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Lienz: SES will Kaufhausprojekt Ende 2026 einreichen

Über einem Eurospar soll es auf zwei bis drei Geschoßen „Mischnutzung“ geben.

Kaum ein Großprojekt hat mehr mit der politischen Karriere der aktuellen Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik zu tun und wurde in der Stadt heißer diskutiert als das Vorhaben, an der Dolomitenkreuzung ein Großkaufhaus zu errichten. Wir bereiten dazu aus aktuellem Anlass ein Dolomitenstadt-Dossier vor.

Dieses Areal wird nicht ewig Parkplatz bleiben. Der Eigentümer SES will hier 2027 mit dem Bau eines Eurospar-Marktes samt Tiefgarage und Mischnutzung in den Obergeschoßen beginnen. Foto: Dolomitenstadt

Der erste Anlauf unter dem Titel M99 brachte vor gut 15 Jahren mehrere wuchtige Entwürfe, mündete in eine politische Schlacht und endete mit dem Konkurs der Südtiroler Projektanten und der Übernahme des Areals aus der Konkursmasse durch die SES Spar European Shopping Centers mit Sitz in Salzburg.

Dieser Konzern spielt in einer völlig anderen Liga als die ursprünglichen Projektbetreiber und genießt auch deutlich höhere Reputation. Zur Einordnung: SES betreibt Shoppingcenter und Malls in Österreich, Slowenien, Norditalien, Ungarn, Kroatien und Tschechien und konnte 2025 beim Umsatz um 2,2 Prozent auf 3,61 Mrd. Euro zulegen. Insgesamt besuchten laut aktueller Bilanz 116 Mio. Menschen die zum Konzern gehörenden Einkaufszentren.

Insgesamt besitzt SES in den genannten Ländern über 871.000 Quadratmeter verpachtete Fläche mit über 1.900 Shops in 28 Einkaufszentren, drei Retailparks und einer gemanagten Einkaufsstraße. Das Unternehmen beschäftigt knapp 450 Menschen und hat seinen Sitz in Salzburg. In Österreich, wo SES Marktführer der Betreiber von Shoppingcentern ist, legte SES beim Umsatz im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro zu.

2025 habe man kräftig investiert, erklärte CEO Christoph Andexlinger kürzlich gegenüber der APA. Insgesamt wickle man gerade Bauprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 138 Mio. Euro ab. Der Sillpark in Innsbruck wird zurzeit erneuert und um einen Gesundheitspark erweitert. Um dieses Segment weiterzuentwickeln, hat SES das Joint Venture TWOmorrow Gesundheit GmbH mit der auf Gesundheitsangebote spezialisierten Vinzenz Gruppe Service geschlossen.

„Wir prüfen weitere Standorte“, sagt Andexlinger, der in regionalen Gesundheitsdienstleistungen eine attraktive Ergänzung für das Angebot in Shoppingcentern sieht. Ob das auch für den Standort in Lienz eine Option wäre, will man vorweg nicht bekanntgeben. Doch auf Nachfrage von dolomitenstadt.at gibt es zumindest einige Rahmendaten für die künftige Nutzung des derzeitigen Parkplatzes an der belebten Dolomitenkreuzung.

„Wir arbeiten derzeit in enger Abstimmung mit der Stadt an einem Projekt mit Tiefgarage, Eurospar im Erdgeschoß und zwei bis drei Obergeschoßen mit multifunktionaler Nutzung. Eine konkrete Baueinreichung ist für Ende 26/Anfang 27 geplant“, erläutert Christoph Andexlinger.

Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe arbeitete als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er nach Lienz zurückkehrte und 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief. 2025 erhielt Pirkner für seine journalistische Arbeit den Walther-Rode-Preis.

