Anton Mattle derzeit gegen Koalition mit der FPÖ

Die Aussagen von Landesrätin Mair habe man in der Partei „mit Spannung gelesen“.

Dass Tirols ÖVP-Sicherheitslandesrätin Astrid Mair am Wochenende im APA-Interview eine mögliche Koalition der ÖVP mit der FPÖ unter Parteichef Herbert Kickl nach der Nationalratswahl 2024 nicht ausgeschlossen hatte, hat offenbar zu einigem Murren in der Landespartei geführt. ÖVP-LH Anton Mattle sieht dies anders, er sei „nach derzeitigem Stand“ gegen eine solche Konstellation, sagte sein Sprecher auf APA-Nachfrage nach einem entsprechenden Bericht der „Tiroler Tageszeitung“.

Dort wurde der ÖVP-Landesparteichef am Montag zitiert, dass es ein „Grundvertrauen in den Koalitionspartner und ein ordentliches Miteinander“ brauche. „Das sehe ich derzeit bei der FPÖ nicht gegeben – weder auf Landes- noch auf Bundesebene“, ließ Mattle wissen. Die Bandbreite der ÖVP lasse Mairs Meinung zu, so Mattle: „Letzten Endes obliegen Koalitionsentscheidungen aber dem Parteiobmann und den Parteigremien.“

Der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle sieht in Koalitionsfragen keinen Richtungsstreit in der ÖVP. Foto: APA/Expa/Groder

Der Sprecher des Landeshauptmannes betonte überdies, dass es „keinen Richtungsstreit innerhalb der Volkspartei“ in dieser Frage gebe. Die Aussagen Mairs hätten manche in der Partei lediglich „mit Spannung gelesen.“ Die neue Landesrätin hatte erklärt, dass man sich „jede Option und alle Alternativen offen halten“ müsse. Es sei „wichtig zu reden“ und sich Gesprächen „nicht von vornherein zu verschließen“, wollte die 41-Jährige die Möglichkeit einer erneuten schwarz-blauen oder blau-schwarzen Koalition nicht ausschließen: „Beim Reden kommen die Leute zusammen.“

Im APA-Interview im vergangenen Oktober hatte Mattle, gefragt ob er sich auch im Bund gegen eine Koalition mit den Freiheitlichen ausspreche, gemeint: „Die Bundespartei hat für sich zu entscheiden.“ Es gehe darum, welches Programm aufgelegt wird. Vor der Landtagswahl im vergangenen Jahr hatte der damalige ÖVP-Spitzenkandidat Mattle – für viele überraschend – bereits eine mögliche Koalition mit der Landes-FPÖ unter Parteichef Markus Abwerzger ausgeschlossen.

Dieser schoss am Montag einmal mehr scharf gegen den Landeschef. Mattle sei mit seiner „Ausgrenzungspolitik“ und seiner Haltung gegenüber einer möglichen Zusammenarbeit mit den Freiheitlichen bundesweit gesehen in der ÖVP „komplett isoliert“, sagte Abwerzger zur APA. „Ich kenne auch keinen einzigen anderen ÖVP-Landesparteiobmann, der diese Meinung vertritt“, so Abwerzger. Aber die Meinung Mattles sei ohnedies nicht entscheidend, weil dieser im Bund „kaum Gehör findet.“ Außerdem werde sich die ÖVP den Koalitionspartner im Jahr 2024 ohnehin nicht aussuchen können. „Ihr wird bestenfalls nur mehr die Juniorrolle bleiben“, meinte der Landesparteichef. Die FPÖ wolle jedenfalls „die stärkste Kraft in Österreich“ werden.

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isnitwahr

also für mich heißt "derzeit": wenn der aktuelle Koalitionspartner nicht spurt, dann, gemäß dem Kurz'schen Motto -genug ist genug - bedient man sich halt eines neuen Partners! Na dann Prost, Mahlzeit...............

 
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Der Graukofler

No, na, was wird er denn sagen, wenn er mit der SPÖ in einer Koalition ist?

 
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hinter dem vorhang

ach mattle, selber reden wie ein blauer.

und kurz vor der wahl in Niederösterreich die harmlosen asphaltkleber noch mehr bestrafen wollen. purer populismus!!

 
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e-mission

keine koalition mehr mit der övp.

könnte auch in zukunft eine option sein.

 
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Chronos

Mair hat offensichtlich ihren Vorstoß "mit der FPÖ im Bund zu liebäugeln", nicht mit ihrem Parteichef u. LH Mattle abgesprochen. Reden die in der ÖVP-Parteispitze des Landes nicht miteinander?

Und zu FPÖ-Parteichef Abwerzger und Kickl: Die FPÖ (besond. im Bund) isoliert sich schon von selbst. Diese Partei betreibt populistische Politik in Reinkultur! Gegen alles und alle schimpfen. Und wer fällt auf die plumpen "Wähler-Fang-Floskeln" von Kickl und Co. herein? Menschen, welche glauben, unter Kickl werde es ihnen bessergehen. Und solche, die Ausländer als Konkurrenten für eine soziale Hängematte in Ö ausmachen und allgemein jeden Ausländer bzw. auch österr. Staatsbürger:inn mit Migrationshintergrund, für ihre eigene missliche Lage verantwortlich machen. Kickl macht nur Stimmung gegen alles, um genau diese Wähler:innen zu fangen, mit – "Zuerst wir Österreicher!“ Man braucht nicht erwarten, dass unter Kickls Rechtskurs, selbstlos für den "kleinen Mann", die stramme Wählerschaft mit „Wir Österreicher“ suggeriert, eine soziale Ader übrighat (hat er überhaupt eine? Liegt nicht in den Genen eines strammen Rechten!). Wissenschaftlich bewiesen, fehlt es bei der "rechten" Wählerschaft z.T. auch an Wissen und Bildung.

Und leider ja! Das glauben jedenfalls mehr als 25% der Wähler. Die vielen ablehnenden Stimmen "unten" bestätigen meine Thesen, auch hier in Osttirol...

 
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    iseline

    Sollte, wie chronos meint, der Landeshauptmann gar nicht informiert worden sein, dürften die Führungsqualitäten von A. Mattle nicht überragend sein.

    Man könnte die ganze Aktion der Landesrätin Mair auch anders deuten, als einen bewussten Vorstoß der ÖVP unter dem Motto: Schauen wir einmal, wie die Bevölkerung reagiert und ob es ein Wählerpotential für diesen rechten Kurs gibt. Gibt es zuviel an Kritik, kann man immer noch dementieren - und das ist ja auch - sehr halbherzig - passiert.

     
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Pand

Ganz schön arrogant...wie heisst es so schön: Hochmut kommt vor dem Fall 😆

 
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