Mobilitätszentrum Lienz: Die Pläne für den Süden

Neue Radbasis für Papin, (k)ein Kreisverkehr an der Brücke und „letzte Meile“ mit dem TVBO.

Während am neuen Mobilitätszentrum in Lienz derzeit im Norden der Anlage auf Hochtouren gearbeitet wird, ist es südlich der Gleise – zumindest lärmtechnisch – ruhig. Doch hinter den Kulissen bringen sich die Akteure bereits vor Abschluss der Bauarbeiten in Stellung.

Was tut sich im Süden des Lienzer Bahnhofs? 1 – Hier entsteht die neue Servicestelle, an der Papin Sport tausende italienische Radgäste abfertigen wird. 2 – Bevor die neue Brücke in Betrieb geht, braucht es eine Verkehrslösung in der Tristacher Straße. 3 – Auf einem Rossbacher-Grundstück will der TVBO mit den ÖBB E-Autos vermieten. 4 – Auf diesem Asphaltstreifen will Papin seine Radtransporter parken, weshalb TVBO-Obmann Franz Theurl um seine Einfahrt fürchtet. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

So rüstet etwa der Radverleih Papin Sport seine Basis im Süden des Bahnhofs auf. Bisher stand dort ein Provisorium, in der April-Gemeinderatssitzung erhielt das Südtiroler Unternehmen grünes Licht für seine Pläne. „Es geht um eine neue Anlaufstelle für die Radgäste“, erklärte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und schob hinterher, dass Papin in den Plänen für das neue Mobilitätszentrum „ohnehin mit eingeplant war.“

Viel ändern soll sich laut Papin-Juniorchef Thomas Schmidhofer nicht: „Wir errichten ein neues Gebäude, um wie bisher die Räder abzufertigen. Wir brauchen den Platz, um zwischenlagern zu können, weil schon letztes Jahr so viel los war.“ Die Gesamtkosten für die neue Servicestelle schätzt Schmidhofer auf rund 200.000 Euro.

Die provisorische Servicestelle von Papin Sport hat ausgedient.

ÖVP-Mandatar Christian Steininger schwärmte in der Gemeinderatssitzung von der „Erfolgsgeschichte Papin. Da mache ich mir fast Sorgen, dass das neue Mobilitätszentrum zu schön wird und die Leute dann nicht mehr in die Stadt kommen.“ Man müsse daher die Menschen mit Paketen und Werbung vom Bahnhof ins Herz der Dolomitenstadt locken.

Dort gingen zuletzt Gerüchte um, wonach Papin planen würde, an seinem neuen Standort Speisen und Getränke anzubieten. So mancher Gastronom wurde nervös, fürchtete Umsatzeinbußen. Im Gespräch mit dolomitenstadt.at weist Schmidhofer die Gerüchte ins Reich der Fabel. „Wir mussten hier letztes Jahr sogar eine Grube anlegen, um ein Klo zu haben, weil noch kein Anschluss da war. Fest steht: Von uns kommt da sicher nichts.“

So soll die neue „Basis“ des Radverleihs am Lienzer Bahnhof aussehen. Visualisierung: Papin Sport

Wie Blanik im Gemeinderat erklärte, werden die vielen italienischen Radler heuer noch einmal über die Lastenstraße auf das Bahnhofsgelände gelotst. Die Bürgermeisterin will an der Beschilderung feilen und wünscht sich vollflächige Radspuren. Auch Gerlinde Kieberl (Grüne) sprach sich für Bodenmarkierungen aus und warnte: „Das Chaos vom letzten Jahr darf sich nicht wiederholen.“ Vizebürgermeister Kurt Steiner sieht die Sache nicht so eng: „Es ist halt eine Baustelle.“

Auch der Obmann des Mobilitätsausschusses, Jürgen Hanser (SPÖ), brachte sich ein: „Man muss auch beachten, dass rund 40 Prozent der Radler Private sind und daher nicht zum Papin müssen und trotzdem einen Weg in die Stadt brauchen. Wir können erst über ein Leitsystem reden, wenn die neue Brücke in Betrieb geht.“

Hier entlang! Radfahrer, die zum Bahnhof wollen, müssen auch heuer wieder die Lastenstraße nehmen.

