Roxana Küwen wusste das Publikum wie schon am Nachmittag auch am Abend - mit einem anderen Programm - zu begeistern. Alle Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Roxana Küwen wusste das Publikum wie schon am Nachmittag auch am Abend - mit einem anderen Programm - zu begeistern. Alle Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Olala-Shortcuts mit Akrobatik und Farbenspielen

Auch am Donnerstagabend sind auf der Olala-Bühne zirkusreife Shows zu bewundern.

Das heurige Olala-Festival mag zwar anders sein als gewohnt, doch die andere Umsetzung birgt auch ihre Vorteile: Wäre bei einem „normalen“ Straßentheater die gestrige Abendveranstaltung wohl sprichwörtlich „ins Wasser gefallen“, machte es die zirkusähnliche Umsetzung im heurigen Jahr um einiges wetterfester.

So wirkt der Skyliner – jenes zirkusdach-ähnliche Zelt unter dem die Künstler:innen heuer am Ebnerfeld performen – bei Sonnenschein als überdimensionierter Sonnenschirm und bei Regenwetter eben wie ein riesengroßer Regenschirm. Seitlich außen bestand gestern zwar trotzdem die Gefahr einige Regentropfen abzubekommen, doch das Publikum behalf sich ganz einfach mit gelben Olala-Ponchos und so konnte das Programm beinahe reibungslos über die Bühne gehen.

Zirkusartig mutete die gestrige Abendveranstaltung unter dem Skyliner an.

„Gründet doch in Osttirol eine Zirkusschule, damit eure Kinder in Zeiten wie diesen eine ‚gscheite‘ Ausbildung bekommen“, meinte Moderator Christian Hölbling zwischen zwei der Acts. Vor welcher Akrobatik-Show ihm das in den Sinn kam, lässt sich im Nachhinein gar nicht mehr genau sagen. Immerhin war der Großteil der Vorführungen am gestrigen Abend mehr als zirkusreif.

Bei den beiden Ungarn „Sanyi & Gyula“ scheint die Körperbeherrschung bis in die letzte Muskelfaser ihres Körpers zu reichen. Durch ihre goldfarbene Bemalung könnte man fast meinen, es wären Statuen, die sich da auf der Bühne zu epischer Musik bewegen.

Körperbeherrschung bis in die kleine Zehe bei den beiden Ungarn „Sanyi & Gyula“.

Körperbeherrschung ist auch bei der erst 26 Jahre alten Orissa Kelly gefragt. Die Engländerin beeindruckt mit spektakulärer Handstandakrobatik, während sie es schafft, mit den Füßen Pfeil und Bogen aufzuziehen und in eine Zielscheibe zu treffen. Kein Wunder, dass sie inzwischen sogar schon vor der Queen und als Stuntfrau in „Game of Thrones“ aufgetreten ist.

Warum Orissa Kelly schon für „Game of Thrones“ vor der Kamera stand, wird in den ersten zwei Minuten ihrer Show klar.

Tatsächlich eine Akrobatikschule besucht hat die Australierin Satya Bella, die mit leuchtenden Hula-Hoop-Reifen ein beeindruckendes Farbenspiel auf die Bühne zauberte und den gelungenen Olala-Abend zu einem krönenden Finale brachte.

Wer sich von den Zirkuskünsten selbst überzeugen möchte oder sich den kalifornisch-deutschen „Paperman“ nicht entgehen lassen möchte, der hat heute Abend die Möglichkeit, das  akrobatische Abendprogramm ein zweites Mal zu genießen – und diesmal scheint es der Wettergott gut mit dem Festival zu meinen.

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