Birgit Volgger ist neue Obfrau beim OKZ

Obmann Alfred Fast legte sein Amt nach einem turbulenten Jahr in neue Hände.

Auf ein ereignisreiches Jahr blickte Geschäftsführer Marco Linder vom Osttiroler Kinderbetreuungszentrum (OKZ) bei der Generalversammlung des Vereins am Samstag, 20. April, zurück.

Insgesamt wurden 735 Kinder betreut. „Im Schnitt also 107 Kinder täglich“, rechnet Linder hoch. 114.308 Betreuungsstunden wurden in den Gruppen aufgewendet. 12.727 Mittagessen und 4.940 Jausen ausgegeben. „Außerdem holten wir in einem Umkreis von acht Kilometern 4.648 Kinder mit unserem Abholdienst ab“, so Linder.

Doch auch sonst ging es im vergangenen Vereinsjahr turbulent zu. Nachdem Mathilde Köffler und Petra Pöll ihre Tätigkeiten beim OKZ zurücklegten, übernahmen Albert Pfattner und Marco Linder die vakanten Stellen als pädagogischer inhaltlicher Leiter und Geschäftsführer.

Obmann Alfred Fast übergab sein Amt an Birgit Volgger, die nun für mindestens ein Jahr als Obfrau die Geschicke des OKZ leiten wird.

Bereits im Februar 2012 wurden sämtliche Tätigkeitsfelder im Bereich Tagesmütter an das Eltern-Kind-Zentrum-Lienz abgetreten. Außerdem konnte das OKZ im Vorjahr, aufgrund der notwendigen Umstrukturierungsmaßnahmen zur Erfüllung des neuen Tiroler Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes, auch die „Spiel mit mir Wochen“ nicht durchführen. „Heuer ist dies allerdings wieder möglich, und wir erhielten auch den Zuschlag dafür“, freut sich Linder.

Bis auf die Gemeinden Untertilliach und St. Veit im Defereggenal schlossen im Vorjahr auch alle Osttiroler Gemeinden eine Partnerschaftsvereinbarung mit dem OK-Zentrum ab. Durch diese sind sie außerordentliche Vereinsmitglieder, die durch die Obleute der drei Planungsverbände vertreten werden.

Allerdings musste, um für 2013 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, nachträglich eine Ergänzung in die Partnerschaftsvereinbarung eingearbeitet werden. „Schuld daran sind die gestiegenen Betreuungskosten“, betont Linder. So wurde unter anderem das Personal aufgestockt, nachdem fünf Personen das OKZ verließen und zehn neue hinzustießen.

Bislang haben von den 31 Mitgliedsgemeinden 24 der Ergänzung bereits schriftlich zugestimmt. „Zwei weitere Kommunen haben mündlich zugesagt, während von fünf Gemeinden das Einverständnis noch aussteht“, erklärt der Geschäftsführer. Das sind neben Außervillgraten und Innervillgraten noch Kartitsch, Virgen und Prägraten. Allerdings rechnet der Geschäftsführer mit einer Zusage. Linder: „Andernfalls muss mit Ende Juni die Partnerschaftsvereinbarung gekündigt werden, wodurch eine Betreuung der Gemeinden über das Jahr hinaus durch das OKZ nicht mehr möglich ist.“

OKZ-Geschäftsführer Marco Linder verabschiedete die beiden scheidenden Vorstandsmitglieder Sabine Fliesser (l.) und Ursula Possenig (r.) mit einem Blumenstrauß.

Dass der Jahresrechnungsabschluss 2012 dennoch positiv ausfällt, liegt an einer Sparbuchbehebung des Vereins in Höhe von 160.000 Euro. Insgesamt standen Einnahmen von 1.109.347,58 Euro Gesamtausgaben von 1.008.937,95 Euro gegenüber. „Die aktuellen Rücklagen belaufen sich auf 120.995,36 Euro“, bilanzierte Kassier Werner Hofer in seinem Bericht, dem die Mitglieder der Generalversammlung einstimmig die Entlastung erteilten.

Einigkeit herrschte auch bei der Neuwahl des Vorstandes, nachdem Schriftführerin Sabine Fliesser, Obmann-Stellvertreterin Ursula Possenig und Obmann Alfred Fast ihre Ämter niederlegten. „Nach 17 Jahren im Verein, und aufgrund der inzwischen rein männlichen Führungsriege, ist es für mich an der Zeit, mein Amt in die Hände einer Frau zu legen“, schmunzelte Fast.

Neue Obfrau ist die Ärztin Birgit Volgger. Als Stellvertreter steht ihr der Bankangestellte Klaus Saiger zur Seite. Die Aufgaben des Schriftführers übernimmt künftig der Rechtsanwalt Herbert Weichselbraun.

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