Die neue Draubrücke, die den Bahnhof mit dem Süden verbindet, wurde laut Blanik von den ÖBB noch nicht übernommen, weshalb heuer abermals die Lastenstraße wortwörtlich zum Zug kommt. ÖBB-Pressesprecherin Rosanna Zernatto-Peschel versichert, dass die Brücke in bestem Zustand ist. Die Freigabe hänge an der Verkehrslösung in der Tristacher Straße, die in der finalen Abstimmung sei: „Wir als ÖBB sind in der Phase der Vergabe von Bauleistungen für die Straßenanbindung der Draubrücke und werden auf der Seite Tristacher Straße einen kleinen Kreisverkehr für die Anbindung der Brücke errichten. Die weitere Verkehrsführung und Gestaltung liegt bei der Stadt Lienz und dem Land Tirol.“

Kreisverkehr oder doch „verkehrsberuhigte Zone“? Bevor die neue Draubrücke freigegeben wird, muss eine Lösung in der Tristacher Straße her.

Bürgermeisterin Blanik spricht von einer „verkehrsberuhigten Zone“. Der vermeintliche Kreisverkehr sei lediglich eine Art Insel in der Fahrbahnmitte, die genauso gut quadratisch sein könnte. Anlässlich der Ausschreibungen und der aktuellen Preise in der Baubranche prüft die Stadt derzeit die Vorgehensweise. Um Kosten zu sparen, sei auch denkbar, dass Gemeindemitarbeiter in der Tristacher Straße Hand anlegen.

Papin Sport ist übrigens nicht das einzige Unternehmen, das Mobilität auf zwei Rädern am Bahnhof Lienz anbieten wird. Auch die ÖBB selbst wollen in Kooperation mit dem Tourismusverband Osttirol und lokalen Fahrradgeschäften vor allem Bahnreisenden auf der „letzten Meile” ein attraktives Angebotspaket präsentieren. Unter dem Titel ÖBB 360° sollen sowohl elektrische Leihautos als auch E-Bikes und Bus-Shuttleservices direkt mit dem Bahn-Ticketkauf buchbar werden. Man reist komfortabel mit dem Zug an und steigt direkt am Bahnhof in ein bereitstehendes und aufgetanktes E-Auto um, oder nimmt sich ein E-Bike für die Weiterfahrt.

„Einfahrt Tag und Nacht freihalten“ – ob sich die Radtransporter von Papin daran halten werden? Franz Theurl hat Zweifel.

TVBO-Obmann Franz Theurl verhandelt seit Monaten mit der Bahn aber auch mit der Tiwag, die E-Tankstellen für das Projekt bereitstellen, und sieht sich kurz vor dem Ziel: „Es gibt ein Grundstück dafür, das wir auf dem Gelände anmieten werden. Dort können Bahnkunden – Gäste ebenso wie Geschäftsleute – mit dem Smartphone ihr vor der Reise gebuchtes Auto oder Rad dann abholen – falls uns die Ausfahrt nicht versperrt wird.”

Direkt vor dem Grundstück, das der Firma Rossbacher gehört, hat Papin Sport sich nämlich bereits eine Zone reservieren lassen, auf der die Kleinlaster parken werden, die tausende Räder abholen und nach Innichen zurückbringen. Theurl will das so nicht hinnehmen und verweist darauf, dass das 360° Konzept von Bahn und TVBO den Bahnhof erst zu einem echten Mobilitätzentrum machen würde: „Die komplette Infrastruktur einzig und allein auf italienische Tagestouristen und zwei Monate im Jahr auszurichten, ist jedenfalls fragwürdig.”

Die Arbeit von
dolomitenstadt.at unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Krisenzeiten ist faktenorientierte und schnelle Information wichtig.
Wir arbeiten trotz Rückgang bei den Werbeeinnahmen mit großem Einsatz, um Sie bestmöglich – und kostenlos! – zu informieren.

