Land beschließt neue Struktur für Kindertherapiezentren

Rund drei Millionen Euro Förderung und ein Risikofond sollen Finanzierung sichern.

Nach der Schließung der Tiroler Kinder- und Jugendtherapiezentren „Eule“ und „forkids“ hat die schwarz-grüne Tiroler Landesregierung nun die Anfang Juli gefundene Nachfolgeregelung fixiert bzw. die neue Struktur in ihrer Regierungssitzung beschlossen. Wie angekündigt soll das Diakoniewerk als Betreiber der Therapiezentren auf den Plan treten, es soll die „Zentrumsstruktur“ sicherstellen.

Die Diagnostik in „komplexen Fällen“ sowie die „medizinische Qualitätssicherung“ übernehmen die tirol kliniken. Für das Projekt stellen das Land Tirol jährlich eine maximale Fördersumme in Höhe von 2,16 Millionen Euro und die Österreichische Gesundheitskasse 900.000 Euro bereit. „In Kombination zu den Fördersummen des Landes Tirol und ÖGK werden auf Basis der vom Diakoniewerk vorgelegten Kalkulation die entstandenen Kosten über einen gemeinsamen Risikofonds getragen“, hieß es in einer Aussendung.

„Die therapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen wird vom Land Tirol in Zusammenarbeit mit dem Diakoniewerk, der Österreichischen Gesundheitskasse und den Tirol Kliniken neu aufgestellt“, zeigte sich Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) zufrieden. Ziel der Neuausrichtung „Tiroler Sozialpädiatrische Versorgung“ sei es, betroffenen Kindern, Jugendlichen und Eltern ein qualifiziertes, auf individuelle Bedürfnisse zugeschnittenes Therapieangebot zur Verfügung zu stellen – und dies flächendeckend, dezentral und niederschwellig.

In Hinsicht auf die Mitarbeiter der „Eule“ stünde das Diakoniewerk bereit, „in Gesprächen mit den einzelnen Personen zu treten, um weitere Beschäftigungsmöglichkeiten abzuklären“. Das Aus für „Eule“ und „forkids“ hatte in den vergangenen Monaten zu heftiger Kritik der Tiroler Oppositionsparteien geführt.

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