„Für Europa vorbildliche Zusammenarbeit“

BKH Lienz nimmt Stellung zur Aufnahme von Südtiroler Intensivpatienten.

Wie berichtet nimmt das Lienzer Bezirkskrankenhaus drei von fünf nach Tirol überstellten Südtiroler Intensivpatienten auf. Aufkeimenden Diskussionen über die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme nimmt der Leiter des Einsatzstabes und Sprecher des BKH Lienz, Primar Martin Schmidt, mit folgender Stellungnahme den Wind aus den Segeln:

„Im BKH Lienz arbeiten mehrere ÄrztInnen aus Südtirol/Italien und unser neuer interner Abteilungsleiter – er hat seinen Wohnsitz in Lienz – kommt aus Meran. Die Südtiroler ÄrztInnen haben naturgemäß Kontakte in die derzeit am schwersten betroffenen Regionen Europas und führen auch laufenden Erfahrungsaustausch über medizinische Maßnahmen sowie den Einsatz spezieller Medikamente. Unsere Südtiroler ÄrztInnen, bei welchen ich mich als Leiter des Einsatzstabes gleichermaßen bedanken möchte, wie bei allen anderen MitarbeiterInnen unseres Hauses, sind freiwillig bereits mehrere Wochen in Lienz von ihren Familien und möglichen anderen Einsätzen ferngeblieben.

Vor allem für diese besteht jetzt eine zusätzliche Motivation durch die, für Europa vorbildliche Zusammenarbeit in der Europaregion Tirol-Südtirol: Im Gegensatz zu anderen Staaten, welche z.B. auch 700 Chargen an Schutzmaterialien für das BKH Lienz vorübergehend an ihren nationalen Grenzen beschlagnahmen ließen oder sogar für Italien bestimmte Schutzmasken und -anzüge für eigene Zwecke verwendet haben, läuft die medizinische und versorgungstechnische Zusammenarbeit zwischen Süd-, Ost- und Nordtirol hervorragend.“

Leiter des Einsatzstabes und Sprecher des BKH Lienz, Primar Martin Schmidt. Foto: BKH/Lugger

In Abstimmung mit den leitenden ÄrztInnen des Hauses, die, so Schmidt „diese Maßnahmen aus ethischen und menschenrechtlichen Gründen voll mittragen“ habe der Osttiroler Krankenhausverband einer Anfrage von Landeshauptmann Günther Platter – er ist aktuell Vorsitzender der Europaregion Tirol – zugestimmt, ebenso „wie andere Tiroler Kliniken, welche in der Anlaufphase in Bezug auf Intensiv-Kapazitäten noch nicht voll ausgelastet sind“.

In unseren benachbarten Krankenhäusern Innichen und Bruneck bestünden aktuell keine ausreichenden Intensivkapazitäten. Schmidt: „Wir haben daher zugestimmt, bis auf weiteres maximal drei PatientInnen aus Südtirol aufzunehmen, wenn dies die eigenen Behandlungskapazitäten zulassen. Gestern wurde ein Patient aus Südtirol auf der Intensivstation beatmungspflichtig aufgenommen.“ Die Koordination der Übernahme weiterer Südtiroler-PatientInnen liegt bei den TirolKliniken in Innsbruck.

Auch auf eine mehrfach gestellte Leserfrage nach den Corona-Zahlen im Krankenhaus liefert das heutige medizinische Bulletin aus dem BKH Lienz eine Antwort:

„Zwei PatientInnen befinden sich aktuell stationär auf einer unserer Infektionsstationen in Isolation, drei PatientInnen auf der Intensivstation, wovon ein(e) PatientIn beatmet, aber stabil ist. Gegenüber der Medieninformation 2020/2 ist ein/e positiv getestete/r MitarbeiterIn aus dem BKH Lienz dazugekommen und befindet sich in Heimquarantäne. Im ambulanten Setting werden sechs positiv getestete PatientInnen behandelt.“

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44 Postings bisher
Rudi

Wer die Fernsehsendung im deutschen Fernsehen gesehen hat wird es so sein ,dass bei einem Ansturm auf die Intensivbetten Derjenige Behandelt ,welcher bessere Überlebenschanzen hat.Gnade uns Gott ,dass diese Auslese in Lienz nie getroffen werden muss

