Teststationen in den drei Osttiroler „Sperrgebieten“

In allen zehn betroffenen Gemeinden kann man sich testen lassen. Wir verraten wo und wann.

Eher holprig verlief am 9. April die offizielle Kommunikation rund um die behördliche Ausweisung von drei „Ausreise-Testregionen“ in Osttirol. Zwar wurden die Kammern, die Gemeinden, Polizei und Bildungsdirektion informiert, nicht aber die Medien. Bezirkshauptfrau Olga Reisner erklärt dazu, dass ihr das Land nicht erlaube, direkt mit den Medien zu kommunizieren. Das darf offenbar nur die Landespresseabteilung. 

Allerdings hielten sich die Kammern nicht zurück, was für einige Verwirrung sorgte. In einer Aussendung der Wirtschaftskammer war nämlich irreführend von Ausreisetests aus den einzelnen Gemeinden die Rede, was Tests an den jeweiligen Gemeindegrenzen bedeutet hätte. Tatsächlich wurden aber – wie berichtet – drei Ausreise-Testregionen ausgewiesen, eine im Iseltal mit Virgen und Prägraten, zwei im Pustertal. Dort werden die Gemeinden Sillian, Heinfels, Außervillgraten und Innervillgraten zusammengefasst und drauabwärts Anras, Abfaltersbach, Assling und Leisach. Innerhalb dieser Regionen herrscht „Reisefreiheit“, wer raus will, muss aber einen Test in der Tasche haben, nicht älter als 48 (Antigen-Test) oder 72 Stunden (PCR-Test).

Schnell tauchte die Frage auf, wo sich zum Beispiel jemand testen lassen kann, der von Leisach nach Amlach oder Lienz fahren will? Die Auflösung kam dann am späten Freitagnachmittag, diesmal von der Landespresseabteilung, die kundtat, dass in allen Regionen und allen betroffenen Gemeinden Testmöglichkeiten angeboten werden. Und hier ist die Liste dieser Testmöglichkeiten:

Im Gebiet der Gemeinden Prägraten am Großvenediger und Virgen:

  • Prägraten: Tourismusbüro Prägraten: Sonntag (11. April), Dienstag (13. April), Donnerstag (15. April), Sonntag (18. April), Dienstag (20. April), jeweils von 9 bis 12 Uhr
  • Virgen: Tourismusbüro Virgen: Samstag (10. April) bis einschließlich Mittwoch (21. April), täglich von 15 bis 19 Uhr                          

Im Gebiet der Gemeinden Sillian, Heinfels, Außervillgraten und Innervillgraten:

  • Sillian: Kultursaal Sillian: täglich von 7 bis 16 Uhr, zusätzlich mittwochs von 18 bis 20 Uhr
  • Innervillgraten: Apotheke: Dienstag von 9 bis 10 Uhr und Freitag von 17 bis 18 Uhr sowie am Sonntag im Gemeindehaus von 18 bis 19 Uhr
  • Außervillgraten: Haus Valgrata, Montag (12. April), Mittwoch (14. April), Freitag (16. April), Montag (19. April), Mittwoch (21. April), jeweils von 17 bis 19 Uhr
  • Heinfels: Gemeindesaal Heinfels: Samstag (10. April), Montag (12. April), Dienstag (13. April), Donnerstag (15. April), Freitag (16. April), Samstag (17. April), Montag (19. April), Dienstag (20. April), jeweils von 17 bis 19 Uhr

Im Gebiet der Gemeinden Anras, Abfaltersbach, Assling und Leisach:

  • Anras: Gemeindesaal Anras: Sonntag (11. April), Dienstag (13. April) Donnerstag (15. April), Samstag (17. April), Montag (19. April), Mittwoch (21. April), jeweils von 6.30 Uhr bis 9 Uhr
  • Abfaltersbach: Gemeindezentrum Abfaltersbach: Sonntag (11. April) von 16 Uhr bis 19 Uhr, Dienstag (13. April), Donnerstag (15. April), Samstag (17. April), Montag (19. April) und Mittwoch (21. April) jeweils von 7 Uhr bis 10 Uhr
  • Assling: Gemeindesaal Assling: Samstag (10. April) bis einschließlich Mittwoch (21. April), täglich von 15 Uhr bis 19 Uhr
  • Leisach: Gemeindezentrum Leisach: Samstag (10. April) bis einschließlich Mittwoch (21. April), täglich von 11 Uhr bis 13 Uhr   