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40 Postings

Annalies
vor 4 Wochen

Warum braucht es dieses EKZ? Wir haben viele leere Verkaufslokale, die man wieder neu beleben könnte. Der Online-Handel bleibt in jedem Fall eine Konkurrenz, auch für ein 'neues' Angebot. Zuerst wird es Interesse geben, nach einiger Zeit wird es jedoch nachlassen. Supermärkte haben wir in Lienz und Umgebung mehr als genug. Gastronomielokale gibt's quantitativ ausreichend, qualitativ ist noch Luft nach oben....

 
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Outlandla
vor 4 Wochen

Da der Standort zentral liegt, glaube ich nicht, dass dies zu einer Kundenabwanderung aus der Innenstadt führt. Die Kundenabwanderung und das Sterben von bestehenden Betrieben passiert eher durch die neue Konkurrenz. Mehr Konsum Möglichkeiten bei gleichbleibenden Konsumenten bedeutet für alle weniger. Ich glaube nicht, dass plötzlich mehr Kunden auftauchen bzw. die Bestehenden mehr ausgeben - woher auch nehmen Geld und Konsumenten. Aus meiner Sicht daher ein klares NEIN zu neuen Konsumtempeln.

 
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Walchenstein
vor 4 Wochen

der stationäre handel schrumpft. der leerstand an handelsflächen steigt. sogar geschäftslokale in 1a lagen finden wenn überhaupt immer schwerer einen nachmieter. dies ist auch in lienz bereits deutlich zu sehen. der inhalt eines glases wird nicht mehr in dem man das glas vergrößert…

 
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    steuerzahler
    vor 4 Wochen

    Es liegt wohl an den völlig überzogenen Mieten und Ablösen, daß sich kein Nachmieter findet. In einem Konsumtempel erwarten sich die Geschäftsbetreiber eine höhere Frequenz und akzeptieren daher eher hohe Mieten. Ich kenne solche Häuser wie das geplante und muß sagen, mit mir macht dort keiner ein Geschäft.

     
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    Servus
    vor 4 Wochen

    liegt an den horrenden Mieten. Die können nur noch grosse Ketten stemmen.

     
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Ist es so
vor 4 Wochen

Eine moderne Sparfiliale tut dieser Gegend sicher gut. Aber alles weitere wohl eher nicht, wollen wir keine leeren Schaufensterfassaden bekommen.

Leider wirds wohl laut inzwischen uralter und unveränderter Widmung genauso kommen, wie die SES ihren Vorteil zu sehen glaubt, noch dazu, da offenbar auch das Stadtbauamt wieder die Finger mit im Spiel hat, leider nie ein gutes Zeichen, wenn man weiß, wie dort gearbeitet wird, vorallem an Trägheit nicht überbietbar, solange, wie dort immer alles dauert.

Und noch dazu wird auch Frau Bgm. LA DI E.B. wieder nicht von ihrer Ansicht runtergehen, gewidmet ist nun mal gewidmet und basta, gleich wie beim Möbelix-Unsinn. Den Schaden wird Lienz in späterer Folge haben, die Verantwortlichen putzen sich dann eh alle wieder ab, denn wie konnte man das bloß erahnen?

Aber wenns schon kommt, hoffentlich niederer, nicht so häßlich wie die ursprünglichen Planungen und eventuell mit anderen Nutzungen, vlt. als Ärztepraxen, Büroflächen, Wohnungen oder Restauration. Dann wär wohl auch die Akzeptanz der Bevölkerung gegeben und die Fr. Bgm. könnte eine Wiederwahl schaffen, wenn sie hier nicht auch wieder völlig nachgibt, da sie nur die Steuereinnahmen sieht.

Blöd für sie wirds bei einem übergroßem Koloss halt zudem noch, dass sie dann ihren Kaffee bei der Naschkatze nur noch im Schatten genießen kann, die aktuell schöne Aussicht zu den Bergen ist dann auch futsch.

