Soldaten beladen einen Hubschrauber des Bundesheeres mit Lebensmitteln für Prägraten. Foto: Erwin Mattersberger

Soldaten beladen einen Hubschrauber des Bundesheeres mit Lebensmitteln für Prägraten. Foto: Erwin Mattersberger

MPREIS in Prägraten hat ab heute wieder Lebensmittel

Ein Hubschrauber des Bundesheeres übernahm den Transport in das gesperrte Tal.

Die Gemeinde Prägraten im Osttiroler Virgental ist nach wie vor auf der Straße nicht erreichbar. Deshalb flog heute Mittwoch, 20. November, ein Hubschrauber des Bundesheeres frische Lebensmittel zur MPREIS-Filiale des Ortes. Der kleine Lebensmittelmarkt war – wie das gesamte Dorf – von massiven Stromausfällen und einer mehr als 48 Stunden dauernden Unterbrechung der Kühlkette betroffen. Die gelagerten Lebensmittel mussten gemäß den Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit entsorgt werden.

Nun gibt es Nachschub. Bürgermeister Anton Steiner suchte um die notwendige Genehmigung für eine Versorgung auf dem Luftweg an. Am Dienstag war das Flugwetter noch ungünstig. Die heutige Wetterbesserung machte es jedoch möglich, einen Black Hawk des Bundesheeres mit den wichtigsten Lebensmitteln für die Grundversorgung der Bevölkerung zu beladen. Ab sofort sollte Prägraten wieder gut versorgt sein. „MPREIS dankt allen Beteiligten, vor allem den Einsatzkräften, für die gute Zusammenarbeit in der Sicherung der Versorgung unter diesen schwierigen Umständen“, teilt das Unternehmen per Aussendung mit.


Weitere Artikel zum „Wintereinbruch in Osttirol“.

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

5 Postings bisher
pg

Ich bin jetzt nur ein Aussenstehender und habe über die genaue Situation in Prägraten nur durch Medienberichte Informationen, wenn ich diesen Artikel lese stellt sich mir die Frage, ob man die Lebensmittel nicht besser nutzen kann als zu entsorgen... "Die gelagerten Lebensmittel mussten gemäß den Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit entsorgt werden." Und an die Bevölkerung verteilen oder ins Gemeindezentrum bringen, wo gekocht wird/wurde, war nicht möglich? In so einer Situation könnte man erfinderisch werden und mit Schnee kühlen...

    innocentalpaca

    stimme ich zu, in einer Notsituation die eh schon knappen Lebensmittel wegschmeißen... unverständlich

    senf

    @pg: glaubst du nicht, dass hier verderbliche waren gemeint sind, die eventuell auch nicht mehr geniessbar waren, wie z. bsp. milchprodukte? die verpackten joast-weihnachtskekse wurden sicher nicht ausgetauscht. der generellen berichterstattung nach ist die situation anscheinend nur in prägraten präker. soweit mir bekannt, waren es aber mehrere defregger ortschaften, die viel früher schon verkehrstechnisch abgeschnitten waren. warum hört man denn von dort fast nichts?

      pg

      @senf das kann durchaus sein, das geht aus dem Artikel nicht hervor um welche Lebensmittel es sich handelte und bleibt somit (vorerst) Spekulation. Ich kann mir allerdings auch gut vorstellen, dass es wie von @MENTELE erwähnt gehandhabt wurde... Wie jeder weiß können Lebensmittelvorschriften recht streng gehandhabt werden, so werden bereits Produkte entsorgt, die rein optisch gewisse Richtlinien nicht mehr erfüllen... Aktuell liegen die Außentemperaturen annähernd auf Kühlschrankniveau, wenn man die Produkte zum Entsorgen sowieso ausräumen muss, könnte man sie vorzeitig in einer kühlen Garagen zwischenlagern. Aber wie bereits geschrieben, ich bin nur ein Aussenstehender und die Worte "Lebensmittel", "Vorschrift" und "entsorgen" veranlassen mich, da im Artikel nicht näher erläutert, zum Spekulieren.

    MENTELE

    Ich denk da unweigerlich an: "I hab nix zu verschenken" und "Vurschrift is Vurschrift"