Wenn Sie unsere journalistische Arbeit mit einem einmaligen Beitrag unterstützen möchten, haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Wir würden uns freuen!

Sie möchten dolomitenstadt.at unterstützen?

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

25 Postings bisher
wolf_c

so gut und schön und richtig die städtebauliche idee dieser -lienz süd- geschichte ist, so kläglich wurde die chance einer gedeihlichen gestaltung innerhalb dieses gedanklichen rahmens verhaut: statt park gibts wieder parken, die klimabündnisgemeinde tut was sie kann … die StVO gesetze werden zum vorteil der auto ausgelegt, warum nicht zum vorteil der radler und/oder fußgänger? ... die direktvergabe eines maßgeblichen bauwerks regt hier niemanden auf, schönheit und qualität sind im kleinstädtischen kriterienkatalog untergeordnet und unbekannt(wir machen alles richtig), einmal ganz abgesehen von den fragwürdigen kosten …

ob die nun liebliche asphaltwüste(statt des möglich gewesenen wunderschönen grünen parks für alle lienzer)klimatauglich weiß angemalen wird, oder ob nicht die vorher bestehenden kleinen 'heime' richtiger und schöner und erweiterungsfähiger und romantischer waren, bleibt für echte drüberfahrer wohl kein kriterium, lienz tut was es kann ... und in weiterer folge ist zu befürchten, daß die tristacherstraße eher doch keine radstrasse wird, warum denn auch?

wie gesagt, in deutschland haut das gericht der regierung die klimamaßnahmen um die ohren, und hier darf jeder klimabündnisbürgermeister plattmachen und versiegeln was geht, österreich und seine bürger als land der drüberfahrer eben, volk begnadet für das sch oder eben nicht …

bin schon gespannt was von dieser zeit denkmal und würdig bleiben wird ...

    Chronos

    @wolf_c, habe mir beim Vorbeifahren mehrmals Gedanken gemacht. In die Richtung, wie Sie das oben ansprechen. Alles Beton und Asphalt! Wo sind die Bäume und die grünen Flächen? Wäre das nicht möglich? Aber vielleicht kommen Sträucher, Pflanzen und Grünflächen noch bis zur Fertigstellung. Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Spanidiga

thomas78....wie schauts aus,könnte man ein Projekt mal fertig werden lassen? Und hätte jemand mal für den wolf_c eine Carrera-Rennbahn mit paar SUV zur Verfügung das er seinen Autofrust ewas abbauen kann.

thomas78

Vielleicht kann mir jemand nochmal den exakten Sinn der neuen Brücke erklären, wenn sie bis dato noch nicht in Betrieb ist, der Parkplatz aber schon. Mir ist es ja egal aber hätte es diese Brücke in dieser Dimension dann gebraucht? Für Fußgänger hätte es ein Steg auch getan aber es wird schon alles seinen Sinn haben...

so ist es vielleicht

Dass die Fr. Bgm. noch immer auf die Variante Tristacherstrasse setzt, ist mir schleierhaft. Es wird egal sein, ob dort ein eckiger Kreisverkehr sein wird. Sobald die ital. Radlfahrermassen hier ankommen, wird der Verkehr sowieso durch deren Chaos gestört sein, da sie sicher nicht in Reih und Glied fein geordnet hintereinander um diesen Kreisverkehr herum fahren werden! Dass man die Variante vorm Schwimmbad gleich über die jetzt breitere Brücke links rüber zum Draupark und rauf zu den Geleisen und dann nördl. vom Wirtschaftspark und per Überführung Tristacherstraße weiter zur Lastenstraße andenkt, ist mir nicht klar. An den betroffenen Grundeigentümern kanns wohl nicht liegen, dass diese Variante nicht weiter verfolgt wird. Dort wär halt der Urlauberradverkehr getrennt vom restl. Verkehr, das ja die Verkehrssicherheit erheblich verbessern würde.

wisdom of crowds

Hoffe dass jedenfalls E-Autos am Bahnhof zur Vermietung angeboten werden. Das würde die Anreise nach Lienz per Bahn wesentlich erleichtern.