Also, nur noch im "normalen" Umfang die Baubewilligung ausstellen, dann könnts was Sinnvolles werden. Und hoffentlich auch mal mit Eigenstromerzeugung am Dach, sollte längst Pflicht sein, sodass man autark und direkt die Energie nutzen kann.

 
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    senf
    vor 4 Wochen

    Langsam wirds im romantischen Dolostadtl mühsam. Unabhängig vom eigentlichen Thema fällt auf, wie in Lienz herumgewatscht wird. Man versucht hinter dem Rücken anzuschwärzen, zu beleidigen und zu schimpfen.

    Die Finger des unfähigen und trägen Bauamtes sind offenbar im Spiel, die Bürgermeisterin wir von ihren Ansichten nicht loslassen, dieselben Fehler wie beim Möbelhausunsinn werden für Lienz spätere Folgen haben. Dann das Wunschkonzert, ein "moderner" Sparmarkt, Arztpraxen, Restaurants, ja sogar Wohnungen und Büroflächen sollen untergebracht werden wodurch die schöne Bergaussicht wegen der Gebäudegröße futsch sein wird. Und schlussendlich wär eine PV Anlage der Hammer, der das Objekt "energieautark" machen würde. Der Kaffee in der Naschkatze bleibt für die Lisl hingegen kalt, es herrscht ja Schatten. Wie dramatisch!

    Lieber @ist es so, verzeih, hab selten so an widersprüchlichen Posting gelesen, mit dessen Quatsch a paar in die Pfanne gehaut werden sollten. Wie wärs mit konstruktiver Kritik?

     
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    Annalies
    vor 3 Wochen

    Geschätzter senf@. Mit Ihnen finde ich es, bei aller Wertschätzung, auch manchmal mühsam. Jegliche Kritik an der SPÖ oder der Liesl wird ihrerseits unmittelbar pariert. Auf bestimmte Themen kommt sofort der Deckel drauf. Es gibt verschiedene Meinungen und Blickwinkel! Nicht Jede(r) reagiert aus parteipolitischen Erwägungen heraus.

     
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      senf
      vor 3 Wochen

      Liebe Annalies, bei aller Anerkennung und Wohlwollen Ihrer Beiträge irren sie doch ein wenig in meiner Haltung zu Frau Blanik, die Bürgernähe pflegt. Was mich stört ist der unflätige Umgang, ja ein schon ketzerisches Verhalten so mancher User gegenüber dieser Person. Vor allem von Leuten, die wenig bis gar keine Ahnung von Stadtverwaltung haben, haltlose Ansprüche stellen und ständig nach ihrem Gutdünken inszenieren um jemanden bloß zu stellen.

      Ich weiß schon, der "gstandene Osttiroler" bockt gerne, vergisst aber oft, dass man den Leuten auch mit Wertschätzung begegnen sollte. Besonders Frauen gegenüber scheint so mancher hier noch im letzten Jahrhundert unterm Druck des Kirchturmes zu atmen. Anstatt sich einzubringen, wird halt emsig drauflosgepöbelt.

      Meine Beweggründe liegen im respektvollen Umgang, oftmals aus einer gefühlsmäßigen Verteidigungshaltung heraus. Das hat nichts mit parteipolitischer Motivation zu tun, die Sie mir nicht ungern vorwerfen.

      Ich schätze die Gemäuer der Stadt, sie ergeben ein romantisches und gepflegtes Bild das man gerne aufsucht, in dem man gerne verweilt. Ich schätze auch die Stadtner, sie sind kontaktfreudig und gesellig, manchmal ein wenig abgehoben, trotzdem pflegen sie eine herzliche Willkommenskultur. Frau Blanik repräsentiert diese "Lienzer Prägung" ganz besonders und ich denke schon, dass ihr ihre Heimatstadt am Herzen liegt, wenn auch so manche Probleme auf ihren Schultern lasten. Trotz großer Einstimmigkeit im Gemeinderat, was ja auch auf gute Zusammenarbeit aller Fraktionen unter ihrer Hand schließen lässt. Das meint hier ein Nichtstadtner - ein Auswärtiger!

