Sieben Kinder sind bereits Mitte Juli in diese neue Wohngruppe übersiedelt, zwei weitere stoßen bald dazu und auch neun Jugendliche beziehen im August ein neues Quartier. Alle Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Sieben Kinder sind bereits Mitte Juli in diese neue Wohngruppe übersiedelt, zwei weitere stoßen bald dazu und auch neun Jugendliche beziehen im August ein neues Quartier. Alle Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Neue Wohngruppen im SOS-Kinderdorf Osttirol

18 Kinder und Jugendliche beziehen ihr neues Zuhause in Nußdorf-Debant. Slideshow!

Nach knapp einjähriger Bauzeit wurden nun zwei Wohngruppen für je neun Kinder und Jugendliche im SOS-Kinderdorf in Nußdorf-Debant ihrer Bestimmung übergeben, die ersten Kinder haben bereits ihr neues Heim bezogen. Am Dienstag, 21. Juli, fanden die wichtigsten Partner, die an der Planung und Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projektes mitgewirkt haben, im Rahmen eines kleinen Festaktes vor Ort zusammen.

„Nur durch das Engagement aller Beteiligten war es möglich, den Fertigstellungstermin trotz Verzögerungen und Lieferengpässen aufgrund der Coronakrise zu halten“, betonte Bauleiter Thomas Steinlechner von der OSG. Am 16. Juli 2019 erfolgte der Spatenstich für die neuen Wohneinheiten in Nußdorf-Debant, die insgesamt 2,4 Millionen Euro kosten.

„Ich freue mich sehr, dass mit den zwei neuen Wohngruppen ein behütetes Umfeld geschaffen wurde“, betont Soziallandesrätin Gabriele Fischer.

Unterstützt wurde das Bauvorhaben unter anderem vom Land Tirol. Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) erklärte bei der Schlüsselübergabe: „Jedes Kind hat das Recht, geschützt und sicher aufzuwachsen. Kinder, die aufgrund ihrer familiären Situation schon früh im Leben Herausforderungen meistern müssen, brauchen unsere besondere Fürsorge.“

Kinderdorf-Leiter Guido Fuß lobte die Zusammenarbeit mit den Partnern, Firmen und Unternehmen aus Osttirol und der Umgebung.

SOS-Kinderdorf-Geschäftsführer Wolfgang Katsch sieht die neuen Häuser als „Zukunftssignal“. Der Leiter des Osttiroler SOS-Kinderdorfes,Guido Fuß, hob in seiner Ansprache die nachhaltige und barrierefreie Bauweise hervor: „Der Bau ist barrierefrei, jedes Kind hat ein eigenes Zimmer, es gibt ein Krisenzimmer für Notaufnahmen und erstmals einen eigenen Bereich für Besuche und Übernachtungen von Eltern und Angehörigen.“ In Abstimmung mit den Verantwortlichen durften die Kinder und Jugendlichen die Möbel und auch die Farbe der Wände in ihrem Zimmer selbst aussuchen. Ein Bub entschied sich beispielsweise für eine goldene Wand.

Das Architektenduo Michael Lukasser und Karlheinz Beer (v.l.).

Im neuen Wohnhaus sind bereits vier Mädchen und drei Burschen im Alter von sechs bis zehn Jahren eingezogen, im August übersiedeln dann neun Jugendliche vom alten Jugendhaus in ihr neues Heim am Zietenweg.  „Unser Ziel war es, den kleinen Menschen viel Platz zu bieten“, betonen die Architekten unisono. Man habe bereits Vorsorge getroffen, um die neuen Gebäude bei verändertem Bedarf in ein paar Jahren ohne großen Bauaufwand umfunktionieren zu können.

Slideshow:

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