Wird Norbert Totschnig neuer Landwirtschaftsminister?

Der gebürtige Tristacher ist Bauernbund-Direktor und wird als Favorit gehandelt.

Gestern kehrte Elisabeth Köstinger der Politik den Rücken, wenige Tage vor dem ÖVP-Parteitag und offenbar überraschend selbst für Kanzler Karl Nehammer. Wenig später folgte mit Wirtschaftsministerin Margarethe Schramböck ein weiterer – in diesem Fall erwartbarer – Abgang und sofort begann sich das Personalkarussel innerhalb der ÖVP mit zunehmendem Tempo zu drehen. Wie immer, wenn in der Volkspartei politisches Personal rekrutiert wird, melden sich nach einem traditionellen Schema Länder und Bünde mit Ansprüchen zu Wort.

Heißester Kandidat für die Köstinger-Nachfolge: Der gebürtige Osttiroler Norbert Totschnig. Foto: Bauernbund

Weil Köstinger aus dem Bauernbund kam und Schramböck aus Tirol, sollten unter den potenziellen Nachfolgekandidat:innen jedenfalls beide Herkunftsmerkmale vertreten sein und auch deshalb hat ein Osttiroler exzellente Chancen, in die Bundesregierung einzuziehen. Norbert Totschnig, der am 6. Juni 48 Jahre alt wird, stammt aus Tristach und ist aktuell Direktor des Österreichischen Bauernbundes. Die Tageszeitungen handeln ihn seit heute früh als heißesten Kandidaten für die Köstinger-Nachfolge.

Totschnig war ab Dezember 2013 unter Michael Spindelegger im Finanzministerium tätig und arbeitete anschließend als Referent im Kabinett von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner. 2016 wechselte er in den ÖVP-Parlamentsklub und war Referent für Umwelt sowie Land- und Forstwirtschaft. Den Bauernbund leitet er seit 2017.

Falls Totschnig Minister wird, ist er freilich nicht das erste Osttiroler Mitglied einer Bundesregierung. Diesen Titel trägt Verena Remler, die als Staatssekretärin unter Reinhold Mitterlehner 2010 von Osttirol nach Wien geschickt wurde, sich dort aber nur wenige Monate halten konnte.

Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe und Kommunikationswissenschafter arbeitete Jahrzehnte als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er mit seiner Familie im Jahr 2000 nach Lienz zurückkehrte und dort 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief.

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3 Postings

mathaeus

.... ganz Osttirol und insbesondere - Tristach - muss mit Stolz und Freude erfüllt sein ........über die glanzvolle Karriere von Norbert Totschnig , der , als einer der Ihren - eines der höchsten Ämter im Staat bekleiden wird , als Minister. Meine herzlichste Gratulation !

 
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senf

es ist doch völlig egal, woher der zukünftige minister kommt, er hat ja schließlich alle österreicher zu vertreten, nicht nur övp-bauernbündler und osttiroler. das ressort hat auch die agenden des umweltschutzes zu bedienen und muss daher in ausgewohenheit agieren.

falls herr totschnig diese verantwortungsvolle aufgabe für das land angehen möchte oder soll, ist ihm vorab alles gute zu wünschen.

 
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Der Graukofler

Mal schauen, was er kann!

 
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