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31 Postings bisher
Pati

Lieber Herr Postler☆ Du kannst den Virus, nennen wie du möchtest, wenn dir ◇gemein ◇ nicht gefällt. Wahrscheinlich gehörst du auch zu den Besserwissern. Meld dich einfach, so wie alle anderen Selbsternannten, dann wird alles super👍. Ich jedenfalls möchte diese für mich heimtückische, gemeine Krankheit nicht bekommen. So wie Dr. Walder einmal gemeint hat. Man weiß heute noch nicht, was der Virus noch alles auslöst, wenn er sich einmal in deinem Körper eingenistet hat.

rebuh

so wie die zahlen noch oben schießen, scheinen die tests ja erfolgreich zu sein. hat allerdings auch etwas gutes, viele osttiroler wirds bald nicht mehr geben die a: noch nicht infiziert waren, oder b: geimpft sind!

Ruf

Kontrollpunkte sind nur zeitweise besetzt, so dass es leicht möglich ist ohne Test durchzufahren. Auch sind diese wie in Leisach nicht am Ortsende stationierten dass man da auch keinen Test braucht wenn man darin bleibt. Irgendwie ist das ganze bei der Dramatik, dass die Verordnung innerhalb so kurzer Zeit umgesetzt werden musste überhaupt nucht mehr plausibel. Im Zillertal haben sie bei großen Problemen 1 Woche Umsetzungszeit gehabt, bei uns muss das innerhalb von 36 Stunden stehen. Verschweigt man uns da etwas oder will sich da jemand profilieren?

    karlheinz

    @Ruf, ich kann mir nicht vorstellen, dass die (noch) Oberländer Gemeindeoberhäupter von der BH von diesem Vorhaben nicht informiert worden sind ! Leider sind dies vorwiegend gegen die Obrigkeit "Jasager" und solidarisieren sich jetzt mit den Falschen ! Sie bedenken aber nicht, dass in weniger als einem Jahr Neuwahlen sind uns es sie in einer anderen Form treffen kann. Leider ist es aber auch so, dass es wie üblich, auch bei den Wählern "Jasager" gibt. Sollte es so nicht der Fall sein, entschuldige ich mich. Eines muss man aber loben, was die anderen in einer Woche nicht schaffen, schaffen wir in Osttirol in 36 Stunden !

Bergtirol1

Ich hätte nicht gedacht das man sich soviel Mühe und Gedanken machen kann,/wer/wann/warum/wo sich testen lassen kann?!!? Ein 5 jähriger kann im Tablet ein YouTube video anschauen und weiß was er drücken muss, und wir Erwachsenen stellen uns an und wissen nicht mal wo Testangebote in Osttirol sind. Soviele Postings zu solch einem Thema - - Wenn das unsere größten Sorgen sind dann haben wir keine!!!

    Sonne99

    Wer sich nicht auskennt, soll einfach den Nachbar fragen.

Nichtwisser

Dr. Walder das Kommunizieren mit der Presse zu verbieten ist eigentlich schon mehr als grenzwertig! Wenn der Virologe aus AV die "Stopptaste" drückt, dann wissen die meisten Osttiroler, dass der "Virenhut" brennt. Man weiß, was man zu tun hat. Leider gibt es überall Unbelehrbare! Ob das bei der Gesundheitsbehörde auch so ist?

Gamsbock

Das Problem sind - und das nicht nur bei Corona - die ganzen Wichtigtuer uns Selbstdarsteller. Politiker und Ätzte gehören genauso dazu wie Bezirkshauptfrauen. Senf gebe dir Recht. Dieser Kurzthaler im Landhaus scheint fürchterlich überfordert zu sein. Ist halt auch ein Wichtigtuer und bringt nicht viel weiter. Nur immer schön auf die eigene Marke achten.

