Tote Schafe auf Almen in Matrei in Osttirol

Rissbild deutet auf Wolf hin. Notfallteam des Maschinenrings im Einsatz.

Acht tote und zwei verletzte Schafe hat der Amtstierarzt heute, Dienstag, auf einer Alm im Gemeindegebiet von Matrei in Osttirol begutachtet. Aufgrund des Rissbildes besteht der konkrete Verdacht auf einen Wolf. Zudem wurden Proben genommen und nach Wien zur genetischen Untersuchung geschickt. Ein weiteres der 28 Schafe umfassenden Herde wird vermisst.

Aktuell wurden der Behörde neuerlich Risse von einer weiteren Alm im Gemeindegebiet von Matrei in Osttirol gemeldet. Fünf Schafe wurden dort tot aufgefunden. Ein Tier ist verletzt. Auf der betroffenen Alm befinden sich rund 1.000 Schafe. Die amtstierärztliche Begutachtung wird so rasch wie möglich erfolgen. Beide betroffenen Almen in Matrei in Osttirol werden nun durch ein Notfallteam des Maschinenrings unterstützt.

Am Wochenende wurde auf einer Heimweide in Assling zudem ein Lamm tot aufgefunden und amtstierärztlich begutachtet. Zwei weitere Lämmer werden vermisst. Hier besteht der Verdacht auf einen Goldschakal.

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7 Postings

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Inzwischen wird die "Wolfsvergrämung" immer abenteuerlicher! Ein Halsband für jedes Schaf, welches dem Wolf mit leichten Stromschlägen den Appetit nach weiteren (wievielen) Schafen verderben sollte! Das funktioniert wahrscheinlich aber nur, wenn ein einzelner hungriger Wolf auf der Alm unterwegs ist. Das übrige Rudel könnte man ja inzwischen einsperren und immer nur einen Einzelnen freilassen! Die zurzeit laufende Studie darüber wird das wohl ausarbeiten.

 
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willi_001

Politisch sind nicht nur die Grünen an der Misere schuld, aber die treibende Kraft würde ich schon sagen. Es gibt in der Politik z.B. im Landtag zu viele Wolfsschützer, die ein falsches Bild von den Raubtieren haben. Langsam beginnt aber das Erwachen. Es würde mich wundern, wenn dieses Thema nicht auch ein Hauptgrund für die überraschenden Rücktritte einiger Landespolitiker waren, von denen man seit längeren Zeit auf eine Äußerung wartet. Die Probleme, die noch auf uns zukommen, sind enorm.

 
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Kiew

Lt. einem Filmbeitrag (3sat) aus der Schweiz scheint sich dort auf einer Alm oberhalb des Vierwaldstättersee im Kanton Uri (1900 m) der Einsatz von speziellen Wachhunden (ital. Maremme Schäferhunde) auszuzahlen. Während 2015 noch 15 Schafe gerissen wurden, waren es 6 Jahre später kein einziges bei ca. 400 Schafen. Da es sich herumgesprochen hat, ist es schwierig geworden, die entsprechenden Hunde zu bekommen.

 
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    rony

    Ich möchte keinen dieser Hunde begegnen,die verteidigen die Schafherde auch gegen Wanderer. Aber bei unserer kleinstrukturierten Landwirtschaft ist das sowieso undenkbar und finanziell nicht möglich mit Hunden 15 bis 20 Schafe zu behirten.

     
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      chiller336

      naja ka wunder - will doch jeder sei eigenes süppchen kochen. wenn sich halt mehrere bauern zamtun würdsn, dann wär auch die hundefrage kein thema mehr. aber in osttiroler bauernhirne geht das einfach nit eine, lieber is ma dem nachbarn neidig als mit ihm zamzuarbeitn. ausserdem wird niemand gezwungen, durch eine schafherde zu gehen anstatt einfach dran vorbei, dann wirds a den hund weniger interessieren. wenns bei den eidgenossen klappt, dann wirds bei uns auch klappen .... wenn da nit wieder jedem sein süppchen das wichtigste wäre ...

       
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ganga0815

der wwf , die wolfs- bzw. großen beutegreifer befürworter und andere grüne u.ä. mitmenschen sind die totengräber unserer alm- und kulturlandschaft. bis das in diesen köpfen klingelt wird es zu spät sein, die nebenerwerbslandwirte werden die landwirtschaft aufgeben und auf lange sicht stirbt die almwirtschaft und kulturlandschaft. da fällt mitr immer wiede der spruch ein: "jeder will zurück zur natur, aber keiner ohne seinem auto." ich werde mich nicht dafür entschuldigen, dass ich mit landwirtschaft, tourismus und natur hier lebe. ich bin mir sicher, dass der großteil der bevölkerung (überhaupt wenn sie dort leben) lieber eine kulturlandschft hat als eine naturlanschaft.

 
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    Stadtner

    Wenn ich vor einigen Jahrzehnten und dann bevor der Wolf aufgetaucht ist durch unsere Täler und Almen gegangen bin habe ich festgestellt das viele Bergwiesen und Mäder ohne Wolf nicht mehr bearbeitet wurden und diese Kulturlandschaft sich selbst überlassen wurde. Wer war da der Totengräber? Die Nebenerwerbslandwirte passen und passten nicht in das Konzept der auf Masse ausgerichteten Landwirtschaft und Pferdekreuzgiebler die seit Jahrzehnten von unseren Regierungen und auch den Osttiroler Landtagsabgeordneten gefördert wird. Ein Nebenerwerbslandwirt wird von diesem Herrn nicht als Bauer anerkannt und wird bei Förderungen, bei Versicherungen und so nicht gleich wie ein Haupterwerbsbauer behandelt und muss, obwohl doppelt versichert um Leistungen betteln. Die waren Totengräber sind in der Partei die seit Jahrzehnten das Landwirtschaftsthema besetzt zu finden, der Wolf ist ein dankbares Geschenk für diese um davon abzulenken. Aber der Osttiroler Totschnig wird das schon richten.

     
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