mitreder

Liebe Frau Bürgermeisterin, ein Kreisverkehr ist nicht deshalb ein Kreisverkehr, weil in der Mitte ein Kreis ist (soviel zu Ihrem lustigen Gedankenspiel, dass in der Mitte ja genausogut eine quadratische Insel sein könnte), sondern weil die Fahrzeuge da nicht mehr geradeaus, sondern im Kreis fahren (müssen).. und Mittelinseln gibt es in der Stadt wohl mehrere, warum dann also so ein Hin und Her, wenn es eh kein Kreisverkehr wird? Oder doch?

    Chronos

    Ja, @mitreder! Lächerlich, die Argumentation von Frau Blanik - auch wenn es in der Mitte eine quadratische Insel gibt, bleibt es ein Kreisverkehr!

steuerzahler

Warum werden die Fahrräder nicht mit der Bahn nach Innichen transportiert? Mit Kleinlastern hin und her zu brausen finde ich sinnwidrig.

    so ist es vielleicht

    Kann ich nur zu 100% unterstützen! Meine Frage dazu, wie oft wird hier pro Tag auf und abgefahren und wieviel CO2 wird dadurch vermehrt ausgestoßen?

    Warum kann man dafür nicht eigene Wagons verwenden bzw. so umbauen, dass die Fahrräder ganz leicht auf- und wieder abgeladen werden können, ähnlich wie es bei den jetzt verwendeten KFZ auch gemacht wird. Dass die ÖBB für den Radtransport nur diese veralteten "Viehtransportwagons" haben, ist mir schleierhaft. Einfach bis zu drei offene, leicht zu beladende Wagons zur neuen "Papinstation" hinstellen (ein Abstellgleis dafür ist ja ortsnah noch vorhanden) und voll beladen am Abend nach Innichen mitnehmen. Wenns sein muss, dann halt auch mal untertags, sollten so viele Fahrräder ankommen. So wäre für mich Radfahren wirklich umweltfreundlich und die ÖBB verdient auch noch daran!

      bergfex

      Die ÖBB ist dazu zu unflexiebel.

      Gregor Samsa

      @ so ist es vielleicht Sie haben ja Recht, dass dieses veraltete Waggonkonzept weder für die Menschen, die die Räder hinauf- und hinunterheben müssen noch aus zeittechnischer Perspektive sinnvoll ist. Aber nach einer Recherche kommt man zum Schluss, dass es anscheinend (weltweit) noch nichts anderes am Markt gibt. Eine offene Bauweise hätte veilleicht wieder die Nachteile, dass die Räder bei der Auffahrt dann der Witterung ausgesetzt sind (gibt ja vor allem im Sommer immer wieder kurze Gewitter) und dass ein kompaktes Verstauen bei "Lücken" in der Wand vielleicht nicht möglich ist. Aber ich bin voll bei Ihnen, dass das Konzept dieser Waggons noch ausbaufähig ist. Oder zumindest das Niveau so angepasst wird, dass das Rad nur mehr in den Waggon geschoben werden muss.

      Zur Verladung der Papin-Räder zurück in den Zug: wäre sehr begrüßenswert, aber ich denke, dass das leider eher sowohl ein Kostenargument als auch ein Flexibilitätsargument von Papin ist, sie mit Lastern zu führen. Da noch einen Güterzug auf die im Sommer schon sehr ausgelastete Strecke zu setzten ist sicher an den Tagesrandzeiten möglich, am Tag jedenfalls aber zumindest schwierig. Und dann würd Papin sicher argumentieren, dass er bei Radnot die Räder aber jetzt braucht und nicht erst in einer Stunde.

      steuerzahler

      Gebts dem Papin halt drei Waggons, dann kann er sie so wie auch seine Laster entsprechend ausrüsten.