Pati

Ich hab es auch langsam satt. Die ganzen Besserwisser.... Wie es die Regierung macht, is eh immer falsch. Wenn man es nach einem Jahr Pandemie immer noch nicht schafft, so einfache Regeln einzuhalten, traurig aber wahr. Und dann wundert mann sich das der ganze Zirkus nicht aufhört. Und an alle Corona Leugner, schön für euch das ihr noch von dieser "gemeinen Krankheit" verschont geblieben seit.

    hubert

    danke pati, wahre worte👍👍

    Denksport

    Schon einmal darüber nachgedacht, dass diese Regeln nicht den Erfolg bringen, den man uns seit einem Jahr suggeriert. Obwohl ich sie brav eingehalten habe, hat mich Corona auch ganz schön erwischt hat, aber ich suche keinen Schuldigen dafür! Es ist halt einfach nicht alles beherrschbar.

      hubert

      das einhalten dieser ganz einfachen regeln, bringt den erfolg, dass man keine lockdowns mehr braucht, den großen erfolg bringt nur die impfung, gibt es auch schon genug beispiele.

    Post_ler

    Die Krankheit ist nicht gemein. Wozu sie verwendet wird ist gemein!

senf

wenn frau reisner behauptet, sie dürfe von ihrem dienstgeber aus nicht mit den medien kommunizieren, dann ist das wahrscheinlich ehrlich aber unverständlich. die höchste beamtin des bezirks wurde seinerzeit mit kompetenzen in angelegenheit des katastrophendienstes ausgestattet. sie darf sie, wie es scheint aber nicht leben.

allerdings erwartet sich das volk in zeiten einer pandemie laufend aktuelle information und klare vorgaben der zuständigen verwaltungseinheit, die mit der landesweiten organisation intern zu koordinieren sind. das ist auch notwendig, um auf regionaler ebene das problem erfolgreich in den griff zu bekommen. man darf auch nicht vergessen, dass die arbeit der/einer bezirkshauptfrau vertrauensbildend zu geschehen hat, was aber zur zeit nicht zufriedenstellend passiert oder passieren darf.

die alltägliche diskutierten und offenen fragen aus der bevölkerung bleiben unbeantwortet mit dem resultat der unzufriedenheit, unsicherheit und ausufernden stress! ein zustand, der für eine moderne landesverwaltung längst untragbar wurde. man hat den eindruck, dass sich einige zu wichtig sehen und leider nicht mehr gehört werden. höchstwahrsscheinlich hiefte uns die dadurch entstandene planungs- und handlungsunsicherheit oder orientierungslosigkeit seit wochen zur nummer eins in den fallzahlen, über die uns derzeit österreichweit niemand beneidet.

die landespresseabteilung hat übergeordnete aufgaben mit rahmenbedingungen, die sie gefälligst auch wahrzunehmen hat. sie soll auch fähig sein, sich nicht in untergeordnete problemfelder einzumischen, die vor ort viel effektiver und effizienter zu lösbar sind.

der osttirolgebürtige (?) und ehemalige sekretär des LH und jetziger pressechef des landes scheint dieser aufgabe nicht so recht gewachsen zu sein. vielleicht sollte man das problem endlich an den wurzeln bekämpfen und auch danach handeln. es tät uns allen gut!

... so wie auch nachrichten direkt aus der BH

    hubert

    der flo k. muss das tun, was man ihm anschafft, der ist schon "angezählt", nach einigen, selbstständigen patzern.

Kilian1990

Diese Bezirkshauptfrau und die Zimmermann sind eine Katastrophe. BH darf nicht mit den Medien kommunizieren. Aber mit der Kleinen Zeitung doch. Nur um sich wichtig zu machen.

karlheinz

Wer soll das was Assling betrifft verstehen ?? Am Berg testen und im Tal "spielen die Geigen" !! Jener, der vom Talboden nach Lienz will, muss dies vorerst über Assling schaffen. Bekanntlich fährt man wohl von Assling talwärts um Lienz zu erreichen, oder stimmt das auch nicht mehr ?? Verrückter gehts nimmer bei der Testortfestlegung !!

