Bürgerinitiative für Erhalt des „Schlossmoar-Idylls“

Renate Hölzl und Laura Winkler kritisieren Franz Theurl und spalten Umweltverein.

Franz Theurl ist empört. Die Nachricht, dass der Verein „Erholungslandschaft Osttirol“ nach einem Leserbrief nun mit einer Petition gegen die Pläne der Lienzer Bergbahnen am Fuße des Hochsteins mobil macht, schmeckt dem Tourismuschef überhaupt nicht. Bei der Talstation soll aus einer Grünfläche ein Parkplatz werden. Durch den angrenzenden Wald wird ein Weg für Rodler und Tourengeher gelegt.

Doch die Pläne der Bergbahnen für das Schlossmoar-Grundstück hätten „für große Empörung in der Osttiroler Bevölkerung gesorgt“, berichten Ökologin Renate Hölzl und Anrainerin Laura Winkler. Nach einem Gespräch mit mehreren LBB-Aufsichtsräten am 2. Juni, das nicht gefruchtet habe, fasste das Duo den Entschluss, eine Bürgerinitiative für den Erhalt des „Schlossmoar-Idylls“ ins Leben zu rufen.

Die Pläne der Lienzer Bergbahnen für den Bereich um die Hochstein-Talstation. Foto: LBB/Theurl

„Aktuell gibt es weder eine Einreichung des Projektes bei den Behörden, noch eine Bauanzeige oder eine naturschutzrechtliche Bewilligung. Allerdings ist der geplante Weg bereits vermessen und ausgesteckt“, kritisiert Laura Winkler, die am Schlossberg wohnt. Die Schlossmoarwiese sei laut Hölzl eine der letzten Streuobstwiesen in Lienz und somit besonderes Kulturgut.

Theurl lässt das nicht gelten. Er betont, dass die Bergbahnen ohnehin nicht die ganze Wiese verwenden und umweltschonend bauen würden: „Der Parkplatz wird mit Granulat angelegt, also nicht asphaltiert. Außerdem sprechen wir hier über das Grundstück eines Unternehmens, das dieses bereits um 1,6 Mio. Euro gekauft hat.“ Die Ökologin Hölzl sorgt sich auch um den Baumbestand, Theurl hält abermals dagegen: „Für drei faule Obstbäume den Fortbestand des Hochsteins und die Aufrechterhaltung des Wintersportbetriebes aufs Spiel zu setzen hat mit Verhältnismäßigkeit nichts mehr zu tun.“

Franz Theurl, Aufsichtsratsvorsitzender der LBB, stößt sich am Gegenwind für die Hochstein-Pläne: „Das ist ungeheuerlich.“ Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Der Touristiker versteht die Aufregung nicht. Immerhin sei die Fläche bereits 2010 als touristische Baufläche gewidmet worden: „Dieser Widmung liegt ein Gutachten der Firma Revital zu Grunde.“ Dieses Argument spricht ihm wiederum Hölzl ab und auch der Geschäftsführer des auf Naturraumplanung spezialisierten Unternehmens, Klaus Michor, bestätigt auf Anfrage von dolomitenstadt.at: „Wir haben damit nichts zu tun.“

Laut Michor war das Grundstück vorher eine sogenannte Freihaltefläche, für deren Umwidmung die Architektengemeinschaft um Wolfgang Mayr ein Gutachten erstellt habe: „Eine Widmung für eine Freihaltefläche ist aber gar nicht so einfach.“ Revital habe sich zwar vor vielen Jahren für die Errichtung des „Osttirodlers“ mit dem Hochstein beschäftigt, das Schlossmoar-Grundstück blieb damals aber außen vor.

Verhindern letzten Endes die gefährdeten Haselmäuse den neuen Parkplatz? Laut Ökologin Renate Hölzl leben die Tiere im „Schlossmoar-Idyll“. Foto: Philipp Larch

„Die Fläche zeichnet sich durch eine hohe Artenvielfalt aus und gilt daher in Österreich als besonders schützenswerter Biotoptyp“, wirft Hölzl ein. Sie sieht die Wiese als „Hotspot der Artenvielfalt“. Gefährdete Tiere wie die Haselmaus hätten sich hier niedergelassen. Die Gattung gilt laut EU-Richtlinie als streng geschützt. Um auf Nummer sicher zu gehen, würde Michor empfehlen, „sich das genau anzuschauen.“

Für Hölzl und Winkler steht fest: „Es braucht eine Alternative.“ Die Projektgegner bringen den Terlagofeld-Parkplatz auf der anderen Straßenseite der B100 ins Spiel: „Dort gibt es etwa 150 Stellplätze für Autos, also genug Platz.“ Dem Duo sei aber mitgeteilt worden, dass dort künftig nur noch Busse parken sollen. Von einem reinen Busparkplatz will aber Franz Theurl nichts wissen.

