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„Christen können heute Partisanen der Hoffnung sein.“

Immer mehr Menschen treten aus der katholischen Kirche aus. Eine Spuren­suche mit Pastoraltheologe Paul Zulehner.

Die katholische Kirche sieht sich mit einem enormen Anstieg der Kirchenaustritte konfrontiert. 2022 haben in Österreich 90.808 Menschen die römisch-katholische Kirche verlassen. Auch in Osttirol steigt die Zahl der Austritte. Über mögliche Gründe, den Stellenwert der Kirche in der heutigen Zeit und das Fehlen der Jungen spricht Pastoraltheologe, Religions- und Werteforscher Paul Zulehner im Interview.

Pastoraltheologe Paul Zulehner warnt vor einem „Wellness-Christentum“. Foto: Zulehner

Herr Zulehner, 82 Prozent der Menschen in Österreich stimmten 2020 der Aussage zu, dass man auch ohne Kirche an Gott glauben kann. Was glauben Sie? Braucht man die Kirche, um den Glauben zu leben?

Es kommt darauf an, was man unter Glauben versteht. Es gibt Menschen, die allgemein an ein 'höheres Wesen' glauben – es muss ja irgendetwas geben, denn jemand muss die Welt erschaffen haben. Diese 'Etwasisten' sind in unserem Land die stärkste Gruppe, sie brauchen für diesen Glauben keine Kirche.

Wenn aber jemand dem Evangelium eine prägende Rolle in seinem Leben einräumt, an einen liebenden Gott glaubt, der sich um ihn oder sie persönlich kümmert und an eine Existenz des Menschen über den Tod hinaus in der Art der Auferstehung Jesu glaubt, dann tut er sich in unserer nachchristlichen Gesellschaft leichter, wenn er einen regen Austausch mit einer Gemeinschaft des Evangeliums, also einer Kirche pflegt.

In der „taumelnden Welt“, in der wir leben, gehen vielen Menschen allmählich Hoffnung und Zuversicht aus. Können in einer solch schwierigen Zeit die Religionen und die Kirchen Quellen der Hoffnung sein?

Religionen wissen sehr wohl um die großen Herausforderungen, welche die Menschheit heute bedrängen und den Menschen Angst machen: Kriege, Klimanotstand, Migration, neue soziale Herausforderungen durch die Informatisierung der Wirtschaft, Reichtumsgefälle zwischen dem Norden und dem Süden der Erde. Sie können diese auch nicht allein meistern. Aber sie können den Menschen Mut machen, sich diesen zu stellen.

Papst Franziskus gibt dazu Orientierungen in seinen großen Enzykliken über die Umwelt und die universelle Geschwisterlichkeit. Er stärkt die Hoffnung. Christ:innen können in unserer Zeit so etwas wie Partisanen der Hoffnung sein. Sie vertrauen darauf, dass Gott unser Tun von innen heraus mitträgt.

Die katholische Kirche muss bei den Kirchenaustritten einen enormen Anstieg hinnehmen: 90.808 Menschen haben 2022 die römisch-katholische Kirche verlassen – so viele wie noch nie. Zu den Gründen gibt es unterschiedliche Erklärungsversuche. Wie lautet Ihre Theorie?

Die Menschen sind heute kulturell nicht mehr genötigt, Kirchenmitglied zu sein – sie können dies frei wählen. In einer solchen Zeit reicht es nicht aus, dass Störungen, wie Missbrauchsfälle oder mangelnde Reformen vermieden werden. Entscheidend ist nach meinen Studien vielmehr, ob es starke Anziehungskräfte an das Evangelium gibt.

Tut mir das Evangelium in meinem Leben und in unserem Zusammenleben als Menschheit gut? Vielleicht sollten wir sogar noch mutiger denken, um nicht in ein 'Wellnesschristentum' zu versinken. Die mutigere Frage lautet dann nicht: Brauche ich Gott, sondern braucht Gott mich? Es wäre ein Segen für das Land und die Welt, gäbe es viele, die sich Gott für seinen Einsatz für eine menschliche Welt zur Verfügung stellen.

In Diskussionen um die Zukunft der Kirche wird häufig entgegnet: Sie tut doch auch viel Gutes. Wie bewerten Sie dieses Argument?

Natürlich gibt es die herausragenden Leistungen der Caritas und der Diakonie. Auch setzen sich Orden und Pfarren für Menschen am Rand ein. Aber ganz wichtig ist heute, dass die Kirche den Menschen den Himmel offenhält und viele Leute gewinnt, die in der Nachfolge Jesu den Himmel auf die Erde bringen. Himmel oder in der Sprache Jesu 'Reich Gottes' bedeutet aber nach der Präfation des Christkönigfests ganz konkret Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden und Wahrheit.

