„Wir können nicht alles, aber wir können Wirtschaft.“

NEOS-Spitzenkandidat Dominik Oberhofer rüttelt im Dolomitenstadt-Interview an einigen Tiroler Tabus.

Wer den Spitzenkandidaten der NEOS kennt, wird bestätigen: Der Mann redet gern und viel. Im Dolomitenstadt-Interview nimmt sich der gelernte Hotelier aus dem Stubaital nicht nur kein Blatt vor den Mund, sondern positioniert sich selbst und seine Partei als liberales Gegenkonzept zur regierenden ÖVP. 

Zum NEOS-Paradethema Bildung hat der 42-jährige Vater von zwei Kindern persönlich einen starken Bezug. Als Kind mit Legasthenie wurde er von den damaligen Lehrkräften frühzeitig abgeschrieben, um später – „weil meine Eltern die Intention, aber auch die Brieftasche hatten“ – in einer Waldorf-Schule mit gutem Erfolg zu maturieren. Der NEOS-Kandidat fordert eine Offensive in der Elementarpädagogik und würde die Gesamtschule der 10- bis 14-Jährigen am liebsten sofort einführen. 

Nicht nur in diesem Punkt unterscheiden sich die Ziele der NEOS stark von jenen der ÖVP. Dominik Oberhofer glaubt an die baldige Abschaffung der Pflichtbeiträge im Tourismus und hält auch die Zwangsmitgliedschaft in der Wirtschaftskammer für nicht mehr zeitgemäß. Was der liberale Politiker von der aktuellen Sozialpolitik und den Maßnahmen gegen die Teuerung hält und wie er zu einem arbeitlosen Grundeinkommen für alle steht, erfährt man ebenfalls in diesem Gespräch, das auf der Terrasse des Grandhotels in Lienz geführt wurde.  

Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe und Kommunikationswissenschafter arbeitete Jahrzehnte als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er mit seiner Familie im Jahr 2000 nach Lienz zurückkehrte und dort 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief.

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Tantanna

So, jetzt hab ich es:

"Energie: Riesenproblem! Wir wissen, dass die Tiroler Wintersportwirtschaft in einer Wintersaison, von November bis April, gleich viel Strom verbraucht wie die zweitgrößte Stadt Österreichs." (Dominik Oberhofer)

"Ich mache mir keine zu großen Sorgen, dass die Energieknappheit zuerst beim Tourismus und beim Schilaufen greifen wird." (Anton Mattle)

 
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defregger

Hat mir Spaß gemacht das Interview und auch sehr gut gefallen Hr. Ebner.

Vllt. sollte ihre Präsenz mehr in die Medien um sie Ö-weit besser kennenzulernen!

 
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Domenik Ebner

Ein Experiment zu dem ich alle sehr herzlich einlade :) Man höre sich wertfrei die Interviews aller Kandidaten ohne Vorurteile an. Man versucht zu analysieren wer konkrete Vorschläge mit Argumenten, Zahlen und Daten untermauert und somit konstruktiv an Probleme heran geht - was aus vernünftiger Sicht zu einer Verbesserung der Situation beitragen kann. Ohne eingefärbte Brille, Scheuklappen und "des wor scho imma a so" - Denken.

 
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    isnitwahr

    so sollte es sein! guter Vorschlag,ich werde das probieren!

     
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    Tantanna

    Ein ausgezeichneter Vorschlag, werde ihn mir zu Herzen nehmen! Aber zuerst muss ich diese Strategie noch auf die 71 Vorschläge zur Einbremsung der Alltagsradler in Lienz anwenden. Das kann dauern.

     
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