„Problemwolf“: Reißt er weiter, wird geschossen

Erste „Gefährdungsverordnung“ verabschiedet. Grüne zögerten mit Unterschrift.

Nachdem ein fünfköpfiges – anonym besetztes – „Fachkuratorium Wolf-Bär-Luchs“ eine Empfehlung für einen Abschuss des „Problemwolfes MATK118“ ausgesprochen hatte, hat die schwarz-grüne Tiroler Landesregierung in ihrer Sitzung am Dienstag, 19. Oktober, die dafür notwendige „Gefährdungsverordnung“ verabschiedet. Diese Verordnung dient als Grundlage für einen allfälligen behördlichen Abschussbescheid. Auf das Konto von MATK118 sollen bisher 50 Risse gehen. Zu einem Abschuss kommt es aber erst dann, wenn weitere Risse durch diesen Wolf eindeutig genetisch festgestellt werden.

„Vorgesehen ist für diesen Fall, dass ein mit 60 Tagen befristeter Entnahmebescheid für einen definierten räumlichen Bereich erlassen wird“, hieß es in einer Aussendung des Landes. Rund um die Erlassung der Verordnung ist es hinter den Kulissen offenbar zu einigen kontroversen Diskussionen zwischen den Koalitionären gekommen. So sollen die Grünen noch ergänzende Klarstellungen und Informationen vor ihrer Unterschrift gefordert haben. Tierschützer und der WWF kritisieren die Intransparenz der Entscheidungsfindung.

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1 Posting bisher
karlheinz

Als Laie stelle ich mir die Frage wie man dies gebrandmarkte Tier erkennen soll ? Von der Schöpfung her ist es sicherlich nicht erkennbar. Außerdem stellt sich mir die Frage, was man unter "weitere Risse" verstehen soll ? Dies fängt bei einem an und endet wann ?? Wieder einmal Gedanken unserer Regierenden die "für die Fisch" waren ! Auch ein befreundeter langjähriger Jäger sieht das so. Bin neugierig auf jenen Jäger welcher den ersten Wolf erlegt hat. Eher wird er wohl getadelt als gelobt werden !