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Das Kleinflugzeug – eine 2015 gebaute einmotorige Beechcraft Bonanza – stürzte ca. drei Kilometer vor dem Zielflugplatz im kroatischen Medulin ab. Foto: APA/AFP

Das Kleinflugzeug – eine 2015 gebaute einmotorige Beechcraft Bonanza – stürzte ca. drei Kilometer vor dem Zielflugplatz im kroatischen Medulin ab. Foto: APA/AFP

Flugzeugunglück: „Dann geriet es plötzlich ins Trudeln.“ 

Vier Osttiroler starben beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Kroatien. Die Umstände werden ermittelt.

Wie berichtet, sind beim Absturz eines in Osttirol gestarteten Kleinflugzeugs in Kroatien am Donnerstag vier Insassen aus Osttirol ums Leben gekommen. Mittlerweile gibt es einige nähere Details, wenngleich die Ursache bzw. die Umstände der Katastrophe noch völlig im Dunkeln sind.

Die Männer sind in den Jahren 1961, 1968, 1978 und 1986 geboren, berichtete die kroatische Nachrichtenagentur HINA am Freitagvormittag nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Pula. Die Verstorbenen sollen demnach obduziert und alle relevanten Umstände des Unfalls geklärt werden, hieß es. Für die vier Osttiroler war jede Hilfe zu spät gekommen.

Das Unglück hatte sich um 11.20 Uhr über der kroatischen Halbinsel Istrien ereignet, nahe dem Zielort Medulin. Das Flugzeug stürzte zwei bis drei Kilometer südwestlich des dortigen Sportflugplatzes ab. Das laut „Austrian Wings“ 2015 gebaute und in Deutschland registrierte einmotorige Kleinflugzeug vom Typ Beechcraft Bonanza sei aus bisher ungeklärten Gründen ins Trudeln geraten.

Der pensionierte Pilot Nijaz Delić, der auf die Landung der Maschine in Medulin gewartet hatte, berichtete dem kroatischen Rundfunksender HRT, dass das Flugzeug bis zu einer Höhe von etwa 300 Metern normal geflogen sei. „Dann geriet es plötzlich ins Trudeln.“ Der Zeuge sagte, er glaube, es sei dem Piloten noch gelungen, das Flugzeug horizontal abzufangen. „Aber es flog immer noch in einem sehr steilen Winkel auf den Flughafen zu und stürzte einfach auf einen Hügel hinter einem Wald zu. Wir haben es nicht wieder gesehen, es gab keine Explosion, nichts“, sagte Delić.

Flugunfallagentur ermittelt

Die genaue Absturzursache des Fliegers vom Typ Beechcraft G36 Bonanza mit deutscher Kennung war vorerst unklar. Die Ermittlungen vor Ort wurden neben Staatsanwaltschaft und Polizei auch von der Agentur zur Untersuchung von Unfällen im Luft-, See- und Schienenverkehr (AIN) aufgenommen. „Unmittelbar nach Eingang der Meldung über den Vorfall begaben sich die Flugunfallermittler der Agentur zum Unfallort, um eine Untersuchung vor Ort durchzuführen“, teilte die AIN laut HINA auf ihrer Website mit. Nach Abschluss der Sicherheitsuntersuchung werde ein Bericht online veröffentlicht.

Die Maschine war am Flugplatz Lienz/Nikolsdorf in Osttirol gestartet, hatte dessen Betriebsleiterin Andrea Moser am Donnerstag bestätigt.

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