Im Winter hat Sandi Lovric im Dolomitenstadt-Interview einen Wechselwunsch deponiert. Sein Arbeitspapier beim FC Lugano läuft im Sommer aus und wird nicht verlängert, das Fußballtalent ist daher ablösefrei zu haben. Das blieb Udinese Calcio nicht verborgen, am Montag haben die Italiener Nägel mit Köpfen gemacht und Lovric an seinem Geburtstag als Neuzugang vorgestellt.
Der slowenische Nationalspieler, der in Lienz zur Welt kam und bei Rapid Lienz seine ersten Gehversuche auf dem Rasen unternommen hat, wurde vom italienischen Erstligisten mit einem langfristigen Vertrag bis 30. Juni 2027 ausgestattet. Auf der Vereinshomepage lobten die Verantwortlichen die technischen Qualitäten und die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten des 24-Jährigen.
Sandi Lovric ist ein „Bianconero“! Der Osttiroler unterschreibt bei Udinese Calcio. Foto: Udinese
Die erkannte vor Jahren schon Sturm Graz. Der Traditionsverein lockte Lovric 2012 an die Mur und gab ihm im zarten Alter die Zeit, zum Stammspieler zu reifen. Lovric entwickelte sich schnell und wurde 2014 vom renommierten „Guardian“ in die Liste der 50 besten jungen Mittelfeldspieler der Welt gewählt. In der Saison 18/19 debütierte der Osttiroler in der Champions League und bestritt zwei Spiele in der Vorrunde und mehrere Auftritte in der Europa League.
Im Sommer 2019 wechselte er nach Lugano, wo er sofort zum Stammspieler avancierte. In der laufenden Saison spielen die Schweizer in der nationalen Liga stark auf. Großen Anteil daran hat der gebürtige Lienzer, der in dreißig Spielen in der Meisterschaft und im Pokal drei Tore erzielt und sechs Vorlagen gegeben hat. Insgesamt stand er für Lugano bislang in 99 Pflichtspielen (10 Tore, 20 Assists) auf dem Feld.
Mit dem Wechsel in die Serie A ist ihm erstmals der Sprung in eine der fünf besten Ligen Europas gelungen. Die „Bianconeri“ halten sich seit Jahren souverän im Mittelfeld der Tabelle und erweisen sich immer wieder als gutes Pflaster für junge Talente. Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte war der dritte Ligaplatz in der Saison 2011/12. Auch für die Osttiroler Fans des 24-Jährigen ist dieser Wechsel von Vorteil, der Weg zum Stadion von Udinese ist nicht weit. „Ci vediamo presto“ – also „wir werden uns bald sehen“ – schreibt der 24-Jährige auf Instagram.
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