Bobby

Schlimm was man hier zwischenzeitlich lesen muss. Aber es zeigt wiedermal wo Osttirol steht, wo sich der Bürger "benachteiligt" fühlt, wenn die "da oben" (in dem Fall in Innsbruck) Entscheidungen treffen, wo Hilfe allerseits angebracht ist. Ein Patient aus Südtirol wird übernommen , der intensivbetreuenende Hilfe benötigt und in Osttirol sorgt man sich darum, dass man selbst nicht benachteiligt wird oder per Landesumfrage gefragt wird ob man das will..

erinnert mich schwer ans Mittelalter/römische Reich , wo der Pöbel über Leben und Tod entscheiden durfte.....

    osttirodler

    Wo steht hier dass sich jemand bemachteiligt fühlt? Hab's nicht gefunden. Icbin mir sicher, dass jeder hier froh ist wenn jemand Leben gerettet wird.

      Bobby

      Eine kleine Zusammenfassung zur "Benachteiligung":

      Gerade rechtzeitig hat man 3 Italiener intensivmedizinisch nach Lienz verlegt. Ein großes Dankeschön an die Politik 😢

      Sollte ein grosser Ansturm auf das Krankenhaus Lienz erfolgen und ausgelastet werden nimmt mich wunder ,in welches Krankenhaus wir eingeliefert werden.

      aber in nordtirol gibts so ca. 10 krankenhäuser. ich kann mich auch täuschen, aber für osttirol fällt mir nur eines ein.

      Ach, ganz Nordtirol nimmt 2 Patienten, wir in Osttirol 3.

      und 2 weitere schockierende Postings wurden vermutlich mittlerweile wieder entfernt.

osttirodler

Da sieht man, wozu Kommentare einiger Besserwisser führen. Hier reden jetzt Leute über "Abkommen", "Verträge" und ja, sogar vor dem "hippokratischen Eid" wird nicht halt gemacht. Traurig, dass sich niemand getraut die Wahrheit auszusprechen. Die Freunderlwirtschaft spricht von Abkommen und vergisst dabei, dass Lienz eine der kleinsten Intensiveinheiten überhaupt hat. Der andere wird aggressiv, beschimpft und beleidigt Poster die seine Meinung nicht teilen. Ich sage es nochmals in aller Deutlichkeit. !!!!!!!!!! Natürlich muss man helfen und die Südtiroler aufnehmen (ICH HABE NIE WAS ANDERES GESAGT) !!!!!!!!!!! Aber warum kann man nicht sagen "diese Anordnung ist vom Land". Wieso wird gesagt "der Leiter ist aus Meran". Als ob das jemanden in Bezug auf diese Entscheidung interressiert. Mir ist auch klar, dass die "Fans" dieser Politik und des Verschweigens wieder den Kommentar negativ bewerten. Damit werd ich leben können. Besser wäre es wenn wir zusammen stehen. Aber Leute die scheinbar politische Machtkämpfe für gut heißen (wie Stick) leben zu sehr hinterm Mond.

    osttirodler

    Und dann kommt noch die "DORIS" und stellt Weltkriegsbeziehungen zu Postings her. Sagenhaft. Diese Kommentare gehören gelöscht. Wo sind wir denn, dass wir von politischen Entscheidungen über Krankenhauskosten bis hin zu solchen Vergleichen kommen. Schämen sollten sie sich. Peinlich das ganze.