Die katholische Theologin Regina Polak hat unlängst erklärt, die Corona-Pandemie habe eine „Institutionen-distanzierte Haltung“ in der Bevölkerung verstärkt – auch in Bezug auf die Kirchenbindung. Wie sehen Sie das?

Regina Polak stimme ich zu. Die Pandemie ist nicht die Ursache, verstärkt und beschleunigt jedoch eine Entwicklung, die sich schon lange abzeichnet. Der intensive Austausch, zumal der jüngeren Menschen, Frauen wie Männer, ist in den letzten fünfzig Jahren nach meinen Studien merklich zurückgegangen. Fehlt aber heute der Austausch, dann dünnt sich der Glaube aus.

Viele haben zwar die Nabelschnur nicht abgeschnitten, nicht zuletzt wegen der Rituale zu den Lebenswenden Tod, Geburt und Heirat. Das sind Teile eines wertvollen 'Kulturchristentums', an das viele sich gewöhnt haben. Die Pandemie war dann eine Zeit der Entwöhnung von Gewohnheitschristen. Man erlebte, dass es im alltäglichen Leben auch ohne Kirche ganz gut geht.

Die Kritiker des Synodalen Wegs warnen immer vor der Kirchenspaltung, dem Schisma. Ist das nicht genau der Grund für fehlende Veränderung? Auch in Hinblick auf die Rolle von Frauen in der Kirche.

Manche Ängstliche, aber auch um die Tradition Besorgte schwingen gern die Schisma-Keule, damit sich nichts ändert. Diese Besorgnis kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es immer eine vertiefende Entwicklung des überlieferten Evangeliums in der jeweiligen Zeit gegeben hat. Unterbleibt dieses Update, verkommt die Kirche zu einem Museum und in eine für die Welt belanglose Sekte. Es ist wie bei einer 'Fußballfrauschaft'. Eine solche kann nicht allein aus einer Torhüterin oder den Verteidigerinnen bestehen, es braucht auch Stürmerinnen, links und rechts und in der Mitte. Und dazu ein Spielfeld mit klaren Grenzen.

Apropos Frauen: Von den Unter-30-Jährigen gehen nur noch fünf Prozent in die Kirche, es kommen kaum noch junge Frauen. Macht Ihnen das Sorgen?

Es handelt sich bei den fünf Prozent um jene jungen Frauen, die vom Evangelium ergriffen wurden und es sich nicht nehmen lassen, sonntags zur Kirche kommen und sich von Gott für seine Welt beanspruchen lassen. Viele andere sind in einem lockereren Austausch. Zu viele haben aber die Kirche völlig abgeschrieben. Sie sind deshalb nicht ungläubig, obgleich ein Glaube, der auch Folgen im Leben zeitigt, gerade heute zumeist von einer Gemeinschaft getragen ist.

Eine Kirche ohne Frauen ist wie ein Reifen ohne Luft.

Paul Zulehner

Als Männerforscher macht mir Sorgen, dass die jungen Männer schon länger fehlen. Dass jetzt die Frauen gleichziehen, tut weder der Kirche noch langfristig dem Land gut. Ich bewundere Frauen, die im kirchlichen Leben dennoch mitmachen, weil eine Kirche ohne Frauen wie ein Reifen ohne Luft ist.

Würde der Gesellschaft ohne die katholische Kirche tatsächlich etwas fehlen?

Mit Annette Schavan und Tomas Halik habe ich unlängst einen Aufruf veröffentlicht. Darin beklagen wir, dass Religionen oft nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems sind. Das ist immer dann der Fall, wenn sich Religionen mit Gewalt, Terror und Krieg verbinden. Das haben die christlichen Konfessionen im Dreißigjährigen Krieg gemacht, was dem Christentum in Europa bis heute schwer geschadet hat.

Das macht derzeit der Islamistische Staat, das praktiziert im Ukrainekrieg der Patriarch von Moskau. Damit bringen diese Vertreter der Religion Gott in Misskredit und schaden so nicht nur der Kirche, sondern auch der Welt. Aber Religionen, die aus ihren tiefen gläubigen Quellen leben und sich stets erneuern, sind eine Quelle der Hoffnung für die taumelnde Welt. Nur dann trifft zu, dass die Welt ohne die Kirchen menschlich kühler und sozial ärmer wäre. Die Kirchen sind dabei nicht allein: Sie tragen dazu mit vielen Menschen guten Willens bei.