Anrainerin Laura Winkler und Ökologin Renate Hölzl wollen den neuen Parkplatz verhindern. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Die Pläne der Bergbahnen sieht der Touristiker trotz allem nicht in Gefahr, vielmehr erwarte er sich Konsequenzen für Hölzl im Verein Erholungslandschaft: „Bei dem Gespräch am 2. Juni drückte selbst Ehrenmitglied Wolfgang Retter sein Wohlwollen aus.“

Tatsächlich fordert der Verein Hölzl in einer Reaktion am Freitag einstimmig zum Rücktritt auf. Der Unmut im Verein sei groß. „Der Vorstand kam zur Auffassung, dass die Schaffung von Parkplätzen im dargelegten Ausmaß sowie die Errichtung des Rodel- und Bikeweges bis zur Talstation als sehr maßvoll geplant und daher als vertretbar erachtet wird“, heißt es in einer Aussendung des Vereins, der seine Aufgaben in übergeordneten Maßnahmen und Aktivitäten zur Erhaltung der Erholungslandschaft Osttirol sieht.

Die Lehrerin sammelt nun als Privatperson gemeinsam mit Winkler Unterschriften gegen die Pläne der LBB. Bereits am ersten Tag hätten online 400 Leute die Petition zur Erhaltung des Schlossmoar-Idylls unterschrieben.

*Dieser Artikel wurde am 11. Juni um 12:15 Uhr aktualisiert.

Die Arbeit von
dolomitenstadt.at unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Krisenzeiten ist faktenorientierte und schnelle Information wichtig.
Wir arbeiten trotz Rückgang bei den Werbeeinnahmen mit großem Einsatz, um Sie bestmöglich – und kostenlos! – zu informieren.

Wenn Sie unsere journalistische Arbeit mit einem einmaligen Beitrag unterstützen möchten, haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Wir würden uns freuen!

Sie möchten dolomitenstadt.at unterstützen?

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

65 Postings bisher
Nikolaus F. Pedarnig

Naja, irgendwie ähnelt die Diskussion jener beim Bau der Sommerrodelbahn. Frau BGM: Fragen Sie doch mal den Souverän, sprich die Bevölkerung. Mit fachlich objektiv, und vorher geführten, öffentlichen Expertenhearings. Das wäre ein Dienstleitungsverständnis.

rosemarie

senf, leider geht es mir genau so! Kein Posting mehr zu diesem Thema!

senf

an die redaktion der dolomitenstadt. at

nachdem das ursprünglich noble, tolle und spannende forum der dolomitenststadt.at durch redaktionellen einfluss offensichtlich leider immer mehr und mehr zensuriert wird, sehe ich keinen anlass für weitere posting ich verwehre mich gegen die ständige meinungsverbreitung, dass es in osttirol nur "deppen, raumordnungsdoddeln, lobbyseilschaften, bornierte technokraten mit ständigen unterstellungen und diffarmierungen gibt. keine dieser anspielungen bietet lössungsansätze für die zukunft der region.

im gegenteil, ich finde , es ist nur billiges und hassgesteuertes gefasel aus der untersten schublade, das niemanden dient.

    Magua

    Da beschwert sich gerade derjenige der mit seinem Senf zu wirklich jedem Thema oft genug einen venünftigen Diskussionsstil vermissen lies. Wir werden Dich nicht vemissen!

    Gertrude

    Jeder wie er meint. Es zwingt sie ja niemand.

    Nur, auch Sie haben im Laufe der Zeit viele sehr kritische, persönliche Angriffe gegen mich und diverse Mitposter geäußert.

    Meinungsfreiheit gilt für alle, auch für uns.

Muenchner

Mich hat es eh scho immer gewundert das es hier nicht läuft wie in andere Tourismus Regionen . Wilder Kaiser fährt alle halbe Stunde a Bus zu alle Bergbahnen , Badeseen und sonstige touristische Orte , im Winter noch regelmäßiger . Selbe im Stubaital , St.Anton , Zillertal . Da lassen viele Einheimische ihr Auto in der Garage und Touristen sowieso . Die Buse sind teilweise randvoll . Die Tourismusverbände machen damit gute Werbung und es werd super angenommen . Also liegt der Fehler am Osttiroler Tourismusverband .