       
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      Kurgan
      vor 3 Wochen

      Lieber Senf, wenn ich mich recht entsinne, waren Sie es doch, der immer von der "Liesl" sprach. Was man für durchaus despektierlich halten kann und einen Hauch von Doppelmoral in sich birgt.

      Ob das Geschlecht darüber entscheiden soll, ob jemand kritisiert werden kann oder nicht, halte ich für unsinnig. Es gibt im Bezirk einige Beispiele, wo sich Amtsinhaber beider biologischen Geschlechter nicht mit Ruhm bekleckert haben.

      Annalies bestätigt hier einen Eindruck, der sich auch in mir verfestigt hat. Kommt der Name Blanik vor, springen Sie ihr sofort zur Seite. Sie framen Sie auch gleich zu Beginn als bürgernah. Will da jemand eine leicht manipulative Duftmarke setzen? 😉

       
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      senf
      vor 3 Wochen

      Manipulative Duftmarke? Ein schöner Ausdruck der reversibel noch die bessere und öfter Anwendung birgt. Das ist doch die Absicht, oder?

       
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observador
vor 4 Wochen

Lienz hat sich bereits einmal erfolgreich gegen einen derartigen Innenstadt-Killer zur Wehr gesetzt. Und damit bewiesen, dass dies der einzig richtige Schritt war: Lienz ist eine wunderbare, lebendige und lebenswerte Stadt und das vor allem deshalb, weil der Mix aus Ketten, kleinen Händlern und Gastromonie (die Nachtgastronomie lassen wir da jetzt mal bewusst aus) stimmig ist und einfach funktioniert. Ein generisches, seelenloses EKZ hätte mit Sicherheit einige Frequenzbringer aus der Innenstadt abgezogen und diese nachhaltig beschädigt. Bleibt die Frage, was die SES jetzt plant. Dass es ein Eurospar und kein Interspar wird, zeigt für mich, dass man hier schon mal etwas tiefer in's Regal greift und keinen Shopping-Tempel errichten will. Bleibt zu hoffen, dass auch der Rest des Konzepts etwas mit sich bringt, dass das Angebot der Innenstadt sinnvoll ergänzt und nicht zu ersetzen versucht.

 
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    chiller336
    vor 4 Wochen

    nun ein eurospar in lienz würde wohl wesentlich zur verkehrsminimierung richtung debant zum interspar beitragen. von daher wär das wohl ein gewinn für alle. zum händlersterben in lienz habens eh schon mehrere geschrieben - diese enormen pachten (sowohl im einzelhandel als auch in der gastro) im stadtgebiet schrecken viele geschäftstreibende ab - diese kristallisieren sich sozusagen als eintagsfliegen heraus - und so isses nciht verwunderlich, dass viele räumlichkeiten leer bleiben. vlt sollte man auch hier über eine leerstandsabgabe wie bei den für spekulationen ungenutzten wohnungen nachdenken

     
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oschtirola
vor 4 Wochen

Wenn ich in eine grössere Stadt fahre, dort ein Einkaufszentrum besuche und parke, schlendere ich natürlich auch die Umgebung rundherum ab, wenn sie einladend gestaltet ist. Das ist in Lienz definitiv so. Da sich dieses EKZ sehr nahe an anderen zentralen Lienzer Einkaufsgassen befindet, werden Kunden natürlich auch diese besuchen. Aber ja, die Lienzer Jammerei und Angst vor etwas Neuem. Da baut der "Anda" in der Debant noch 5 weitere Grossobjekte bis in unserem Stadtl etwas passiert. Ein kleiner Tipp an die Verpächter der leerstehenden Immobilien. Mit einer "normalen" Pacht kann man uU seine Objekte wieder zum Leben erwecken.

