Die einen lieben ihn, die anderen fürchten ihn. Sein „Comeback“ sorgt für Freude einerseits und hitzige Diskussionen andererseits. Anlässlich des Welttags des Bibers am 7. April betonten Naturschutzorganisationen wie der WWF die Wichtigkeit des pelzigen Nagers im Kampf gegen den Klimawandel.

„Der Biber ist eine Schlüsselart im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise. Er hält Wasser in der Landschaft und schützt uns vor Überschwemmungen und Dürren. Wer den Biber stärkt, stärkt unseren natürlichen Klimaschutz“, sagt WWF-Expertin Sarah Layendecker.
Eine aktuelle Studie des WWF bestätigt den positiven Beitrag des Bibers auf die Natur. Durch den Bau von Biberdämmen wird Wasser aufgestaut und es entstehen ganze Feuchtgebiete, in denen sich Sedimente, abgestorbene Pflanzenreste und Totholz ablagern. So entstehen im Lauf der Zeit Kohlenstoffsenken, in denen große Mengen CO2 gebunden und gespeichert werden – um bis zu zehn Mal mehr als in biberlosen Flusslandschaften. Das verringert die Auswirkungen auf die Klimakrise und erhöht gleichzeitig die Biodiversität, da zahlreiche Tier- und Pflanzenarten im Biberrevier einen neuen Lebensraum finden.
Der WWF fordert daher, dem Biber wieder mehr natürliche Habitate wie etwa spezielle Uferrandstreifen zuzuweisen und durch zusätzliche Maßnahmen eine friedliche Koexistenz zwischen Mensch und Biber zu ermöglichen. Denn: „Wir brauchen dringend mehr naturbasierte Lösungen gegen die Klimakrise und ihre Folgen. Wenn wir den Biber bei seiner wichtigen Arbeit als Baumeister der Natur besser unterstützen, kann er uns dabei helfen, einen wichtigen Beitrag zu leisten,“ so Sarah Layendecker.
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