    so ist es vielleicht

    @Gregor: Die Fahrräder sind jetzt auch ungeschützt auf den Ladeflächen der Klein-Lkw, also das sollte kein Problem darstellen. Und wenn man untertags einen Wagon zum Regionalzug nach Innichen dazu hängt, lass ich das auch möglich sein! So einen Wagon mit leicht zugänglicher Verstauzone zu erfinden, kann ebenfalls nicht all zu schwer sein, könnte man als Erfinder gleich ein Patent anmelden. 😉 Im Ernst, es bräuchte nur den Willen dazu! Und wenn ich mir die Aktivitäten der ÖBB so ansehe, wirklich verstaubt ist dieses System eh nimmer, momentan geht ja auf der ganzen Pustertalstrecke richtig was weiter! Hoffentlich auch hier, außerdem wäre es im Sinne des Klimawandels wünschenswert, wenn auch der Personenverkehr nach Innsbruck wieder ohne Dieselbusse auskommt. Das ist für mich der einzig richtige Weg, in eine gesunde Zukunft für Mensch, Tier und Natur!!! 😊

    mitreder

    nicht nur sinnwidrig, sondern auch gefährlich... die fahren teilweise, als ob´s kein Morgen gäbe... und zwar nicht über die Hauptstraße, sondern durch Nebenstraßen von Lienz, Hauptsache, die Strecke scheint 50m kürzer zu sein!

Nasowas

Frau Bgm Blanik meint:......."die Radler werden HEUER nochmals über die Lastenstrasse fahren"! Und wo ab 2022??? ln einem tt-Artikel vom Jahr 2020 sagt Frau Blanik weiters: "Die Radler werden definitiv nicht über die Tristacher Strasse zum Bahnhof geleitet, sondern über die Lastenstrasse!" Die ursprünglich geplante Führung des Radweges sei für Blanik trotz der neuen Bahnhofsbrücke nicht nur heuer sondern auch in Zukunft unrealistisch. Blanik macht im Gespräch mit dolomitenstadt.at vom 03 Juli 2020 unmissverständlich klar, dass sie eine Lenkung des sommerlichen „Radlerstromes“ durch die Tristacherstraße zum Bahnhof für nicht sinnvoll hält. „Der beste Weg für die Italiener führt über die Amlacherbrücke und die Lastenstraße bei den Tanklagern zum neuen Bahnsteig,“ erklärt die Bürgermeisterin. In der "Öffentlichen Bekanntmachung einer mündlichen Verhandlung" vom 22.06.20 , AZ TF/ab 66/1-71, wird eindeutig von einer Kreisverkehrsanlage und deren baulicher Ausgestaltung mit einem Aussendurchmesser von 25 m , gesprochen! Was gilt jetzt?

wolf_c

so scheusslich wirds, wenn experten dürfen

    bergfex

    @wolf_c, wo sind ihre guten Vorschläge? Sie sind doch der , der immer gegen die Autofahrer schreibt.

    Nun wären sie gefordert ihr Wissen ein zu bringen

      wolf_c

      9von10 fachleuten würden diese brücke nicht unbedingt aus technischer, jedoch gewiss aus ästhetischer(vulgo schönheit, und die ist bei diesem bauwerk nicht vorhanden, ganz im gegenteil)funktionaler und städtbaulicher sicht in grundundboden kritisieren, es ist uns dies aber nicht wichtig ... ernstzunehmende stadtverantwortliche würden die direktvergabe an einzelne meiden und bessere qualität für den halben preis bekommen ... moderne fachleute setzen längst auf park statt parken ... und um die wunderbar romantischen lebendigen häuschen der drau entlang auf den minekugelschotter zu entfernen bedarf einer gewissen härte, und die lieben wir hier so ...

andersgedacht

Was wird denn da gebaut ein Mobilitätszentrum für Osttirol und Lienz oder ein Bahnhof für Papin, alles gut und recht aber für 2 Monate im Jahr alles passend zu gestalten ist doch etwas eigenartig. Für alles gibt es ein Konzept nur wie man die Radfahrer in die Innenstadt bringt und zum Kaufen und Konsumieren animiert weiß man noch nicht????? War dafür noch nicht genug Zeit???? Es passiert hierzu seit Jahren nichts! Da lob ich mir das sich hierzu der TVBO Gedanken macht, aber natürlich wichtiger als ein wirkliches Mobilitätszentrum ist ein Parkplatz für den Südtiroler Unternehmer, scheinbar ist da wohl wieder irgendwer gekränkt, dass jemand andere eine Idee hat, vielleicht sogar eine bessere???? Interessant was man mit unseren Steuern und Abgaben so alles machen darf.

