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Jackson Hole: Legenden, Wölfe, Demokraten

Die Lienz-Delegation hat in der USA viel erlebt und wenig verbraucht: Reisekosten belasten Stadtsäckel mit 19.000 Euro.

Manches wäre unserem Forum an Aufregung erspart geblieben, wenn die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik bei der Gemeinderatssitzung wenige Tage vor der Abreise einer städtischen Delegation zur US-Partnerstadt Jackson Hole in Wyoming die Frage nach den Teilnehmer:innen und den Kosten so beantwortet hätte, wie wenige Tage nach der Reise bei einem Mediengespräch samt Reisebilanz in der Liebburg. 

Nicht 60.000 Euro wie im Stadtbudget reserviert habe der Trip einer zehnköpfigen Delegation gekostet, sondern weniger als ein Drittel, nämlich rund 19.000 Euro tat Blanik kund, alle Flüge und auch persönliche Konsumation sei von den Reisenden selbst aus privater Tasche bezahlt worden. Damit dürfte die Kritik an unnötiger Geldverschwendung in schwierigen Zeiten wohl verstummen. 

Auch die Teilnehmer:innen an der Reisegesellschaft sind nun vollständig bekannt. An Bord waren Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und aus der Stadtverwaltung Amtsleiter Alban Ymeri, Marketingleiterin Jasmina Steiner, Finanzkämmerer Michael Praster und Reisekoordinatorin Alexandra Steiber. Dazu die Gemeinderäte Willi Lackner (SPÖ), Karl Zabernig (SPÖ), und Gelinde Kieberl (Grüne) sowie der Nationalpark-Ranger Matthias Mühlburger und Martin Kofler, Leiter des TAP und Organisator einer Fotoausstellung in der Botschaft in Washington.

Blanik legte den Medien ein Dankesschreiben der österreichischen Botschafterin in Washington, Petra Schneebauer, vor, die für den Empfang in der Botschaft sogar den österreichischen Nationalfeiertag vorverlegt hatte. Wir haben berichtet. Die Resonanz zur Ausstellung „Alpine Ambitions: How Austrians Influenced American Ski Culture“, mitkuratiert vom TAP und Martin Kofler, sei ausgesprochen positiv gewesen. „Wir möchten Ihnen und der gesamten Delegation aus Lienz herzlich danken und hoffen, Sie bald wieder in den USA begrüßen zu dürfen“ schreibt die Botschafterin. 

Die genannte Ausstellung hatte nicht nur Pepi Stieglers Wirken sondern generell die österreichischen Skipioniere in den USA zum Inhalt. Im Herbst nächsten Jahres wird in Lienz jener Teil der Schau gezeigt werden, der sich mit den Osttiroler Ski-Auswanderern und ihren transatlantischen Freundschaften beschäftigt. 

Skilegende Pepi Stiegler, stark von Parkinson gezeichnet aber trotz seines hohen Alters laut Blanik noch „geistig absolut fit“, war dann auch der emotionale Mittelpunkt des Besuches in Jackson Hole. Spürbar war beim Mediengespräch das Bemühen der Bürgermeisterin, über diesen sentimentalen Aspekt hinaus möglichst viele sachliche Parallellen zwischen dem noblen Skistädtchen in den Rocky Mountains und der fast gleich großen Dolomitenstadt zu ziehen. 

Von Klimaschutz bis Wohnungsproblematik, über Parkraumbewirtschaftung und Grundsteuer bis zum entspannten Umgang mit allgegenwärtigen Wölfen und Bären reichte das Spektrum der launigen Reiseerzählungen. Selbst bei der politischen Gemengelage sah Blanik Gemeinsamkeiten, sei Jackson Hole doch eine demokratisch geführte Stadt im tief republikanisch geprägten Wyoming. 

Die folgenden Bilder hat die Delegation aus den USA mitgebracht. Sie stammen von der Botschaft und den Teilnehmern an der Reise.

Gerhard Pirkner

Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe arbeitete als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er nach Lienz zurückkehrte und 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief. 2025 erhielt Pirkner für seine journalistische Arbeit den Walther-Rode-Preis. Mehr von Gerhard Pirkner

Ein Posting

thomas78
vor 3 Stunden

Pepi Stiegler nochmals zu treffen, finde ich super dass das gemacht wurde!

 
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