Parkplätze braucht es nicht , höchstens für die jungen Biker , Wassersportler usw a Möglichkeit mit ihre Camper legal zu Campen unter ihres gleichen . Im Moment überall im Stadtgebiet verteilt die Camper in ihre VW Busse . Hotel ?! Ich finde das für die jungen Sportler a Hostel in der Stadt fehlt , a cooles Haus für Downhiller ,Wassersportler, Freerider und junge Wanderer

Zahlungskräftige Gäste für die Zukunft .

Die Streuobstwiese mit dem weidenden Jungvieh finde ich super schön ,a Tourist der dorthin kommt erfreut sich über dieses Bild .

brunzifab

Jetzt hat der Tourismusverband mal ein Konzept...dann sollten die Leute das nicht immer kritisieren, sondern mal damit glücklich sein, dass sie den Berg Hochstein beleben wollen. Und ganz ehrlich, diese Grünfläche am Fuße vom Hochstein ist schon seit Jahren ein toter Platz.

    senf

    TVB- welches konzept? Ist ein Parklplatz ein Konzept?

    chiller336

    du bist ein träumer ..... mach dir die mühe und geh mal um 5 in der früh dorthin, dann wirst erleben was wahre natur ist - sogar wenige meter neben der bundesstraße

georgyj

Typisch für die vorgestrigen Beton und Asphaltköpfe der Konservativen. Das Einzige, was Osttirol seinen Gästen zu bieten hat, ist der Rest an einigermaßen unberührter Natur und alten Dörfern. Der defizitäre Pimperllift am Hochstein lockt niemanden, auch nicht der läppische Osttirodler. Echte Skigebiete hat man in Nordtirol und Salzburg. Die MTB Trails kamen um 15 Jahre zu spät. Mit einer unnachahmlichen Konsequenz werden in Osttirol die schönsten Plätze zubetoniert und versiegelt, da steht einem nur noch der Mund offen. Die Wirtschaft lebt offenbar gut von der Zerstörung der eigenen Zukunft. Abgesehen von den bereits zahlreich vorhandenen Parkplätzen kommt auch niemand auf die Idee, potentielle Besucher anders, als mit dem eigenen Auto zum Hochstein bringen zu können. Wie überhaupt Lienz in einer Art vom Auto abhängig ist, die an die er Jahre des vorigen Jahrhunderts erinnert. In der Schweiz würde eine Parkplatzerweiterung wie auf der Faschingalm niemals durchgehen, da kommt man mit der Seilbahn auf den Berg, oder gar nicht.

    miraculix

    Absolut richtige "Diagnose"! Unsere "Spezialisten" vom TVB sind eigentlich mit allem 15 Jahre hintennach - Gott sei Dank!

    Das wenige, wo wir ein Alleinstellungsmerkmal haben, wird verschlafen. Z. B der Ansturm der Tages-Radfahrer aus Südtirol wird viel zu wenig in Wertschöpfung umgewandelt. Der Nationalpark wurde zuerst verhindert und bekämpft, dann jahrzehntelang behindert und versteckt, sowohl von regionalen Politikern als auch Touristikern. (absichtlich nicht gegendert!)

    Hat nicht der Herr FT erst jüngst über die gute Buchungssituation für den kommenden Sommer gejubelt und selbst die "unberührte Natur" als Hauptgrund angeführt? Im Gegensatz zu den Tourismusfachmenschen haben andere schon länger kapiert und auch propagiert, dass Wertschöpfung auch abseits vom Mainstream möglich ist. Möchte-Gern-Großschigebiete oder ...-Downhill-Zentren oder was auch immer: Von anderswo Abgeschautes wird auch zukünftig keine Wunder wirken!

    Wäre doch eine famose Sache, wenn die vielen Zwangs-Mitglieder im TVB einmal zur Vollversammlung kämen und dafür sorgten, dass aus dem etwas gemacht wird, was vorhanden ist!

r.ingruber

In dieser Idylle stand einst das Atelier eines bedeutenden Malers. Wenn man auf dem Parkplatz nicht wenigstens eine Gedenktafel aufstellt, wird nicht nur unser ökologischer, sondern auch unser kultureller Alzheimer beschleunigt.

Thomas Haidenberger

Die Stadt Lienz ist wahrlich "autogerecht" genug ausgebaut. Zusätzlicher Platz für Autos, insbesondere für den "ruhenden Verkehr" ist nicht das, was die Lebensqualität steigern kann.

miraculix

Es ist nicht "der Verein", der Obfrau Mag. Renate Hölzl zum Rücktritt auffordert, es sind Mitglieder des Vorstandes, die zugleich in hoher Position beim TVB involviert sind . Dass Kassaprüfer nicht Teil eines Vereinsvorstandes sind, hat ja Sepp Brugger schon klargestellt. Wenn ein Teil des Vorstandes mit der Obfrau nicht einer Meinung ist, dann kann das natürlich veröffentlicht werden, aber nicht im Namen des Vereins!