Kann die katholische Kirche das Ruder noch herumreißen? Wenn ja, wie? Pastorale Konzepte alleine werden nicht reichen…

Die Lage der Kirche im Norden der Erde ist derzeit nicht einfach. Sie steht vor der Aufgabe eines tiefgreifenden Übergangs von der mächtig-herrschenden Volkskirche in eine ohnmächtig-dienende Kirche im Volk. Zu allen Zeiten, also auch heute und morgen, bleibt sie aber berufen, das Evangelium der Freude und der Zuversicht in der Welt in Erinnerung und den Menschen den Himmel offen zu halten.

Ich wünsche mir, dass die Kirche dieser Berufung, die ihr vom auferstandenen Christus in die Wiege gelegt wurde, treu bleibt. Ich wünsche mir auch, dass sich genug vor allem junge Frauen und Männer finden, die diese Kirche des Auferstandenen sein wollen und sich für ihn in der taumelnden Welt engagieren. Dann muss man sich um die Zukunft der Kirche keine Sorge machen.

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16 Postings

Besserwisser1
vor 2 Jahren

Normalerweise bin ich nicht jemand, der seine Meinung anderen aufdrängt. Aber gerade zu diesem Thema brennt mir einiges auf der Zunge. Mich persönlich wundert es, dass nicht noch mehr Menschen aus der Kirche austreten, bei allem, was im Namen der Kirche in den letzten Jahrzehnten passiert ist. Man denke nur an die Ausgrenzung lediger Mütter, an die Weigerung, ledige Kinder zu taufen, an die Segnung der Bomben im 2. Weltkrieg usw. Das Schlimmste aber sind die Missbrauchsfälle. Hier bemüht sich die Kirche in keiner Weise um die Auslieferung der Täter an die Justiz. Im Gegenteil, diese werden in ein Kloster abgeschoben und können dort unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein beschauliches Leben führen. Das ist eigentlich ein Skandal! Daher brauche ich für ein Glauben an Gott ganz sicher die Kirche nicht.

 
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    miraculix
    vor 2 Jahren

    @Besserwisser1: Sie sagen: "Normalerweise bin ich nicht jemand, der seine Meinung anderen aufdrängt." Ihr selbst gewählter Nickname sagt völlig anderes ...

     
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    Sonnenstrahl
    vor 2 Jahren

    Besserwisser1, da ist dir scheinbar entgangen, dass aktuell die Kirche vor Ort zumindest sehr bemüht ist, transparent mit den aktuellen Missbrauchsfällen umzugehen und auch die Täter der Justiz zuzuführen. Ein Fortschritt??!! Natürlich gab und gibt es Missstände, die nicht zu entschuldigen sind - und die auch dringend einer Aufarbeitung bedürften. Doch das passiert auch am laufenden Band in staatlichen und gesellschaftlichen Bereichen (und da ist es genausowenig zu entschuldigen). Die Frage ist, wie WIR - sie und ich - damit umgehen. Natürlich steht es jedem fei, seine Sicht der Dinge zu artikulieren und zu leben. Meine Erfahrung ist allerdings, dass es mich nicht weiterbringt, wenn ich mich ständig über Missstände ärgere - das tut mir und meinem Wohlbefinden gar nicht gut. Lieber lasse ich ruhen, was ich nicht ändern kann und focussiere mich auf das, was meinem Leben gut tut - auch in spiritueller Hinsicht (mit und ohne katholische Kirche).

     
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      unholdenbank
      vor 2 Jahren

      Diese Methode haben schon die Braunhemden nach dem Krieg benutzt. Kann mich noch gut erinnern (und es wird heute noch so argumentiert) :" Wos solln des bringen, vagongen isch vagongen - mia rednen oanfoch nimma driba" und " davon wearn de a nimma lebendig" - hab ich noch in den Ohren. Aufgearbeitet wurde und wird nix. Immer nur den Deckel drauf. Eine seltsame Denkweise !

       
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Elisabeth
vor 2 Jahren

Es wäre schön, wenn alle Kirchenkritiker sich selbst im Guten einbringen würden. Jeder und jede hat Talente, die das Leben der Menschen und die Natur besser machen können. Und das ist das Ziel von Glauben, in allen Religionen. Gemeinsam mit anderen zu arbeiten und zu feiern, ist eine Energie - Ladestation, zum "Himmel auf Erden" machen.

