur, weil sich Frauen JETZT (und das mit einer krankhaften Vehemenz) das zu holen versuchen, was Ihnen in den letzten 100 Jahren verwehrt blieb, muss nicht die männliche Gesellschaft zum Bittsteller degradiert werden.

      Der frauenfeindliche Sexismus von damals kann und darf nicht mit einem mindestens ebenso fanatischen Sexismus gegen Männer kompensiert werden. So wird es nie ein respektvolles Miteinander geben. Leider tendieren manche Feministinnen, weil sie zwanghaft die Stärkeren sein wollen, dazu, ins Extreme abzugleiten.

      Allein die Definitionen von Gewalt gegen Frauen lässt mir die Haare zu Berge stehen:

      Strukturelle Gewalt: Frauen können nicht zu Behörden gehen, weil sie auf kleine Kinder aufpassen müssen, wenn die Männer beim Arbeiten sind.

      Finanzielle Gewalt: Frauen wissen nicht ausreichen Bescheid über den Verdienst des Mannes

      Sexuelle Gewalt: störende (lüsterne?) Blicke von Männern

      Wenn ich Gewalt so breit definiere, dann gibts bald nichts mehr, was keine Gewalt gegen Frauen darstellt. Dadurch tut man aber Frauen, die wirklich gewalttätigen Übergriffen ausgesetzt sind, keinen Gefallen.

    S-c-r-AT

    @ErsteHilfe

    "Um die Frustration darüber, dass sich an diesen Statistiken Jahr für Jahr nichts ändert..."

    Hier gehts um Schwankungen um die 30-40%. Dass sich da nichts ändert, ist also absoluter Blödsinn. Tendenz übrigends seit 2018 sinkend.

    Und zwischen "jeder 5. Frau" und 50 Gräueltaten im Jahr.......da ist doch ein kleiner Unterschied, nicht wahr?

    Also, lassen Sie doch die Kirche im Dorf und ersparen Sie uns Ihre Pauschalisierungen.

S-c-r-AT

Mir geht es schon langsam ziemlich auf den Nerv, bei jeder noch so bei den Haaren herbeigezogenen Gelegenheit lesen zu müssen, wie schlecht und böse wir Männer doch sind. Wir Männer werden im Artikel lächerlich gemacht (stichwort Männerschnupfen), wir werden kriminalisiert (der unsicherste Ort ist zu Hause) und wir werden aufgrund unseres Geschlechts diskriminiert, wenn es um Führungsjobs (im öffentlichen Dienst) geht, bei denen sich auch Frauen bewerben, weil da ohnehin einzig und allein die Quote zählt.

Garniert wird das dann auch noch, indem ein Bild ereugt wird, in dem ALLE Frauen mit ihrem Dasein unzufrieden sein (müssen). In Wahrheit stören sich einige wenige sogenannte Karrierefrauen an dieser bösen männerdominierten Gesellschaft, der Großteil der Frauen (kann hier nur von meinem Umfeld reden) ist zufrieden und glücklich und schüttelt lediglich den Kopf über so manchen Blödsinn, der aufgrund des Genderns aus dem Boden gestampft wird.

Vielleicht sollte mal kommuniziert werden, dass im Falle einer Trennung /Scheidung mit Kinderbeteiligung IMMER zu Gunsten der Frau entschieden wird. Nicht mal ein Ehevertrag, in dem beidseitig einvernehmlich alles geregelt wurde, ist hierbei bindend. Männer durften aus ihrem eigenen Haus ausziehen, damit die ehemalige Partnerin (den Kindern zum Wohle) mit ihrem neuen Freund dort wohnen kann.

Es mag gewalttätige Männer (und Frauen) geben, keine Frage, aber das Schlechtreden des männlichen Geschlechts an sich, ist nicht tolerierbar. Eine Demokratieforscherin der Donau-Universität Krems sollte in der Lage sein, neutral zu schreiben und pauschale geschlechtsspezifische Verurteilungen zu unterlassen.

