„Zum Ersten, zum Zweiten, und zum Dritten!“ Auktionator Stefan Taferner (rechts) waltet in der Spitalskirche seines Amtes. Foto: Martin Lugger

„Zum Ersten, zum Zweiten, und zum Dritten!“ Auktionator Stefan Taferner (rechts) waltet in der Spitalskirche seines Amtes. Foto: Martin Lugger

Auktion in der Spitalskirche brachte 46.150 Euro

Teuerstes Bild war ein Akt von Walchegger, doch auch junge Kunst stand hoch im Kurs.

Die Kunstauktion in der Spitalskirche Lienz am 5. Jänner war eine Premiere in mehrfacher Hinsicht. Bisher fand die Versteigerung der 24 Originalbilder des Lienzer Kunst-Adventkalenders mit einer pandemiebedingten Ausnahme immer in der Liebburg statt, diesmal war die Spitalskirche der Ort, an dem Auktionator Stefan Taferner seine Klingel anschlug, sobald ein Bild den Besitzer wechselte.

Das machte er 24 Mal, denn alle Bilder kamen erfolgreich unter den Hammer mit einem Gesamterlös von 46.150 Euro. Dieses Ergebnis liegt nur knapp unter dem Rekordwert des Vorjahres, was deshalb erstaunlich ist, weil der Kunst-Adventkalender, der 2021 bereits zum 24. Mal das Lienzer Rathaus schmückte, deutlich mehr junge, nicht arrivierte Künstler:innen ins Blickfeld rückte als je zuvor. Auch ihre Werke erzielten teilweise erstaunlich gute Preise.

Matthias Dapra, Präsident des Round Table Lienz, verkündet das Gesamtergebnis. Hinter ihm das Franz Walchegger Aktbild, das den höchsten Preis erzielte. Foto: Martin Lugger

Round Table-Präsident Matthias Dapra, der für den frischen Wind verantwortlich zeichnet, freute sich entsprechend über das gute Auktionsergebnis, zu dem neben den Jungen freilich auch einige „Altmeister“ beitrugen, allen voran Franz Walchegger, dessen Aktzeichnung um 5.000 Euro den Besitzer wechselte und damit das teuerste Bild des Abends war, gefolgt von einem großformatigen Afrika-Motiv des Innsbrucker Illustrators und Buchkünstlers Patrick Bonato, das 4.000 Euro erzielte. Diese Summe ist bemerkenswert, weil es sich um einen Druck handelt und der Ausrufungspreis bei 700 Euro lag.

Die Kunstschaffenden stellen ihre Werke für den wohltätigen Zweck kostenlos zur Verfügung, was gerade in Zeiten eingeschränkter Präsentations- und Ausstellungsmöglichkeiten einen besonderen Applaus verdient. Vorgestellt wurden die Bilder und ihre Schöpfer:innen von der langjährigen Leiterin des Museums Schloss Bruck der Stadt Lienz, Silvia Ebner. Auch das war eine Premiere, ebenso wie die Liveübertragung der Veranstaltung auf dem YouTube-Channel von dolomitenstadt.at.

Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe und Kommunikationswissenschafter arbeitete Jahrzehnte als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er mit seiner Familie im Jahr 2000 nach Lienz zurückkehrte und dort 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief.

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