 
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vor 2 Jahren

nach dem ich eingetreten bin interessiert sich die Kirche nur um meinen Einkommen.. :)

 
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    Sonnenstrahl
    vor 2 Jahren

    @Nickname - Ich möchte dir nicht zu nahe treten - aber interessierst du dich denn für etwas anderes? Wenn ich einem "Verein" angehöre, dann bin ich sehr wohl auch an dessen Inhalten interssiert, ich nehme aktiv am Geschehen teil, darf auch mit meiner Kritik oder mit innovativen Ideen mich einbringen. Also bitte - nur frisch drauflos!

     
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      Linde
      vor 2 Jahren

      Nur wahr @Sonnenstrahl!

       
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      Nickname
      vor 2 Jahren

      kein einziger Verein tut so drastisch und unverschämt dein Einkommen überprüfen 😉

       
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    Elisabeth
    vor 2 Jahren

    Ich bin Mitglied und daher Mitarbeiterin der Kirche. Wie kann ich Ihnen helfen?

     
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      Nickname
      vor 2 Jahren

      ich glaube, austreten tut man bei der bh 😊 daher danke

       
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    Village Pizza
    vor 2 Jahren

    Sie glauben, austreten tut man bei der bh 😊 . Würde mich interessieren wie Sie das machen. Geben Sie dort das Sakrament zurück?

     
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      iwases@
      vor 2 Jahren

      "Zuständige Stelle: die Bezirkshauptmannschaft" (zit. nach https://www.oesterreich.gv.at/themen/leben_in_oesterreich/kirchenein___austritt_und_religionen/1/Seite.820004.html#ZustaendigeStellen)

       
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r.ingruber
vor 2 Jahren

Paul Zulehner bietet Dolomitenstadt seine Theorie an, ohne die Postings zum Beitrag über die steigende Zahl der Kirchenaustritte in Osttirol gelesen zu haben.

 
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    Franz Brugger
    vor 2 Jahren

    Lieber Herr Ingruber, dieses Posting erscheint mir, im Gegensatz zu ihren, auch von mir gerne gelesenen und geschätzten Randnotizen, ohne Ironie geschrieben zu sein. Da sei es auch gestattet, etwas zu hinterfragen (bei Ironie hat man ja eher Meinung- und Wertefreiheit):

    Was würde es bewirken, wenn Herr Zulehner diese Postings gelesen hätte? Denken Sie, dass er nicht die Missbräuche wahrhaben will?

    Jeder Missbrauch ist zu verurteilen, und es wäre wünschenswert, zusätzlich die „Ursachen, seien diese institutionell oder in der Einzelperson zu hinterfragen und zu heilen.

    Generell – jede Institution, Kirche oder z. Bsp. politische Partei zeigt Differenzen in Theorie/Vision/Mission zum "Alltagsleben“ hin. Keine politische Partei hat Korruption, Freunderlwirtschaft in ihren Doktrien, Grundsatzpapieren. Doch, wie es sich zeigt gibt es nahezu in jeder Partei Akteure, welche dies im Gegensatz zur Theorie ausleben. Keine Frage, Leid das Kindesmissbrauch verursacht ist um Vieles schlimmer als Ärger von Opfern der Korruption…

    Trotzdem – wer zieht denn da Konsequenzen wie Parteiaustritt, Änderung des Wahlverhaltens? Über die Kirche kann man leicht - meine ohne Folgen - herziehen. Bei der Politik könnte eine offen geäusserte Kritik ja Folgen zeitigen, da ist man dann schon vorsichtiger. Beispiel Matrei.

     
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      r.ingruber
      vor 2 Jahren

      Lieber Herr Brugger, vorab: Meinungsfreiheit ist in Österreich durch das Staatsgrundgesetz und die EMRK doppelt gesichert. Ironie braucht's da keine. Allerdings gibt es auch strafrechtlich relevante Zusätze zur Vermeidung falscher Behauptungen, Fake news, Verleumdung etc.

      Regelmäßig werden zu den jährlichen Berichten über die Kirchenaustritte geradezu haarsträubende Behauptungen gepostet, die normalerweise einer Überprüfung nicht standhalten sollten. Das Thema "Missbrauch" gehört eher am Rande dazu.

      Ich denke nicht, dass Zulehner dieses nicht wahrhaben will, nur reicht es laut seiner Studie eben nicht als Begründung für die stark zunehmenden Kirchenaustritte. Deren wahre Ursache hat er schon vor Jahrzehnten (und gleichlautend in diesem Interview) klar benannt.

      Daher stimme ich Ihrem Posting ab dem dritten Absatz zu 💯 Prozent zu.

       
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