Mehr Platz auf dem Lienzer Urnenfriedhof

Trend zur Feuerbestattung reißt nicht ab. Letzte Erweiterung im „Garten der Ruhe“ kostet 127.000 Euro.

Urnenbestattungen sind weiterhin auf dem Vormarsch, weshalb der 2012 errichtete Lienzer Urnenfriedhof kontinuierlich wächst. Anfangs wurden drei Wände aufgestellt und seither immer wieder neue Nischen errichtet. Weil derzeit wieder Platzmangel herrscht, steht nun die letzte Ausbaustufe für den „Garten der Ruhe“ an. Diesen Namen gab Architektin Bärbl Scherzer 2012 ihrem Siegesentwurf.

Weil der Platz auf dem Lienzer Urnenfriedhof knapp wird, errichtet die Stadt zwei weitere Wände. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

In der Gemeinderatssitzung am 26. Juli wurde die finale Ausbaustufe für das modular konzipierte Areal beschlossen. Aufgestellt werden zwei neue Wände, die 48 Urnen aufnehmen. Die Gesamtkosten für die Erweiterung liegen bei 127.000 Euro. Wenn auch diese 48 Plätze vergeben sind, ist laut Bürgermeisterin Elisabeth Blanik für die nächste Erweiterung des Urnenfriedhofs „eine neue Planung erforderlich. Dieses Projekt ist nun abgeschlossen.“

ÖVP-Mandatar Christian Steininger wünscht sich eine ähnliche Vorgehensweise wie 2012 mit der Ausschreibung eines Wettbewerbs: „Da wurde vorausschauend geplant.“ Gerlinde Kieberl (Grüne) wünscht sich mehr Schatten. „Es braucht dort mehr Pflanzen, der Urnenfriedhof ist der Sonne ausgesetzt“, so Kieberl. Franz Theurl vom Team Lienz nannte den Friedhof von Innichen als Vorzeigebeispiel für künftige Erweiterungen und die Bürgermeisterin sprach ein weiteres Problem an: „Immer mehr Gräber werden aufgelassen, weshalb Lücken entstehen. Das müssen wir uns anschauen.“

Dolomitenstadt-Redakteur Roman Wagner studierte an der FH Joanneum in Graz und ist ein Reporter mit Leib und Seele. 2022 wurde Roman vom Fachmagazin Österreichs Journalist:in unter die Besten „30 unter 30“ gewählt.

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Ein Posting

Ceterum censeo

Ein Denkansatz: Weil immer mehr Grabstätten aufgelassen werden, könnte stattdessen, bis wieder - um viel Geld - eine Erweiterung notwendig wird, "Urnengrabstätten" planen. Zwei Plätze in einem Grab müssten möglich sein. Der Weg zum "alten" Friedhof wäre für viele - zB Ältere - weniger weit.

 
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