Ich bin sicher, dass ein großer Teil der Vereinsmitglieder des VEO sehr wohl der Meinung sind, dass eine der seltenen im Raum Lienz noch erhaltenen Streuobstwiesen ökologisch wertvoller ist als ein Parkplatz! Bitte weiter so, Renate!

Sollte es tatsächlich zu Neuwahlen im Vorstand des VEO kommen, wären die Mitglieder wahrscheilich gutberaten, nicht weiterhin Böcke zu Gärtnern zu machen.

wolf_c

die stadtgemeinde als oberste baubehörde hängt im eigenen entwicklungskonzept verfangen fest. es sollte den neuen prioritäten angepasst werden, um wieder rechtssicherheit zu schaffen; die letzten beispiele von umweltzerstörung durch brutale widmungen erfahren immer mehr widerspruch, mit relativ einfachen anpassungen könnte gut abhilfe geschaffen werden, noch dazu mit komfortgewinn für alle! zb könnte ein wenig mehr zuFuß gehen, so bis zu 300mca(entspricht in etwa einer runde durch den interspar),den körperlichen komfort sehr erhöhen, vor allem wenn dabei noch vogelgezwitscher oder kinderlachen zu hören wäre; dies wäre eine erfreuliche konsequenz moderner raumplanung ...

Anthony Soprano

Ich bin wirklich enttäuscht... In unserer momentanen Situation sollten wir doch wirklich gelernt haben, dass uns höher, schneller, weiter, nicht wirklich weiterbringt! Im Winter brauche ich den Parkplatz nicht, denn da ist der Parkplatz ohne Erweiterung auch groß genug! Die 100 Skifahrer pro Tag haben aktuell auch Platz und der Rest sind Tourengeher und die können doch wohl vom unteren Parkplatz losgehen. Wir haben nur einen Planeten und wir haben begrenzte Ressourcen! Warum schützen wir unsere Heimat nicht? Unsere Tourismusfachleute müssen doch bitte die Chance erkennen, die unsere Natur bietet! Radfahrer brauchen keinen zusätzlichen Parkplatz, denn die können auch von einem 500 Meter entfernten Platz starten...

Sepp Brugger

Renate Hölzl ist Obfrau des Vereines Erholungslandschaft Osttirol. Zu den Aufgaben einer Obfrau gehört die Vertretung des Vereines nach außen. Franz Theuerl ist Obmann des TVB und vertritt diesen nach außen. Im Verein Erholungslandschaft ist er Rechnungsprüfer und somit nicht Teil des Vorstandes. Ich frage mich daher, in welcher Funktion Franz Theuerl gegen die Obfrau wettert. Wer spaltet hier also? Zu den Aufgaben des Vereines gehört die Erhaltung unberührter Naturlebensräume und traditioneller Kulurlandschaften mit ihrer unglaublichen Artenvielfalt. Renate Hölzl hat also nur ihren Auftrag als Obfrau des Vereines erfüllt. Die Kritik am Parklplatz ist gerechtfertigt. Die drohende Klimakrise erfordert eine Verringerung des Verkehrsaufkommens. Abgesehen davon, dass ein Granulat nicht viel an der Versiegelung des Bodens ändert, wir durch den Parkplatz ein zusäzliches Verkehrsaufkommen gefördert. Wozu gibt es dann Skibusse in Lienz? Durch den Ausbau des Bussystems sollte der Privatverkehr reduziert werden. Wozu also noch mehr Parkplätze? sepp brugger

    Flori98

    ganz einfach, weil ein Skibus an den modernen Anforderungen in der heutigen Zeit vorbei geht und nicht angenommen wird. Träumen sie weiter, Herr Brugger!

    Nickname

    hab nicht gesehen, dass irgendein Skibus bezirksweit gefahren ist und ja, Bergbahnen werden auch von Nichtlienzna benutzt. sprich, jeder, der nicht in Lienz wohnt braucht einen Parkplatz 🤔

    PrinzessinL

    Wer ist denn Teil des Vorstandes?

tauernwind

Die Frau Winkler ist doch die Dame die am Fuße des Schlossberges wohnt und wie ich es beobachtet habe viele Schlossbesucher darauf hinweist das man die Grünflächen nicht betreten darf. Für mich war es besonders amüsant weil die nicht deutschsprachigen Gäste nur verdutzt schauten. Und nun soll eine sehr große Fläche geschützt werden die man dann ja wohl auch nicht betreten darf, am besten selber kaufen dann kann man anschaffen 😉

    miraculix

    @tauernwind Was hat denn das mit dem geplanten Parkplatz zu tun???

      tauernwind

      Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Wenn es nur um den Schutz geht, damit dann kein Mensch seinen Fuß reinsetzen darf, denke ich einfach das Frau Winkler als Anrainerin keinen noch größeren Parkplatz neben Ihrem Haus haben will.