 
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    chiller336
    vor 4 Wochen

    ja wo werdn denn dann eppa die besucher vom stadtmarkt woll parkn? hm? :D

     
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      senf
      vor 4 Wochen

      ... in da Tiefgarasch, die meisten kommem eh mit den Bus oder dem Fahrrad!

       
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      oschtirola
      vor 4 Wochen

      Wenn sie wirklich glauben, die Stadt Lienz würde sich so ein Eigentor schiessen und ihren geliebten Stadtmarkt abwürgen anstatt dem Bauherrn entsprechende Vorgaben zu machen, wirds wohl in letzter Konsequenz ein "Double Drive Through - Stadtmarkt / Eurospar" werden. "Kopfschüttel"

       
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      chiller336
      vor 4 Wochen

      diese frage meinerseits war wohl eher mit einem augenzwinkern gemeint - aber gut dass du gleich reagierst

       
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Mariazell
vor 4 Wochen

Ich bin der Meinung das Kaufhaus der Stadt sehr wohl tut wenn es Waren die es in Lienz sonst nicht gibt wie ein Moba Händler und vieles mehr Ciao Walter

 
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    isnitwahr
    vor 4 Wochen

    was ist ein Moba Händler?

     
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      chiller336
      vor 4 Wochen

      ein modellbahnhändler

       
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Shusha
vor 4 Wochen

Es ist ehrlich gesagt unverständlich, dass man dieses Thema überhaupt noch ernsthaft diskutiert. Wer sich auch nur ein wenig mit der Entwicklung vergleichbarer Städte beschäftigt, weiß genau, wohin solche Einkaufszentren führen: zur schleichenden Verödung der Innenstädte. Zuerst kommt die Euphorie, dann wandern Kaufkraft und Frequenz ab – und zurück bleiben leere Schaufenster, austauschbare Ketten und eine Innenstadt, die ihren Charakter verloren hat. Genau das droht auch Lienz, wenn man diesen Weg einschlägt. Anstatt immer neue Verkaufsflächen am Stadtrand oder in Großprojekten zu schaffen, sollte man endlich beginnen, das Bestehende zu stärken. Eine lebendige Stadt entsteht nicht durch Beton und Konzepte am Reißbrett, sondern durch funktionierende Strukturen, Vielfalt und echte Begegnung. Und ja, auch die Vermieter tragen Verantwortung. Jahrelanger Leerstand bei gleichzeitig unrealistischen Mietvorstellungen ist Teil des Problems. Es braucht endlich die Bereitschaft, sich der Realität anzupassen, anstatt auf Maximalrenditen zu beharren und zuzusehen, wie die Stadt langsam ausblutet. Die eigentliche Frage ist nicht, ob dieses Projekt wirtschaftlich interessant ist – sondern ob wir bereit sind, dafür unsere Innenstadt aufs Spiel zu setzen

 
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WORKING CLASS HERO
vor 4 Wochen

Warnung aus Ried im Innkreis — selbe Firma, selbes Versprechen.

Ried im Innkreis: ~12.700 Einwohner, Bezirkshauptstadt, strukturell nahezu deckungsgleich mit Lienz. 2015 eröffnete SES dort die Weberzeile — mit exakt denselben Versprechen, die heute für Lienz kursieren: Belebung, Synergien, keine Gefahr für die Innenstadt. Das Ergebnis: Sechs Monate nach Eröffnung ging das Modehaus Meißl in Insolvenz — ein Betrieb seit 1897, 119 Jahre Stadtgeschichte. Der Geschäftsführer sagte es öffentlich: die Kundenfrequenz in der Innenstadt ist eingebrochen. Die TU Wien widmete dem leer stehenden Meißl-Gebäude eine eigene Masterarbeit als Fallstudie für Innenstadtleerstand. Heute braucht Ried einen mehrjährigen „Agenda-Zukunft"-Prozess, um die Innenstadt zu reparieren. Lienz hat etwas, das Ried nicht mehr hat — und das ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis von Jahrzehnten konsequenter Innenstadtarbeit. Was Stadtmarketing-Chef Oskar Januschke und sein Team über all die Jahre aufgebaut haben — eine funktionierende, lebendige, charakterstarke Innenstadt, die Einheimische wie Touristen gleichermaßen anzieht — ist in Österreich 2026 die Ausnahme, nicht die Regel. Die Kaufkraft im Lienzer Einzugsgebiet ist eine Konstante. Was ins EKZ fließt, fehlt in der Innenstadt. Das ist keine Meinung — das ist Arithmetik, und Ried beweist sie.

