Manuel Amoser hält Matrei am Leben

Happy End bei Last-Minute-Drama im Abstiegskampf. Die Osttiroler Ergebnisse im Detail.

Das Ende der Saison rückt näher und die Kicker der Union Matrei haben nicht mehr viele Versuche, um den Weg aus dem dunklen Tabellenkeller zu finden. Die Taschenlampe von Manuel Amoser funktionierte am vergangenen Wochenende. Im wichtigen Heimspiel gegen Schlusslicht Ledenitzen war ein Sieg für Matrei zwar Pflicht, aber keineswegs reine Formsache.

Oliver Steiner lupft den Ball in die Maschen – 1:0 für Matrei! Fotos: EXPA/Huter

In der 60. Minute brachte der wiedererstarkte Oliver Steiner die Iseltaler mit einem Lupfer in Führung. Als sich die Kärntner dann auch noch mit einer roten Karte dezimierten, herrschte Zuversicht im Tauernstadion. Vielleicht auch deshalb gelang es Ledenitzen, die Matreier zu schocken. Nach dem Ausgleichstreffer von Andreas Taube in der Schlussphase trug die Trainerbank der Heimischen ernste Mienen.

Dramatik pur: Alexander Moser hält den Elfer von Manuel Amoser.

Der Frust wurde noch größer, als Manuel Amoser in der letzten Minute einen Elfmeter vergab. Innerhalb weniger Sekunden avancierte er aber vom Pechvogel zum Retter in der Not: Wenige Augenblicke nach seinem Fehlschuss versenkte Amoser den Ball im Netz – Heimsieg!

Ende gut, alles gut: Amoser rettet Matrei drei wichtige Punkte.

Damit wären die Iseltaler in der Tabelle mit dem SV Seeboden gleichgezogen, der auf dem rettenden zwölften Platz rangiert. Doch auch die Seestädter haben die Zeichen der Zeit erkannt und trotzten ausgerechnet dem von Harald Panzl trainierten FC-WR Nußdorf-Debant einen Punkt ab. Besonders bitter: Die Osttiroler führten lange, erst in der 88. Minute gelang Seeboden der Ausgleich. In der Tabelle schrumpft Seebodens Abstand auf Matrei dennoch auf einen Zähler.

Kartenregen in Assling, Kantersieg in Lienz

Ein buntes Kartenspiel gab es am Wochenende in der Theurl-Arena in Assling zu sehen. Gegen den SV Greifenburg lagen die Osttiroler lange Zeit mit 0:1 zurück. In der Schlussphase standen die Kärntner nach zwei roten Karten nur noch zu neunt am Feld. Assling spielte die numerische Überlegenheit gekonnt aus und siegte dank der Treffer von Julian Fuchs, Florian Huber und Samuel Schönegger mit 3:1.

Auch Rapid Lienz durfte über einen Heimsieg jubeln. Die Grünweißen überrollten den SV Sachsenburg mit einem 5:1-Kantersieg. Man of the match war „Bomber“ Denis Kerrniqi, der einen lupenreinen Hattrick schnürte. Der FC Dölsach musste gegen Aufstiegsaspirant Lind Lehrgeld zahlen, die Kärntner siegten mit 4:0.

Die aktuelle Tabelle der Unterliga West:

Dolomitenstadt-Redakteur Roman Wagner studierte an der FH Joanneum in Graz Journalismus und Public Relations. Er ist Reporter mit Leib und Seele, am liebsten mit Mikrophon und Kamera unterwegs und leitet das Sportressort bei Dolomitenstadt.

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