Alpenbock

Privat? Soviel ich weiß ist die Stadt Lienz Mitbesitzer der LBB, oder nicht?

    Flori98

    Auch wenn die Stadt Lienz an den Lienzer Bergbahnen beteiligt ist, bleibt es eine private Aktiengesellschaft, die über ihren Besitz frei entscheiden kann. wo kämen wir denn hin, wenn bei jedem Bauvorhaben einer privaten Firma Bürgerinitiativen das Projekt verhindern könnten, weil dort vielleicht geschützte Maulwürfe in der Erde buddeln oder eine Fledermaus ihr Zuhause im alten Mauerwerk gefunden hat. Liebe Frau Hölzl und Frau Winkler: wir haben in Osttirol so viel wunderschöne, unberührte Natur mit dem Nationalpark Hohe Tauern vor der Haustür. Der geplante Weg für Rodler, Biker und Skitourengeher ist eine sinnvolle Investition und bringt mit Sicherheit eine Frequenzsteigerung für die Bergbahnen. Der Hochstein ist mittlerweile zu einem Erlebnisberg für die ganze Familie geworden und wird in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen. Und dazu sind nunmal auch ausreichend Parkmöglichkeiten notwendig. Zudem wird lt. Plan nur ca. die Hälfte der Wiese zu Parkplätzen umfunktioniert und außerdem nicht asphaltiert, sondern geschottert und auch mit Bäumen bepflanzt. Also alles in allem ein sehr naturverträgliches Bauvorhaben.

      SCHWARZER Hannes

      Ich weiß zwar nicht, wie Sie privat und öffentlich unterscheiden, wenn aber die Eigentümer ( zu 98,xy% ) Stadtgemeinde Lienz und Tourismusverband Osttirol heissen, ist das meiner Meinung nach eine 'öffentliche' AG. Immerhin dürfen ja Stadt und TVBO auch immer wieder brav Gelder zuschiessen. Es ist gar nicht so lange her, dass sich die LBB ohne Zuschuß der Stadt (glaublich € 300.000.- ) einen Hochsteinbetrieb im Winter gar nicht leisten konnten. Oder waren das Ihre, privaten, Gelder ?

      so ist es vielleicht

      Typisches Denken aus den 70' ern....aber damals wusste man vieles leider noch nicht besser, wenn man sich ansieht, wieviele Gärten damals in LZ zuasfaltiert wurden....🤦‍♀️

      wolf_c

      '' ... Natur mit dem Nationalpark Hohe Tauern vor der Haustür ... '' : bei unseren meisten mitmenschen dürfte vor der haustür eine mehr- und weniger grausige autostrasse sein, und keine wohnstrasse oder gleichwertiges, und der Nationalpark wird noch dazu mindestens 10km weit weg sein ...

      laurawin100

      Wer genau schaut, erkennt die 4 Reihen Parkplatz, die die gesamte Fläche der Wiese ersetzen sollen. Das wird einfach super schön und ein traumhafter Anblick Richtung Schloss!! Vor allem, wenn dann 119 Autos dort stehen. Echt klass!

bergliebe

Also das ganze klingt schon fast nach einer "grünen Enteignung"...

Zusammenfassend hat ein Privater seinen Grund mit touristischer Widmung an ein Unternehmen verkauft, welches nun basierend auf dieser Widmung einen Parkplatz bauen möchte. Und die Grünen rund um Frau Hölzl und Frau Winkler tun so als ob dieses Grundstück in ihrem "Eigentum" ist, sie darüber entscheiden können was damit passiert und bezeichnen es gar als Naherholungsgebiet für Lienz? Geht's noch???

Da habe ich schon fast Angst, wenn ich in meinem Garten einen Baum fällen oder meine Hecke stutzen möchte, dass die Damen nicht gleich Gewehr bei Fuss mit einer Anzeige stehen.

    SCHWARZER Hannes

    Ich darf korrigieren: vor ca. 12 Jahren haben der (jetzt) ehemalige Eigentümer und Weitere um die Flächenwidmung zur Errichtung eines Hotels angesucht und auch bekommen. Seit damals ist auf diesem Grundstück eine Widmung Sonderfläche Hotel. Ist ein Parkplatz ein Hotel ?... ja, zur Unterbringung von KFZ's vielleicht.

manchmalgottseidankexilosttiroler

Mit den drei faulen Obstbäumen hat Herr Theurl als Metapher wohl den alten Krempel gemeint,mit denen er ein Skigebiet betreibt.Dafür einen weiteren Parkplatz zu bauen ist völlig sinnbefreit.Das Skigebiet wird untergehen, so sicher wie die Isel in die Drau fließt.