Wo widmet sich Frau Ingruber gewaltkonfrontierter Kinder? Eine kleine Zeile widmet sie den wehrlosesten Geschöpfen, mehr nicht. Wo erwähnt sie, dass auch Mütter ihren Kindern gegenüber gewaltbereit sein können? Das passt natürlich nicht zum Weltfrauentag....

Ach ja, wann ist eigentlich der Weltmännertag? Oder argumentiert man hier auch damit, dass es ja 52 mal im Jahr den "Tag des Herrn" gibt?

    BettinaHuber

    Und wenn ich mich noch so fest anstrenge verstehe ich nicht, was Sie da von sich geben .... :-( Eigentlich, wenn ich ehrlich bin, versteh ich Ihr Posting noch weniger als Sie den Text von Frau Ingruber ...

      S-c-r-AT

      Liebe BettinaHuber, dann strengen Sie sich ein bissl mehr an!

      Aber ich verstehe schon, auch bei diesem Thema sollte man als Mann nichts schreiben, weil das so manchen Kampf-Emanzen bzw. militanten Feministinnen nicht in den Kram passt.

      Wo ist Ihr Aufschrei nach Gleichberechtigung beim Penionsantrittsalter? Warum fordert keine Feministin das Äquivalent zum Grundwehrdienst bzw. Zividienst für Frauen? Bekämpfen Sie erst einmal die wirkliche Unterdrückung der Frau, wie Zwangsheirat, Kinderehe, Unterdrückung der Frauen und Mädchen in anderen Glaubensgemeinschaften.

      Wenn Feminismus oder Gleichberechtigung auf das Herauspicken der Rosinen begrenzt wird, dann ist das sowieso nicht ernst zu nehmen.

      BettinaHuber

      Liebe(r) S-c-r-AT! Sie fahren aber ganz schön an, das muss ich Ihnen lassen! Alle Menschen, die mich kennen, kriegen ganz sicher einen Lachkrampf, weil Sie mich in einem Atemzug mit "Kampf-Emanzen" (geiles Wort!) und "militanten Feministinnen" erwähnen ... aber egal, ich halt das aus - und durchaus mit Humor! Sie scheinen allerdings bezüglich diesen Themas ziemlich "angep...." zu sein - was mir eigentlich ein Rätsel ist.... deshalb abschließend meine Frage an Sie: Sind Sie sich ganz sicher, dass Sie den Text von Frau Ingruber wirklich VERSTANDEN haben? Und - geh bitte, sind'S doch nicht so unglaublich grantig ... das mögen die Frauen nicht! ;-)

    ErsteHilfe

    Ihre Wehleidigkeit ändert nichts daran, dass, statistisch gesehen, der gefährlichste Ort für ein Frau ihr Zuhause ist. Die meisten Frauen werden von ihren Partnern oder Ex-Partnern ermordet. Punkt. Darüber am Weltfrauentag zu schreiben ist mehr als legitim.

      johannundanita

      die meisten menschen, sowohl frauen als auch männer, sterben gott sei dank eines natürlichen todes und nicht durch zutun ihres partners oder ex-partners.

    sonnenstadtlienz

    Pflichte Ihnen vollkommen bei!

    Cha447

    Diejenigen die ihr Posting nicht verstehen (wollen) sind genau jene die sich angesprochen fühlen sollten (aber die verstehens ja nicht) Verrückte (Frauen)Welt ...

      BettinaHuber

      Ich ziehe den Hut vor Ihnen ... SIE haben ja wenigstens MEIN Posting verstanden ;-))

wolf_c

'Lockdowns haben häusliche Gewalt steigen lassen' : mütter und väter als abbilder ihrer eltern lehren ihre kinder ... unsere gesellschaftlichen werte, inclusiv vermittelter vorbilder, sind doch ok, oder ... ??