Kaum Interesse an Impfangebot in Lienzer Schulen

Verhaltener Start für die Impfaktion. Infektionen in einer Klasse des Gymnasiums.

Mit der zweiten Schulwoche starten in Tirol die Impfaktionen für Schüler:innen über zwölf Jahren. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. In den Impfzentren wurden eigene Zeitfenster für die Schüler:innen reserviert und die Direktionen ersucht, diese Informationen an die Eltern weiterzugeben.

Wie ein Rundruf ergab, trudelten in den Direktionen der größeren Schulen in Lienz kaum Anmeldungen ein. In der HTL haben sich laut Direktor Peter Girstmair sieben Schüler:innen angemeldet. Josef Pretis (HAK) und Roland Rossbacher (Gymnasium) berichten unisono: „Das Angebot wird in Anspruch genommen.“ Von spürbarem Andrang sei aber keine Rede, erklären die beiden, ohne Zahlen zu nennen. Bei den Dominikanerinnen ist das Impfangebot kein Thema. „Bei uns hat sich niemand angemeldet. Das liegt auch daran, dass in den höheren Klassen schon sehr viele Schüler:innen geimpft sind und es genug Alternativen gibt, um sich impfen zu lassen“, erzählt Angela Pichler, die derzeit Direktorin Regina Mayr vertritt.

Gym-Direktor Roland Rossbacher zur Impfaktion für Schüler:innen: „Das Angebot wird in Anspruch genommen.“ Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Während die Schüler:innen aus entlegeneren Gebieten mit eigens organisierten Bussen zu den Impfzentren gekarrt werden, setzen die Lienzer Schulleiter auf die Beinkraft. Die wenigen Jungspunde, die das Angebot in den Schulen annehmen, gehen zu Fuß zum Stich in die Dolomitenhalle. Die meisten von ihnen werden am Freitag erwartet.

Während nach der PCR-Panne der Vorwoche diesen Mittwoch alle Testergebnisse pünktlich in den Schulen eingelangt waren, bereiten erste Infektionen Sorgen. Aus einer Klasse des Lienzer Gymnasiums meldet Direktor Rossbacher zwei Covid-positive Personen. In enger Abstimmung mit der BH Lienz als Gesundheitsbehörde habe man sich dazu entschieden, differenziert vorzugehen. Deshalb habe man die ungeimpften Schüler:innen der betroffenen Klasse am Mittwoch nach Hause geschickt, die Geimpften wurden weiter unterrichtet.

Ausgerechnet die Klasse, in der es zu den Infektionen kam, sollte am kommenden Sonntag zur Wien-Woche aufbrechen. Rossbacher schreibt den Trip in die Hauptstadt nicht ab: „Solange die Reise entsprechend sicher stattfinden kann, werden wir alles versuchen, um das zu ermöglichen. Da befinden wir uns auf einem guten Weg.“


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