Der Zu- und Umbau der Dolomitenhalle in Lienz neigt sich dem Ende zu, der Spielbetrieb in der diesjährigen Wintersaison gilt damit als gesichert: Denn wie die Stadtamtsdirektion mitteilt, gilt ab 1. November eine aktualisierte Hallenordnung für die neue Anlage. Und das dürfte auch das Datum für die Wiedereröffnung zumindest der sportlichen Anlagen sein.



„Wir sind noch guter Dinge, dass wir Anfang November den Tennisbetrieb aufnehmen können“, erklärte Elisabeth Blanik in der Gemeinderatssitzung am 14. September. Dann werde zwar im oberen Bereich der Anlage noch gearbeitet, „aber Tennis sollte man bereits spielen können“.
Neue Tarife
Der Sportausschuss der Stadt hat bereits im Sommer neue Tarife vorgeschlagen, die der Gemeinderat nun auch offiziell beschloss. Sportausschussobmann Siegfried Schatz: „Wir haben uns wirklich Gedanken gemacht. Wir hatten zwölf verschiedene Tarife, das wollten wir überschaubarer und klarer machen.“ Man habe auch in der näheren und weiteren Umgebung die Tarife der Tennishallen angesehen.
Großteils seien diese Hallen wesentlich teurer und verlangen auch von Jugendlichen teilweise deutlich über 20 Euro pro Stunde. Junge Tennisspieler:innen werden deshalb auch in Lienz künftig etwas tiefer in die Tasche greifen müssen, mit 13 statt zehn Euro für die Stunde tagsüber von 7.00 bis 17.00 Uhr. Neu ist, dass Jugendliche auch am Abend spielen dürfen, dann aber nur zum Erwachsenentarif. Die Tarife für Erwachsene wurden vereinfacht. Es gibt nur noch zwei Stufen. Erwachsene zahlen von 7.00 bis 17.00 Uhr 19 Euro, danach bis 23.00 Uhr 25 Euro.
„So zu tun, als könnten wir alles um nichts zur Verfügung stellen, das wird nicht gehen.“
Elisabeth Blanik, Bürgermeisterin in Lienz
Künftig wird es analog zur Wertkarte im Schwimmbad auch eine für die Tennishalle geben. Sie wird mindestens 100 Euro kosten und 110 Euro wert sein. Gemeinderat Mühlmann verwies in der Diskussion darauf, dass die Teuerung bei den Tarifen für Erwachsene damit im Schnitt 30 Prozent betrage, für Jugendliche sogar 55 Prozent. Für Schatz hinkt die Prozentrechnung „bei einem an sich sehr niedrigen Preis“ im Vergleich zu allen anderen Hallen der Umgebung. „Und wir haben jetzt eine top ausgestattete Halle, die man weit und breit so nicht finden kann.“ Mühlmann bestätigte: „Von der Ausstattung ist das weitum das beste, das kann ich bestätigen.“
Elisabeth Blanik stellte abschließend klar: „So zu tun, als könnten wir alles um nichts zur Verfügung stellen, das wird nicht gehen. Wir arbeiten mit dem Geld aller Lienzerinnen und Lienzer. Das ist öffentliches Geld. Diese ewige Behauptung, jeder kriegt alles um nichts, das ist eine politische Unart. Und ich werde da immer nervöser. Das stimmt einfach nicht. Wenn man sich etwas leisten will, dann muss man dafür zahlen. Bei McDonalds ist es offenbar ganz gleich, wieviel das Happy Meal kostet. Ich finde das nicht ok. Wenn man im Winter Tennisspielen will, dann ist man mit 13 Euro meiner Meinung nach sehr sozial bedient.“
Die Preise im Überblick
Einzeltarife pro Platz und Stunde
- Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, 7 bis 17 Uhr: 13 Euro
- Erwachsene, 7 bis 17 Uhr: 19 Euro
- Erwachsene, Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre, 17 bis 23 Uhr: 25 Euro
- Klassen während des Sportunterrichts, pro Schüler:in pauschal, 7 bis 16 Uhr: 2,50 Euro
Wertguthaben
Bei Ankauf eines Wertguthabens für ein Spielerkonto werden unabhängig von der Höhe des Guthabens generell 10 Prozent als Spielguthaben gutgeschrieben.
Abonnementpreise pro Platz und Stunde
- Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, 7 bis 17 Uhr: 13 Euro
- Erwachsene, 7 bis 17 Uhr: 17 Euro
- Erwachsene, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, 17 bis 23 Uhr: 22,50 Euro
11 Postings
Ich finde es absolut in Ordnung, dass die Preise hier an die üblichen Richtpreise angepasst werden. Man darf auch nicht vergessen, dass im Preis nicht nur die beheizte Halle steckt, sondern die gesamte Infrastruktur – Umkleiden, Duschen, Sanitäranlagen usw. Auch das muss betrieben, gewartet und sauber gehalten werden.
