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Das Drohnen-Einsatzteam der Ortsstellen Obertilliach und Lesachtal. Fotos: Bergrettung Obertilliach

Das Drohnen-Einsatzteam der Ortsstellen Obertilliach und Lesachtal. Fotos: Bergrettung Obertilliach

Drohne unterstützt Bergretter im Gail- und Lesachtal

Technischer Zuwachs für die Ortsstellen Obertilliach und Lesachtal. Gesamtkosten liegen bei 22.000 Euro.

Die Bergrettungsortsstellen Obertilliach und Lesachtal haben im Rahmen der bestehenden Zusammenarbeit Anfang 2023 eine professionelle Einsatzdrohne angekauft. „Ein klares Lagebild aus der Luft verschafft den Einsatzkräften rasch einen Überblick. Zusätzlich können bei Übungen und Einsätzen mit der Drohne Gefahrenmomente erkannt und das Unfallrisiko für die Bodenmannschaft reduziert werden“, erklären die beiden Ortsstellenleiter Josef Lugger und Gerhard Figl.

Die neue Einsatzdrohne verfügt über ein hochauflösendes Kamerasystem. Die eingebaute Wärmebildtechnik erweitert bei Rettungseinsätzen in der Dämmerung die Einsatzmöglichkeiten. Die Anschaffungskosten samt Zubehör belaufen sich auf rund 22.000 Euro. Möglich war die Anschaffung vor allem dank der großzügigen Unterstützung des Alpenvereins. Die vier Gemeinden Lesachtal, Kartitsch, Ober- und Untertilliach sowie die beiden Tourismusverbände Osttirol und Lesachtal beteiligten sich ebenfalls am Kauf.

Ein Einsatzbild der Drohne nach einem Gleitschirmunfall.
Wärmebild einer Person bei Nacht.

„Technische Geräte wie Drohnen sind im Rettungsdienst immer als Ergänzung zu sehen. Dies hat sich für uns in den letzten Monaten bei mehreren praktischen Anwendungsfällen in unwegsamem Gelände bestätigt“, erklärt Figl. Der Betrieb von Einsatzdrohnen unterliegt strengen Vorgaben der Luftfahrtbehörde und erfordert eine umfangreiche theoretische und praktische Ausbildung des Einsatzteams.

Die Drohne der Bergrettung Obertilliach und Lesachtal wird im Einsatzfall über die Leitstelle Tirol alarmiert. „Drohnen stehen im Rettungsdienst meiner Einschätzung nach am Anfang der Nutzungsmöglichkeiten. Hier ist eine rasante Weiterentwicklung zu erwarten“, so Figl. Absehbar seien etwa Systeme zur Bildauswertung im Rahmen von Suchaktionen, welche auf künstliche Intelligenz zurückgreifen.

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