Die Reisewarnung für Tirol wurde aufgehoben

428.970 Personen bei Ausreisetests kontrolliert. Regierung warnt weiterhin vor Reisen.

Die Reisewarnung der Bundesregierung für Tirol ist Geschichte. Nachdem die Ausreisetestpflicht für Nordtirol am Mittwoch um 24.00 Uhr auslief, sei damit auch „die damals für Tirol ausgesprochene Reisewarnung obsolet“, hieß es am Donnerstag aus dem Gesundheitsministerium zur APA. Ausgesprochen wurde die Reisewarnung am 8. Feber, nachdem vor allem im Bezirk Schwaz die südafrikanische Virusvariante um sich griff. Ein Novum, dass die Regierung vor Reisen in ein Bundesland warnte.

Nachdem sich Österreich aber noch „mitten in der Pandemie“ befinde, müsse die Bundesregierung „weiterhin von nicht unbedingt notwendigen Kontakten und Reisen innerhalb Österreichs abraten.“ Dies gelte nicht nur für Tirol, sondern auch für alle anderen Bundesländer. Bei den Ausreisetestkontrollen aus Nordtirol wurden zwischen 12. Feber und 10. März insgesamt 428.970 Personen kontrolliert. 4.733 Menschen wurde die Ausreise untersagt, teilte die Polizei am Donnerstag auf APA-Anfrage mit.

Für die Polizei waren diese Kontrollen laut Harald Baumgartner, Leiter der Fremden- und Grenzpolizeilichen Abteilung, vor allem auch personell „eine sehr große Herausforderung.“ Pro Tag wurden rund 20.000 Personen kontrolliert. Die Stimmungslage in der Bevölkerung war laut Baumgartner gemischt. Vor allem an den Grenzübergängen zu Deutschland herrschte teils Unmut: „Die Bevölkerung hatte teilweise wenig Verständnis, weil die Einreisebestimmungen in Deutschland mit den Ausreisebestimmungen in Tirol nicht konform gingen.“ Teilweise hätten die Personen zwar an der Tiroler Grenze ausreisen dürfen, seien dann aber an der deutschen Grenze wieder zurückgewiesen worden.

Während die eine Testpflicht endet, tritt andernorts bereits die nächste in Kraft: Ab heute, Freitag, muss beim Verlassen der Gemeinden Haiming, Roppen, Virgen und Matrei in Osttirol bis voraussichtlich Dienstag, 16. März, ein negativer Coronatest vorgelegt werden.

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