Alpenbock

Da scheinen ein paar Autofahrer recht nervös zu sein.... Wenn mutiges Engagement für die Umwelt einen "Umwelt"-verein spaltet, Prost Mahlzeit!! Da ist es nicht weit her mit der Demokratie!!

Gertrude

Weltweit gibt es ein großes Umdenken beim Erhalt von alter Kulturlandschaft- bei uns in Osttirol anscheinend noch nicht.

Jeder Tourist und auch Einheimische freut sich, wenn er zum Schloß Bruck wandert und diesen herrlichen, alten Garten bewundern kann.

Nun möchte Herr Theuerl daraus eine Parkfläche schaffen, wie ewig gestrig ist denn das? Diese präpotente Art, über alle An- und Einwohner zu bestimmen finde ich unerträglich.

Naturschutz sollte für den Tourismus sehr wichtig sein, für Herrn Theuerl ist er es anscheinend nicht.

    bergfex

    Sie meinen diesen herrlichen, alten , teilweise verwilderten , mit einer hässlichen Ruine ausgestatteten Garten ???

    Nasowas

    Präpotenz ist für mich auch, wenn fremde Menschen über die Nutzung meines Eigentums bestimmen wollen!

      chiller336

      WENNS denn FTs privateigentum wäre - isses aber nicht

      Burgi

      Das Schlossmoar-Grundstück gehört ja nicht Franz Theurl als Privatperson!!! Er verwaltet es für die Öffentlichkeit und sollte daher vielleicht darauf hören, dass die Öffentlichkeit nicht davon überzeugt ist, dass man eine wertvolle Streuobstwiese für einen sinnlosen Parkplatz zerstört! Gerade jetzt, wo in den obersten Gremien des Landes Tirol ein Schwenk zur Erhaltung von Natur- und Kulturlandschaft stattgefunden hat, weil man erkannt hat, wie wichtig diese für den Tourismus sind, hat der Obmann des TVBO nichts besseres zu tun, als ebensolche Flächen zu zerstören! Mir persönlich leuchtet es wirklich nicht ein, inwiefern ein weiterer Parkplatz zur Belebung des Gebietes beitragen sollte! Warum sollten plötzlich mehr Menschen in das Gebiet kommen, nur weil es mehr Parkplätze gibt? Urlaub am Parkplatz?

stadtbewohner

FT hat sowas von recht! Diese 2 Hardcore-Umweltschützerinnen glauben, einem Privateigentümer vorschreiben zu können, ob und wie etwas gebaut werden kann. Ich glaube, es gibt wichtigere Themen, denen sich die beiden widmen sollten, oder spielen dabei Privatinteressen (Anrainer) eine Rolle und der Verein zum Schutz der Erholungslanschaft Osttirol wird nur vorgeschoben? Immer das gleiche Theater, hier brütet ein seltener Vogel, dort wohnt eine noch nie gehörte Haselmaus! Müssen oder sollen wir auf Alles und Jedes zu Lasten einer wesentlichen Komfortverbesserung (noch dazu in so einem geringen Ausmaß) verzichten?

    wolf_c

    mit zwei auto hat man den doppelten komfort mit fünf auto den ??? komfort; die gemeinderäte unterstützen Sie bestens in Ihren komfortbestrebungen, seien sie unbesorgt; weitere parkplatzflächen verlangt das gesetz, dieses ist auf Ihrer seite und Sie dürfen gesetzlich gedeckt ruhig weiter Ihre umwelt bekriegen und verschönern mit den lebensfrohen auto; ob in Ihrer prioritätenliste jedoch gute luft und sauberes wasser einen hohen stellenwert hat, oder doch Ihrem komfortdenken untergeordnet ist, wird sich zeigen, wir tun halt was für die klimakrise, zsammhaltn und so ...

      so ist es vielleicht

      Herr wolf_c, hat Ihr Vater dieser Parkplatzerweiterung tatsächlich wohlwollend zugestimmt? Schwer vorstellbar... 🤔 Ich hab die Petition mal unterschrieben, schon auch deshalb, da FT wieder mal nur sein Süppchen kocht und dann alle vor vollendete Tatsachen stellt. Die Stadtgemeinde wollte auch mal Parkplätze im Krankenhausgarten oder am Wasserrain errichten. Ist nie was draus geworden, da es die Bevölkerung nicht wollte! 👌🏻

      Ein eingeschossiges Parkhaus am tieferliegenden Terlagoparkplatz wär mal eine Alternative, gleichzeitig mit einer Überführung über die B100 würde dort so ein Gebäude gar nicht mal auffallen oder stören, da man es praktisch nicht sieht. Ich verstehe nicht, wie lange man weiterhin alles dem Auto unterordnen will, es gibt doch Alternativen!!! Und eines ist auch klar, rückgebaut wurde ein Parkplatz noch nie, diese Wiese wäre dann zugeschottert auf "ewig"!