Und unterm Strich: Was nix kost, is nix wert!
"Wir arbeiten mit dem Geld aller Lienzerinnen und Lienzer. Das ist öffentliches Geld. Diese ewige Behauptung, jeder kriegt alles um nichts, das ist eine politische Unart." Stimmt! Aber um 60.000€ Steuergeld nach Jackson Hole zu fahren ist auch eine politische Unart mit der ihr ab jetzt aufhören solltet.
Es war doch von vornherein klar, dass das eine mit dem anderen abgewogen wird. :-(
Vielleicht wäre ein bisschen Freude und Aufbruchstimmung angebrachter, zumal der Steuerzahler für eine relativ elitäre Sportart ordentlich in die Taschge gegriffen hat und sie mit dieser Initiative fördert.
Laut dem ÖTV spielen 400.00 Österreicher, also jeder zweiundzwanzigste gelegentlich Tennis.
Als Nicht-Tenissler freue ich mich über die zeitgemäße Halle, die ja auch für ander Zwecke genutzt werden kann!
man soll an dieser stelle auch die 270000 flocken für den iselloungeunsinn erwähnen - damit könnte man zb die tennisjugend für lange zeit fördern .... aber wen interessierts im stadtpräsidium
Reichen dir die 5 millionen für die Tennishallensanierung nicht? Sonderbar, aber wie hier oben erwähnt, manche kriegen den Hals nie voll, also "alles für nichts"!
Dürfen Maturant:innen ihre Bälle nach der Fertigstellung auch wieder in der Lienzer Tennishalle veranstalten? (Ich meine gehört zu haben, dass man das künftig nicht mehr wolle...?)
Ich hoffe ehrlich gesagt nicht. Die alte Halle war mindestens 47 Jahre alt, jetzt wird sie für viel Steuergeld komplett erneuert. Da wäre es schon ziemlich sinnlos, dort wieder Bälle zu veranstalten, bei denen sich Jugendliche niedersaufen und die neue Halle unnötig in Mitleidenschaft gezogen wird.
Eine Mehrzweckhalle, die nur für einen Zweck verwendet werden darf, ist natürlich die logische Weiterentwicklung des Konzepts. Die Eröffnung im November könnte man dann eigentlich auch absagen, ein Schild mit "Bitte nicht benutzen" würde reichen.
Schon mal bei so einem Ball dabei gewesen? Die Jugendlichen dekorieren und proben wochenlang und die Bälle sind ein wunderbares Erlebnis. Nebenbei konsumiert die heutige Jugend weit weniger Alkohol als früher. Außerdem es sind nicht nur die Jugendlichen, die sich betrinken!! Die fleißigen Schüler verdienen eine erschwingliche Lokalität für ihren Abschlussball, sie sind schließlich die Zukunft der Region!
@hanninanni Was ist dann Ihr Vorschlag für einen neuen Veranstaltungsort? In Nußdorf-Debant hat man – meines Wissens – von Anfang an kommuniziert, dass die Tennishalle und der Kultursaal der Marktgemeinde nur während der Sanierung zur Verfügung stehen werden. Dass sich beispielsweise von allen Maturant:innen der höheren Schulen in Lienz lediglich die des BG/BRG dazu entschieden haben, ihren Ball im sogenannten "Stadtsaal" zu feiern, könnte durchaus einen Grund haben. Ob das Tauerncenter in Matrei eine geeignetere Alternative darstellt, bezweifle ich ebenso, schließlich kommen auch viele der Maturant:innen und Ballgäste (neben dem Lienzer Talboden und dem Iseltalal) auch aus Kärnten, dem Oberland, dem Lesachtal, etc., weshalb Lienz als Mittelpunkt wohl empfehlenswerter wäre.
@hannibanni ... bei denen sich die Jugendlichen niedersaufen und..." diese Aussage finde ich echt arg. Bei den Maturabällen sind immer Lehrpersonen und Eltern anwesend, die Kontrollfunktion übernehmen. Ja es gibt leider welche, die über den Durst trinken - die gibt es aber jeden Alters und bei jedem Fest. Also bitte nicht pauschal den Jugendlichen Besäufnisse unterstellen. In Nussdorf-Debant funktioniert es auch, ansonsten würde die Gemeindeführung wohl keine Veranstaltungen dort zulassen. Warum soll es in Lienz nicht funktionieren?
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