Ein nächtliches Großfeuer vernichtete in Oberlienz ein Wirtschaftsgebäude. Viele Tiere verendeten in den Flammen. Alle Fotos: Brunner Images

Ein nächtliches Großfeuer vernichtete in Oberlienz ein Wirtschaftsgebäude. Viele Tiere verendeten in den Flammen. Alle Fotos: Brunner Images

Großbrand bei einem Bauernhof in Oberlienz

Masthühner und 31 Rinder verendeten in den Stallungen. Update: Technischer Defekt als Ursache.

Am 21. November um 00:10 Uhr wurde ein 43-jähriger Landwirt in Oberlienz durch knarrende Geräusche aus dem Schlaf geweckt und musste feststellen, dass das westlich des Wohnhauses gelegene Wirtschaftsgebäude in Vollbrand stand. Der Bauer setzte einen Notruf ab und brachte seine Familie in Sicherheit.

Eine Annäherung an das ca. zehn Meter vom Wohnhaus entfernte Wirtschaftsgebäude war nicht mehr möglich. Für den Bezirk Lienz wurde Feuerwehr-Abschnittsalarm ausgelöst. Die alarmierten Feuerwehren der Gemeinden Oberdrum, Oberlienz, Thurn, Gaimberg, Leisach, Glanz, Ainet, Schlaiten, St. Johann i. W., Assling und der Stadtgemeinde Lienz, bekämpften das Brandgeschehen und konnten ein Ausbreiten des Brandes auf das Wohnhaus verhindern.

Das Wirtschaftsgebäude brannte bis auf das massive Mauerwerk nahezu vollständig nieder. Es wurden keine Personen verletzt. Unter einer betonierten, nordseitigen Stallräumlichkeit konnten noch Kälber von den Feuerwehren gerettet und ins Freie verbracht werden. Ein Teil der Masthühner konnte nach Ausbruch des Brandes ihre Stallung noch selbstständig verlassen. „31 der 44 Rinder und weitere Masthühner verendeten leider in den Stallungen“, erklärt Bürgermeister Markus Stotter. Es entstand schwerer Sachschaden.

Ab ca 02:45 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Derzeit werden mit einem Kranfahrzeug zahlreiche Glutnester von den Feuerwehren bekämpft. 286 Einsatzkräfte der angeführten Feuerwehren, die Rettung Lienz und eine Polizeistreife der Polizeiinspektion Lienz, standen im Einsatz. Bei der Brandursache handelt es sich laut Polizei „höchstwahrscheinlich“ um einen technischen Defekt. Hinweise auf eine mögliche Brandstiftung gebe es nicht, hieß es. Die Brandursachenermittlungen vor Ort hätten ergeben, dass das Feuer im nördlichen Lagerraum im Erdgeschoss des Wirtschaftsgebäudes ausgebrochen ist und sich auf die beiden darüber liegenden Stockwerke und den Dachstuhl ausgebreitet hat. 

Slideshow: Brunner Images

Dieser Artikel wurde am 22. November um 13.00 Uhr aktualisiert.

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5 Postings

Sonnenstrahl

Noch schrecklicher ist der Gedanke, dass diese Familie, die sich als Bio-Bauernhof dem Vollerwerb als Bio-Betrieb verschrieben hat plötzlich ihre Existenz verliert. Ich hoffe, dass ihre wunderbare und nachhaltige Idee sich nicht "verbrennen" lässt und wünsche mir, dass sie die Kraft finden, sich als wesentlich nachhaltiger Bio-Bauernhof neu zu organisieren.

 
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    senf

    Ja Sonnenstrahl, so bedauerlich ein Brand für Hab und Gut ist, die Familie wird diesen Betrieb sicher - auch mit der Solidarität des Dorfes - wieder aufbauen und den Markt wieder mit Bioprodukten versorgen. Die Existenz ist damit sicher nicht verloren gegangen, allerdings braucht es Mut und Zuversicht für den Wiederaufbau und Weiterführung. Sie werden es schaffen!

     
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      Gotwald1

      Ja, senf .... es ist grundsätzlich gut, das hier kein Menschenleben zu schaden kam, weder bei der Familie noch bei den Helfern. Wer jedoch diese besondere Familie kennt, und Ihre Art mit Tieren umzugehen weiss, wie schlimm dieser tragische Verlust wiegt. Doch ich denke genau das wird wieder der Antrieb, und die Motivation sein, neu zu starten, und ich bin guter Dinge, das Sie hier in Freunden, Kunden, Mitbürgern von Oberlienz und Umgebung tatkräftige unterstützung finden werden. Ich wünsche viel Kraft, und Durchhaltevermögen. Wir brauchen Euch!!!!

       
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Efeu

Mir fehlen die Worte. Die qualvoll verendeten Tiere die keine Chance hatten... Schlimm....

 
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chiller336

einfach furchtbar der anblick dieses feuers, die vielen armen tiere, die darin umkamen. zum glück konnte sich die familie rechtzeitig in sicherheit bringen. ein hoch auf alle feuerwehrleute, die dabei ihr bestes gegeben haben

 
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