Bitte nicht dasselbe Experiment wiederholen und in zehn Jahren fragen, warum es nicht funktioniert hat.

 
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    DimebagDarell
    vor 4 Wochen

    bingo, Lienz hat genau das was viele Städte nicht mehr haben. Eine belebte Innenstadt mit feinen Branchenmix, Kaffeehäusern, Bars, Restaurants, Eisdielen. Fast schon italienisches Flair!!! Das wird so nicht bleiben. Die klassischen SES Geschäfte haben wir eh alle schon da, diese werden dann in der Innenstadt wohl zudrehen... wer glaubt es kommt anderst, schauen wir in 10 Jahren...

    Können wir nicht einmal was vorhandenes weiterentwickeln und uns von den anderen differenzieren?? Tragen die Verantwortungsträger unserer Bezirkshauptstadt letztlich AUCH NOCH die Innenstadt zu Grabe und gehen damit endgültig in die Geschichte ein? Let's see!! Habe das ungute Gefühl das es wohl so werden wird.

     
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      Ichhabevltrecht
      vor 4 Wochen

      Hmm und warum werden die Geschäfte auch OHNE EKZ weniger ? Erkärung bitte

       
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      Servus
      vor 4 Wochen

      sehe ich nicht so. Gerade der Spar in der Defreggerstrasse ist sehr in die Jahre gekommen. Praxisräume sind immer Mangelware. Und wer weiß, vielleicht findet sich das ein oder andere neue Geschäft dort. Sofern nicht horrende Mieten verlangt werden.

       
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      DimebagDarell
      vor 4 Wochen

      siehst du derzeit übermäßig viele Leerstände??? Ehrlich bitte.

       
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      MVP
      vor 4 Wochen

      @ichhabvltrecht: wenn jetzt schon weniger werden, wird´s mit dem ses noch schlimmer. und ich darf nachmals die arkarden in klagenfurt als beispiel nehmen... da gab es vor 3 jahren auch einige leerstände

       
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      senf
      vor 4 Wochen

      Weil man die meisten den Chinesen und den Ami bevorzugen, wie uns die Briefträger längst verraten. Der Ami ist zuminsest auch Vermittler und schickt deshalb auch europäische Produkte, der Chinese nur seine eigenen. Jo und a paar andere Versandler gibts jo a no. Es liegt halt auch an uns, ob unsere Gscheftla an no was abkriegn. Leitln tuts doch a bisserl überlegen, wenns schon Zuig braucht. Aber vielleicht hast desmal ned recht!

       
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    observador
    vor 4 Wochen