    Chronos

    @andersgedacht

    „…scheinbar ist da wohl wieder irgendwer gekränkt, dass jemand anderer eine Idee hat, vielleicht sogar eine bessere????“

    Ich nehme an, dass Sie Blanik (- die Gekränkte) und Theurl (- der mit den besseren Ideen) meinen?! Da stimme ich Ihnen vollkommen zu!

    Mir fällt auf, dass Blanik den Ideen von Theurl nichts abgewinnen kann. Warum? Hat Blanik vor Theurl Angst - politisch? Wäre Franz Theurl ein möglich ernst zu nehmender Bürgermeisterkandidat. Mit einer möglichen unabhängigen Liste und ÖVP Unterstützung? Ist das ein Grund?

    senf

    andersgedacht: interessante schlüsse. FT weiss seit jahren um das projekt MZ. es dürfte wohl wieder einmal so eine nächtliche blitzidee gewesen zu sein, aus der er jetzt öffentlich ansprüche geltend macht, anstatt diese idee bereits in der planungsphase einzubringen und mitzuwirken.

    grundsatzfrage: ist der tvb nun tatsächlich für autovermietung in einer kleinstadt zuständig oder sollte das nicht mit kostenwahrheit in privathänden bleiben und mit dem tvb in seiner angebotspalette kooperieren?

    luftblase?

    und warum sollte da jemand gekränkt sein?

    bin mal gespannt, wie unsere zugreisenden gäste nach der projektumsetzung oder fertigstellung des MZ am bahnhof und die tausenden radfahrer am zieleinlauf des pustertaler radweges begrüßt werden.

    die radfahrer wissen ja nicht, dass sie in sillian eine grenze passieren, denn das alte begrüßungsportal ist dort ja seit jahren hinter einem stapel schnittholz versteckt - und ein neues gibts ja immer noch nicht.

      Chronos

      @lieber senf, es ist zwar nicht das Thema. Aber doch interessant für mich. Ich weiß, dass du FT nicht magst! Bei mir ist es andersrum! Ich hätte erwartet, dass du auf meine Gedanken eingehst... Ich schätze dich als Kenner der Kommunalpolitik. Deshalb an dich die Frage: Wäre mein mögliches und oben beschriebenes Szenario denn vorstellbar? Traust du Blanik noch eine Amtsperiode zu. Für mich ja, weil es gibt in Lienz kaum Alternativen, oder? Aber FT wäre tatsächlich ein ernstzunehmender und "neuer" Kandidat. Blanik hingegen abgestumpft und nicht mehr nah am Menschen!Und ich lehne mich weit aus dem Fenster. FT hätte durchaus sehr gute Chancen mit ÖVP Unterstützung Bürgermeister zu werden. Falls er das denn ins Auge fassen würde. Möglichkeitsform. Was sagst du?

      andersgedacht

      @ senf Allen voran kann man Ideen in Planungsphasen nur dann einbringen wenn man auch endsprechend eingebunden wird. Wenn man es mal sachlich betrachtet, fahren die Radfahrer in Sillian nicht beim Portal vorbei, sondern am Radweg, und die Portale an Bundes- und Landesgrenzen fallen nicht in die Zuständigkeit des TVBO. Auch nicht richtig informiert sind sie darüber das der TVBO die E-Auto/Radvermietung betreiben wird, verhandelt wird das Konzept 360 auf der Basis das die ÖBB Betreiber ist. Der TVBO ist hier nur bemüht die Mobilität der Gäste nach der Zugankunft in Lienz zu fördern und sicherzustellen, ein ähnliches Projekt laufen schon erfolgreich z.B. in Kufstein.