    Nickname

    ich nehme an, wird dann in Leisach getestet oder Dr. Bachlechner, falls er Ansturm überstehen kann

    hubert

    >karlheinz. du kannst dich auch in leisach testen lassen, das dürfte auch für dich kein problem sein.😉

      dorlilly

      Aber viele Arbeitnehmer arbeiten von 7 - 16 Uhr! Wie funktioniert es dann?

      hubert

      …dorlilly, das ist auch kein problem, du buchst dir in der teststraße in lienz einen test, bekommst die einladung/vorladung aufs handy und kannst dann mit diesem nachweis zur anreise zur testung ausreisen, das ist dann ein medizinischer ausnahmegrund, lt. verordnung. 😉

      karlheinz

      @hubert, Sie schlauer, wenn jemand von 07-16 Uhr bei der Arbeit ist, wie soll sich dieser in Leisach von 11-13 Uhr oder in Lienz von 07-15 Uhr, testen lassen. Vielleicht in der bescheidenen Mittagszeit von einer Stunde was bei vielen zutrifft ? Außerdem würde es bei einem größeren Andrang das System in dieser kurzen Zeit weder in Leisach noch in Lienz schaffen.

      hubert

      lieber karlheinz, für dich testen die apotheken auch nach 16.00 uhr, für die es noch nicht gecheckt haben, es gibt einen weg, wo man sich auch außerhalb seiner arbeitszeit testen lassen kann.

      jetzt wirdst wohl wieder poste, ja aber ...

Asdfgh

Es ist echt nur mehr ein Wahnsinn. Man arbeitet, kommt heim, sieht zufällig auf die Tirol Gv Seite liest das diese Orte ab Sonntag nur mehr mit negativem Test verlassen werden kann. Schaut wie man für Samstag noch schnell einen Testtermin ergattern kann, weil man am Montag arbeiten muß. Für den Mann/ Frau gleich mit. Irgendwann kommen dann die genauen Berichte wie es abläuft, wo die Teststraßen sind. Denke auch an Pendler.

Es ist einfach ohne Worte wie mit der Bevölkerung umgegangen wird. Was denkt sich eine Frau Reissner? Oder gewisse Bürgermeister, die die Bürger nicht früh genug auf der Hompage informieren. Einfach ohne Worte! Schamts eich

    Osttirolbeobachter

    Wie im Artikel angeführt, erlaubt das Land Tirol Dr. Reisner nicht, mit den Medien zu kommunizieren. Um die Bevölkerung zu informieren, dafür ist jetzt anscheinend die Landespressestelle in Innsbruck zuständig. Frage mich auch, wann und wie uns diese informieren wollte.

Osttirolbeobachter

Bezirkshauptfrau Dr. Reisner und Virologe Dr. Walder dürfen nicht mehr mit den Medien kommunizieren. Wessen Idee war es wohl, dass das nur noch die Landespresseabteilung machen darf. Wann hätte die Landespresseabteilung wohl vorgehabt uns über die Medien zu informieren? Ganz schön weit ist es gekommen, in Osttirol.

Ruf

Die BH Lienz erklärt der Presse, dass sie der Presse nichts erklären darf. Kannst nicht erfinden.

Beobachter2020

Warum wird jetzt bei relativ geringen Zahlen so reagiert, virgen, prägraten z. B., matrei nicht,.... Ausservillgraten derzeit 2 pos. Laut dashboard,... Versteht das noch wer?

Sorry Liebe BH Lienz, lieber Corona Krisenstab im Land, wollt ihr die Menschen wirklich total verrückt machen?

Viele Firmen testen regelmäßig und die Leute halten sich viel an die Maßnahmen, speziell in den kleinen Gemeinden in den Seitentälern, fast nichts geht, Fußball, Musik, Wirtshaus und nun werden wegen den Zahlen so überzogen reagiert? Und dann wieder differenziert bei 2 brauchst an test? Sorry aber hetz reicht meine Herren

    genaugenommen

    warum Herren? meines wissens steht an der spitze eine Frau. es ist doch klar, die eingekauften Tests müssen verbraucht werden.

el...

Tut mir leid, aber das ganze testen ist so ein Schwachsinn. Ahh bin ja getestet, und wir können uns treffen....... Ohne Worte

    Nickname

    besser testen und treffen, als gelochte ffp2 maske tragen 🙈