    SCHWARZER Hannes

    @stadtbewohner: es dürfte Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit entgangen sein, dass wir im 21. Jahrhundert leben: vielerorts herrscht mittlerweile eine Diskussionskultur jenseits von Beleidigungen und persönlichen Angriffen, nicht so offenbar in Osttirol. Können Sie auch sachlich diskutieren ?

    ..und ja: die öffentliche Hand kann einem privaten vorschreiben, ob und wie gebaut wird. Ich möchte Sie aufschreien 'sehen', wenn Ihnen Ihr Nachbar ein 4 stöckiges Wohnhaus an die Grundgrenze stellt !! Da darf der Anrainer mitsprechen, da gibt es Bauvorschriften, die Bebauungsdichte, Abstände und Höhen regeln.. und stellen Sie sich vor, das gilt auch für Parkplätze.

    Es ist das legitime Recht eines jeden Einzelnen - in einer Demokratie, und in einer solchen leben wir ja (noch), auch wenn es manche HANGER - Fans nicht wahrhaben wollen - sich über die Ausgestaltung unseres unmittelbaren Lebensraumes Gedanken zu machen und - Sie werden es nicht glauben - diese auch noch auszusprechen !! Wo gibt's denn sowas ????

    Bin auf die Bauverhandlung gespannt.

      stadtbewohner

      Ich gehe mal davon aus, dass beim vorliegenden Projekt alle Bauvorschriften berücksichtigt werden. Und ja, ich wäre auch nicht begeistert, wenn mein Nachbar mir ein 4-stöckiges Wohnhaus vor die Nase setzen würde. Aber wenn alle Vorschriften (Abstand, Höhe) eingehalten werden, werde ich damit leben müssen. Hier geht es aber nicht um einen Wohnblock, sondern um einen naturnahe (geschottert, bepflanzt) angelegten Parkplatz, welcher für ein funktionierendes Skigebiet und Naherholungsgebiet erforderlich ist. Bei meiner Wahl, welches Skigebiet ich anfahre, sind folgende Kriterien ausschlaggebend: 1. Qualität des Skigebietes (moderne Liftanlagen, schöne Pisten) 2. stehen ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung? An stark frequentierten Tagen meide ich z.B. das Zettersfeld, weil mich interessiert das Parken oben nahe dem Gaimberger Feuerwehrhaus überhaupt nicht. So fahre ich entweder nach Sillian oder Matrei. Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass dies viele auch so ähnlich sehen.

    so ist es vielleicht

    @stadtbewohner naturnaher Parkplatz, sowas gibts dann wohl doch nicht 🙈

    laurawin100

    Danke für die Beförderung zur Hardcore-Umweltschützerin😂😁, das bin ich seit 40 Jahren aus vollster Überzeugung.

    Übrigens laut FT sind wir alle am Schlossberg, Schloßgasse, Alleestr. nicht Anrainer, da die Straße dazwischen ist... 🤣🤣🤣

steuerzahler

Gegen den neuen Weg ist nichts einzuwenden. Aber warum müssen Parkplätze oberirdisch sein? Eine dreigeschoßige Tiefgarage unter dem alten Parkplatz tuts wohl auch. Ausfahrt mit Liftkarte oder gegen Parkgebühr.

    Kiew

    Eine Tiefgarage wäre eine gute Idee, ist aber möglicherweie viel zu teuer!

      SCHWARZER Hannes

      ... oder ein Parkdeck über dem Terlagofeldparkplatz ?

      steuerzahler

      Es muß nicht immer das Billigste sein. Eine akzeptable Lösung für alle wird sicher ein wenig teurer werden. Allerdings läßt sich damit auch kassieren und wenn die Tiefgarage gut erreichbar und leistbar ist, könnte sie sich selbst finanzieren.

    bergfex

    Ihr Posting ist wohl ironisch gemeint.

