Johannes Nemmert, Leiter des Baubezirksamtes in Osttirol, hat die Antwort auf eine Frage, die sich viele Lienzerinnen und Lienzer derzeit stellen: Warum dauert es so lange, bis ein neuer Steg über die Isel führt? Der alte musste im Zuge der Hochwasserverbauung abgetragen werden, weil er auf zwei Pfeilern im Fluss stand. Das wäre bei einem HQ100, einem Jahrhunderthochwasser, ein Risiko gewesen.
Die neue, pfeilerlose Konstruktion hat ein anderes statisches Prinzip. Das stählerne Brückensegment wiegt ca. 80 Tonnen. Ein 300 Tonnen-Kran hob es am 27. Jänner in den Morgenstunden in seine Position. Nemmert: „Das ist ein Stahlbeton-Verbundtragwerk. Zum Stahlbau fehlt jetzt noch der Betonbau. Da kommen noch 15 Zentimeter Betondecke drauf, das kann man erst machen, wenn auch in der Nacht keine Minusgrade mehr auftreten, weil sonst der Beton nicht richtig aushärten kann.“
Hier das Video von der spektakulären Aktion, die den beteiligten Technikern und Arbeitern einiges abverlangte. Bei eisiger Kälte und vor großem Publikum wurde der stählerne Steg millimetergenau eingepasst.
8 Postings
Schade, dass kleinmütige Sparefroh-Gemeinderät:innen einen breiteren Steg verhindert haben ...
Kleinmütig oder kleingeistig?
Manchmal muss man Physik, Statik und Ökonomie Tribut zollen. Aber ja, eine vierspurige Straßenbrücke mit Foto-Erker hätte durchaus einen gewissen Charme gehabt.
Schon mal darüber nachgedacht, wie das mit dem Fotoerker funktioniert? Der/die Fotografierte steht im Erker Richtung Spitalsbrücke und der Fotograf steht mitten in der Brücke und hält die Brückenbenutzer auf (Jaja ich weiß, mittlerweile macht man ja Selfies). Oder der Erker ist auf der Westseite, dann gilt das Gesagte umgekehrt. Da nützt der ganze Charme nix, weil da kommt es unweigerlich zu unschönen Szenen a la "Wos schteschn do so bled mitten in da Bruggn, du Depp" und Ähnliches. Wird zwar ohne Erker auch stattfinden, aber nicht so einladend, damit nicht so oft. Und wegen der Brückenbreite: Je breiter, desto unbekümmerter radeln die Radler. So wird wenigstens der eine oder die andere das Radl schieben, was keinem eigentlich schadet.
Manche meinen sogar ernsthaft, das Iselkorsett durch die Stadt gehöre eingehaust um den Transitverkehr darauf rollen zu lassen. Die Stadtner wären ihre über jahrzehnte andauernde Verkehrsdiskussion samt der "unsinnigen" Isellounge endlich los. Vielleicht auch die Herbstnebel. :-)
Was nun bleibt ist ein Stegele* und das ohne "Foto-Erker", wie Sie anmerken.
*Blanik - Drau
@unholdenbank: Ja, Formulierungen wie "Wos schteschn do so bled mitten in da Bruggn, du Depp" und Ähnliches werden immer fallen, egal wie breit die Bruggn ist. Menschen die im wirklichen Leben nix zu reden haben können wenigstens andere Verkehrsteilnehmer beschimpfen. Wenn´s hilft ...
Wird sicher eine feine Sache, freu ma uns drauf!
Februarbeginn: 21 freuen sich auf den Iselsteg, zwei wollen anscheinend nit drübergehn, aber ich denk das "Iselstegele" wird das aushalten.
:-)
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