    Danke! Genau das passiert fast überall, wo solche Projekte umgesetzt werden - und mögen sie noch so klein und zentrumsnah sein. Es würde schon reichen, wenn in Lienz z.B. der H&M (den man jetzt bei Gott nicht toll finden muss) aus der Rosengasse verschwindet und in das EKZ wandert. Diese Lücke wird so leicht nicht zu schließen sein und die Frequenz, die der Laden mit sich gebracht hat ist weg. Und das war dann nur der erste Dominostein. Es gibt so viele mahnende Beispiele: Das bereits genannte Ried, Saalfelden, Villach, Wörgl, Schwaz, Steyr... die Liste lässt sich fast endlos weiterführen. Ich hoffe sehr, dass es eine Bewegung wie Monster99 damals nicht mehr braucht, da diese extreme Polarisierung damals auch viel kaputt gemacht hat, denke aber auch, dass man hier so viele wie möglich Einfluss nehmen sollte. Supermarkt passt, gerne auch das genannten Arztpraxen, Büroräume, meinetwegen ein Fitnessstudio, etc. Vielleicht gibt's auch noch das ein pder andere Konzept, das derzeit auf der grünen Wiese geplant wird und da viel besser passen würde. Aber bitte kein Standard-EKZ, dass der Innenstadt das Wasser abgräbt. Zwei Dinge, die mir hier noch spontan einfallen: 1.) Ich erinnere mich nur zu gut, als M99-Entwickler Bachmann damals einen Zara versprochen hat und glaubte damit die Herzen der modebewussten Lienzer zu gewinnen. 2.) Warum werden eigentlich Projekte auf der grünen Wiese geplant, wenn man hier ja dann Fläche hätte? Was wurde eigentlich aus dem tollen M-PREIS Neubau an der Zettersfeldkreuzung? (ist für ein SES-Projekt natürlich kein Thema)

     
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      observador
      vor 4 Wochen

      Update: Da hab ich wohl verschlafen, dass das jetzt der BILLA werden soll. Fragwürdig bleibt das Projekt dort jedenfalls.

       
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    Ichhabevltrecht
    vor 4 Wochen

    Vergeleichst du im ernst ried mit Lienz hahaha . In Ried gibt es viel drumherum ... In lienz gibt es bis Südtirol und oberkärnten garnix . Aber man kann immer Birnen mit Äpfel vergleichen .

     
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Nori
vor 4 Wochen

Bin der Meinung das es der Stadt gut tun wird weil ja im Zentrum, nicht wie in anderen Städten km entfernt...für die Innenstadt (Hauptplatz usw ) braucht es anderes Konzept...siehe Gastronomie und Gestaltung.

 
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    MVP
    vor 4 Wochen

    dann fahr mal nach klagenfurt! city-arkarden sind mitten in der stadt... innenstadt trotzdem tot.

    hab einige jahre dort gelebt, jetzt wieder in lienz. bekomme in lienz so ziemlich alles was ich in klagenfurt bekomme... charme hat lienz aber ungleich mehr!

     
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    senf
    vor 4 Wochen

    @nori, an was denkst, wenn dir a anderes Konzept herbeiwünscht? Soll etwa gar die Stadt die Gastronomie übernehmen?

     
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MVP
vor 4 Wochen

wie sehr so ein einkaufscenter die innenstädte aussaugt ist an ganz vielen beispielen in österreich ersichtlich.

lienz hat, im vergleich zu diesen städten, so viel mehr charme.

das einkaufscenter wird der stadt mit sicherheit nicht gut tun

 
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    Ichhabevltrecht
    vor 4 Wochen

    So ein schmorn ... Geh mal durch die Stadt . Dort sindü immer und immer mehr leerstehende Geschäfte auch OHNE eines EKZ ... Die Stadt braucht moderen Geschäfte was haben wir in Lienz ... Genau NICHTS. Endlich passiert hier mal was . Das EKZ braucht es , nicht nur für Regionales Einkaufen sondern auch um vlt nicht jede Sache im Internet bestellen zu müssen.

     
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      senf
      vor 4 Wochen

      Oha, du warst a no nit in Lienz. A nettes Stadtl, geh mal hin, wirst überrascht sein. Oba die Vorurteile lass bitte daham :-)

       
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      MVP
      vor 4 Wochen

      was wären denn moderne geschäfte für dich?

       
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      Danny
      vor 4 Wochen

      Ich glaub es erst,wenn es steht nach mehr als 15 Jahren Diskussion. Woanderst geht alles schneller,-als in Lienz

       
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