Elisabeth Schwarzenbrunner (Mitte) und Abteilungsvorständin Hannelore Frank (re) mit den Kursteilnehmerinnen und Schülerinnen. Fotos: LLA Lienz

Elisabeth Schwarzenbrunner (Mitte) und Abteilungsvorständin Hannelore Frank (re) mit den Kursteilnehmerinnen und Schülerinnen. Fotos: LLA Lienz

LLA Lienz: Multikulti in der Küche und beim Esstisch

Ein gelungenes Projekt: Schülerinnen und geflüchtete Frauen „kochten grenzenlos“.

Mari Rajabi (Mitte), eine der elf Teilnehmerinnen.

Gemeinsam mit dem Verein „Mia helfen – Hilfe für Flüchtlinge in Osttirol“, „Marjam – Patinnen für geflüchtete Frauen“ und dem Freiwilligenzentrum Osttirol startete die Landwirtschaftliche Lehranstalt Lienz im Schuljahr 2017/2018 das interkulturelle Projekt „grenzenlos kochen“.

Elisabeth Schwarzenbrunner, Initiatorin der Projektgruppe „grenzenlos kochen“, präsentierte im Dezember 2017 erstmals das Konzept „gemeinsam kochen und essen“ in der LLA und begeisterte die Schülerinnen der 2. Klasse Fachrichtung Ländl. Betriebs- und Haushaltsmanagement mit Fachlehrerin Monika Kollreider sofort für das Pilotprojekt. Gemeinsam arbeitete man an einer Umsetzung und startete die sechsteilige „Integrationsweiterbildung“ im Frühling 2018 mit dem ersten Lern-Halbtag. Eine Gruppe geflüchteter Frauen aus den arabischen Ländern, dem Iran und Afghanistan kochte gemeinsam mit Schülerinnen Rezepte der jeweiligen Heimat. Das kulturelle Zusammentreffen und das voneinander Lernen auf Augenhöhe war eines der gesteckten Ziele dieses Projektes. Anfängliche Unsicherheiten, Sprachbarrieren und gewisse Vorurteile wichen der Herzlichkeit und dem Verständnis für andere Lebens- und Arbeitsweisen. Es hat Spaß gemacht!

Mit dem Kurs „Haushalt im kleinen Finger“ ergänzte man „grenzenlos kochen“ im Schuljahr 2018/2019 durch Lehrinhalte in den Bereichen Servieren, Tischdecken und -dekoration, Reinigung und Wäschepflege, Nähen und Kräuterkunde sowie Einkaufsplanung.

Zinah Jabbar beim Getränkeservice.

Zum gemeinsamen Abschlussessen am 11. März wurden auch Unterstützer und Sponsoren des interkulturellen Projektes eingeladen. Die elf Teilnehmerinnen, deren Aufenthaltsstatus unterschiedlich ist, erhielten ein Zertifikat, das ihnen bei der Suche nach einer rechtlich angemessenen Tätigkeit Unterstützung bieten soll. Zum Nachkochen für Zuhause gab’s für die Gäste auch noch ein kleines „Multikulti“-Rezeptbücherl, gestaltet von den LLA-Schülerinnen.

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