Speichersee auf dem Hochstein wird zum Strandbad!

Weiterer Meilenstein beim Ausbau des Berges – „Wakeboarding“ als Attraktion.

Eine Kleingolfanlage auf der Moosalm, ein Kletterpark in der Pfister und Container im Zielgelände – die Informationen aus dem Hochstein-Vordenkerkreis fließen zwar spärlich, setzt man die Puzzlestücke aber zusammen, ergibt sich schön langsam ein vollständiges Bild von den ambitionierten Plänen zur totalen Vermarktung des Lienzer Hausbergs. Jetzt wurde durch eine Indiskretion die bislang spektakulärste Belebungsmaßnahme publik. Der Speicherteich über der Moosalm soll künftig ganz offiziell zum Badesee ausgebaut werden, voll integriert in das städtische Bädersystem. Die Saisonkarte für den Tristachersee wird ab 2019 auch am Hochstein-See gelten.

Hier sollen bald ein Kabinentrakt, ein Strandcafé und Ladestationen für E-Bikes entstehen, außerdem eine Startrampe für Wakeboarder. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

„Wir setzen dabei auf Nature Magnification, einen ganz neuen Trend, den die Uni Klagenfurt im Auftrag der Stadt Lienz erforscht“, erklärt Stadtmarketingchef Oskar Januschke im Exklusivgespräch mit dolomitenstadt.at. Das Angebot der Natur werde bei diesem Ansatz durch den Menschen „magnifiziert“ und so erst zu einem Geschäft: „Einfach ausgedrückt verlangen wir für etwas, das immer schon da war, jetzt einfach Eintritt,“ erklärt der Marketingmann den genialen Finanzierungstrick, mit dem die marode Bergbahn wieder in die schwarzen Zahlen katapultiert werden soll.

Apropos Katapult: Als besondere Attraktion am zweiten Badesee der Dolomitenstadt soll eine Wakeboard-Anlage vor allem junge Gäste anziehen. „Der Hochstein ist nun einmal ein Skiberg“, erklärt dazu Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, „und wir haben der Bevölkerung versprochen, dass er auch ein Skiberg bleibt. Einziger Unterschied: es geht künftig um Wasserski. So reagieren wir genial auf den Klimawandel.“ Direkt am neuen Badesee wird es Ladestationen für E-Bikes geben, dem bevorzugten Verkehrsmittel der „Generation E“, wie Januschke diese Zielgruppe nennt, die ebenfalls im Auftrag der Stadt genauer erforscht werden soll.

Bereits 2011 ergaben erste Tests, dass der Speichersee auf dem Hochstein ein Eldorado für Wakeboarder werden könnte.

Es wird auch überlegt, eine zweite Sektion des Osttirodlers bis zum Badesee zu bauen. Elisabeth Blanik dazu: „Damit würden wir einem weiteren großen Wunsch der Bevölkerung entsprechen, nämlich die zweite Sektion zu erhalten.“ Hat die Stadt überhaupt das Geld dafür, fragen wir die Bürgermeisterin: „Natürlich nicht. Aber einerseits könnten wir durch einen verlangsamten Hauptplatzausbau die nötigen Mittel umschichten, andererseits hoffen wir auf großzügige Unterstützung des Tourismusverbandes.” Dessen Obmann Franz Theurl antwortete am 1. April mit einer kurzen Stellungnahme: „Das ist doch wohl alles ein Scherz!?”

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18 Postings bisher
smile

...ja schade.... denn ein innovativer Lienzer wollte vor einigen Jahren eine Elektro - Wakeboard - Anlage am Hochstein bauen, die nun im Mölltal ist und ein wirkliches Highlight am Hochstein gewesen wäre....?

peter1

Auch ein Fkk Bereich sollte dazu kommen.

    bergfex

    Mit freiem Eintritt für BMIn Bla-Bla-Blanik.

    Peat

    Ein Fkk Bereich fehlt hier in Lienz sowieso. Wäre sicher kein Problem am Tristachersee einen Bereich für Fkk Anhänger zu schaffen.

Europa

Ich glsube das Projekt ist ein Aprilscherz der Vorschlag währe wenn es gemacht würde eintolles Projekt ist aber ein 100 Prozentiger Aprilscherz.

brunzifab

April, April!

irina

Richtig schade dass 1. April ist! Das wäre mal eine Superidee.

anton2009

April - April!

freekit78

in zeiten von fakenews komplett wertfrei . ein wunder dass überhaupt jemand in der redaktion sitzt an einem sonntag...

Kiew

Noch nie etwas vom 1. April gehört?

Wolke

Aprilscherz?

dolomit

1. April

caum12

Ich frage mich nur, wer soll den Wasserschi-Lift bezahlen, der die Wakeboarder am Speichersee Moosalm ihre Runden drehen lässt? Außerdem plädiere ich dafür, dass ein Teil dort als "alpine naturalism"reserviert wird. Damit hätten wir dann auch das vielbegehrte Alleinstellungsmerkmal und gleichzeitig der kleinstädtischen Bourgeoisie ein knisterndes Schnippchen geschlagen...

senf

wenn man der heutigen bild-berichterstattung glauben kann, dann geht diese initiative vom veranstaltungsunternehmen werner frömmel aus, der diese idee bereits im patentamt angemeldet hat. dort ist auch zu erfahren, dass nur das klientell radsportler und weltcuprennläuferinnen zu trainingszwecken zugelassen, und die projektfinanzierung zu 100% uber das tvb-budget erfolgen wird. obmann franz theurl war in seiner ersten reaktion von der idee hellauf begeistert und hat bereits eine teilzahlung aus dem werbebudget über die portokassa 500.000,- euro angewiesen um, wie er meint, "für lienz rasch ein alleinstellungsmerkmal zu sichern". dagegen protestiert haben aufsichtsrat und musiker martin gratz und der unternehmer thomas oberrainer, der mit seiner surfschule bereits vor jahren von den lienzer berbahnen nach kärnten auf die möll verwiesen wurde. wer nun das neue spektakel am hochstein miterleben will, benötigt eine lizenz des RC oder SC lienz.

tauernwind

Wie man im Hintergrund des Bildes mit der Wakeboarderin erkennt haben dort auch bereits fleißige Natura 2000 Fans Tamarisken gepflanzt um das Projekt über diesen Weg noch zu verhindern, ein eindeutiges Indiz dafür das es sich um ein ernstes Projekt handelt und keinen Aprilscherz ?

Thomas28

April April

schnuffi

Herrlicher Artikel....April ,April....?