    Haben sie daran gedacht was eine dreigeschossige tiefgarage kostet und was ein geschotterter Parkplatz, den man wenn nötig, auch wieder zurück bauen kann.

      steuerzahler

      Ich glaube nicht, daß jemals auch nur ein geschotteter Parkplatz zurückgebaut wird.

    stadtbewohner

    Das Geld für eine Tiefgarage wäre für eine Erneuerung des Doppelsesselliftes bis zur Hochsteinhütte besser investiert.

    miraculix

    Vielleicht wäre es besser, ein überirdisches Parkdeck auf dem bestehenden Parkplatz bei der Talstation zu errichten. Dann könnten gleich die Tribünen für die Weltcuprennen integriert werden und der Kinder-Bikepark auf das Dach verlegt werden ... Gegen die Überbauung eines bestehenden Parkplatzes gäbe es sicher keinerlei Widerstand!

Kiew

Wenn man bei normalen Wintertagen das Gedränge und die oft unzumutbaren Zustände am Parkplatz neben der Liftanlage sieht und auch die Besetzung am zweiten Parkplatz, ist der Wunsch nach mehr Parkplätzen nachvollziehbar. Zudem kann man mit den heutigen Skischuhen nicht mehr lange Wege gehen, dafür sind sie meist nicht geschaffen. Den nicht eigenen Parkplatz beim Mobilitätszentrum und mit Öffis zum Hochstein zu fahren - die jetzt meist leer fahren und in Zukunft halbstündig verkehren sollen - ist vor nehm ausgedrückt ein Wunschtraum für die Zukunft!

    steuerzahler

    Am Zettersfeldparkplatz geht man manchmal noch weiter. Man könnte ja einen Weg mit Gummimatten belegen.

      bergfex

      Man könnte auch Gummimatten über die B 108 legen (Ironie aus) Den unteren Parkplatz als Busparkplatz nehmen finde ich eine schlechte Idee. Sollen die Leute dann alle im Gänsemarsch über die B108 marschieren? Die Busse sollten am Prkplatz Mühlgasse stationiert sein, da er nahe am Stadtkern ist.

    chiller336

    lächerlich .... mit den heutigen schischuhen kann man nicht mehr lange wege gehen .....aber den ganzn tag shcifahren geht schon oder? sofern man nicht den ganzn tag in der hütte verbringt tz tz ... nur weil einige auserkorene zu faul sind, a paar schritte zu gehn und am liebstn überhaupt gleich vom auto in die gondel zu steigen soll der fleck zu einem parkplatz verkommen?? dass euch nicht schämts ihr "sportler"

    Anthony Soprano

    @ Kiew, sie glauben also, dass die CHEMIE zwischen dem Osttiroler und den Öffis nicht passt?

Nasowas

Weiters kann die Idee eines Shuttlebuses (Busse sollen beim Mobilitätszentrum parken und die Personen mittels Shuttle zur hochsteinbahn gebracht werden) nur eine weitere Schnapsidee sein! Noch mehr Verkehr auf der belasteten B 100! Man kann nicht immer gegen alles sein, auch die Haselmäuse werden einen neuen Unterschlupf finden.

    MagdaLe

    Die B100 ist sehr stark belastet, aber ein weiterer Parkplatz, der noch mehr Autos anlockt, kann nicht die Lösung sein. Shuttlebusse würden (wenn sie angenommen werden) die Verkehrssituation eher entlasten!

      Flori98

      Die Haltestellen des Shuttlebus in der Stadt oder den Umlandgemeinden liegen meist in größerer Entfernung von der eigenen Wohnung oder Haus. Und ich bin mir sicher, die meisten Kritiker des geplanten Parkplatzes benützen dann doch selber das eigene Auto, um dorthin zu fahren (zumindest im Winter, sofern sie überhaupt Skifahrer oder Tourengeher oder Rodler sind). Das ist die Realität, alles andere nur grünes Wunschdenken! Ein Skigebiet oder Ausflugsziel muss heutzutage ausreichend Parkmöglichkeiten anbieten, damit es auch angenommen wird. Alles andere ist realitätsfremd und trägt nicht dazu bei, den Hochstein als wertvollen Erlebnisberg für die ganze Familie zu erhalten.

wolf_c

es ist sowieso merkwürdig wenn leute finden, daß noch mehr autos unseren hässlichsten heimattalboden verschönern würden und die lebens- und umweltqualität dazu; noch viel merkwürdiger ist, daß in diesem fall nicht der gemeinderat, die raumordner, die wohnbauer mit ihren planern, die fabrikateure oder häuslbauer oder sonstwelche hardcoreumweltzerstörer diese verantworten wollen, sondern ausgerechnet TOURISMUS MACHER zeigen wie sie mit dem rohstoff natur umzugehen gedenken, man darf sich wundern ...

    bergfex

    Ist bei ihnen zuhause der Heimatboden so hässlich? Dann müssen sie ihn mit Grün verschönern und Fahrräder hinein stellen. 😂😅😆😇