      Stick

      ​@ osttirodler: Nehmen Sie doch endlich und endgültig zur Kenntnis, dass es keine 'Anordnung vom Land' gibt, sondern eine solidarische 'Anfrage', wie auch an alle anderen Spitäler in Tirol, abhängig von ihrer jeweils aktuellen Belastung/Auslastung (schauen Sie derzeit vielleicht mal etwa nach Zams!!!). Der Gemeindeverband BKH Lienz ist völlig autonom in seinen Entscheidungen, fühlt sich aber natürlich auch - wie alle anderen Krankenhäuser - an internationale Konventionen, Normen, nationale Bestimmungen und Verträge sowie insbesondere die Schutzfunktion Österreichs für Südtirol und einfach nur gute Nachbarschaft zu Landsleuten gebunden. Im Übrigen ist es wohl nur selbstverständlich, dass Lienz (aufgrund der derzeit noch etwas geringeren Belastung analog Reutte, welches in seiner Kooperation mit Füssen z.B. auch deutsche Patienten aufnimmt und umgekehrt...), mit seiner geographischen Nähe zu Südtirol im selben Tal (ohne Pass dazwischen), vorübergehend etwas mehr Patienten aufnimmt, als andere. Schließlich gibt es noch ein comittment mit der Uni-Klinik Innsbruck (aktuell intensiv derzeit noch zu etwa 50% ausgelastet), dass ab einer bestimmten Anzahl natürlich auch 'COVID-19-Patienten AUS Osttirol dorthin überstellt und aufgenommen werden können! Beenden Sie also bitte unverzüglich Ihre kruden Verschwörungstheorien, gehen Sie mal kurz raus (Achtung: Ausgangsbeschränkungen einhalten!) und atmen Sie mehrmals tief durch. Überlegen Sie dann bitte in aller Ruhe , ob Sie nicht besser zu Themen schweigen sollten, von denen Sie offensichtlich nicht die geringste Ahnung haben. Sie verrennen sich da in etwas, was Ihnen anscheinend gar nicht gut tut! 'Si tacuisses.....'

DORIS

Ich bin wirklich erschüttert, wie jemand sogar die zeitgemäße und weltweit geltende Form des hippokratischen Eides, also von Ethik und Humanität in ihrer höchsten und wichtigsten Ausprägung für den Fortbestand unserer Menschheit, mit einem „stimme nicht zu“ versehen kann?

Dies kann wohl nur jemand tun, der/die im Ernstfall doch wieder genau weiß und selbstverständlich - wie jede/r andere ohne Ansehen seiner/ihrer Person oder destruktiven Grundeinstellung zum irdischen Beisammensein - darauf vertrauen kann, dass diese Kriterien dann auch für ihn/sie gelten und von ÄrztInnen mit höchstmöglicher Empathie angewendet werden, wenn es bei ihm/ihr um Leben und Tod geht! Ich wünsche auch Ihnen von Herzen, dass Sie nie in eine derartige Grenzsituation oder gar Nahtoderfahrung kommen mögen...

    senf

    @doris, in gottsnam, nicht ärgern, das passiert immer, wenn eine ideoligie dahintersteckt, oder wenn sich jemand hinter einer ideologie versteckt. du weisst was ich meine.

    @mike7: zum posting unten: du hast es erfasst, bravo.

    steuerzahler

    Ich stimme zu, wenn auch nur teilweise. Der Hippokratische Eid sollte für alle, nicht nur Ärzte, gültig sein. Für den Fortbestand der Menschheit ist er aber unerheblich, eher ist es ein Leitbild für die Menschlichkeit. Ich möchte ihnen keine Vorschriften machen, aber bitte überdenken sie dieses Gewalt-Gendern. Es ist äußerst störend immer wieder im Text an die zwei Geschlechter erinnert zu werden und es lenkt beim Lesen von den Kernaussagen ab. Ich frage mich, wie die Texte dannaussehen, wenn der dritte Zustand auch noch berücksichtigt werden soll. Jeder Leser ist im Stande, die nicht explizit ausgedrückte Zweigeschlechtlichkeit in den Sinn des Geschriebenen einfließen zu lassen.

      DORIS

      @ Steuerzahler: Dass im Besonderen ärztliche Ethik für den Fortbestand der Menschheit natürlich auch entscheidend sein kann, haben wir in Verbindung mit jenen grausamen Ideologien in den dunkelsten Stunden des vergangenen Jahrhunderts gesehen, welche leider ansatzweise immer wieder aufflackern. Wenn sich diese (Herr H. oder Herr St.) durchgesetzt hätten oder durchsetzen würden, wie wäre es dann heute um die Menschheit bestellt?

      „Wehret den Anfängen!“

      Für das „nie wieder“, auch nicht ansatzweise, müssen wir alle sorgen, im Besonderen westliche wie östliche Demokratien und freie Medien, ob gegendert oder nicht gegendert; und natürlich hat jede/e dort das Recht, auch eine dritte Lebensform zu wählen.

spitzeFeder

Seid ihr alle Dings oder was? Es geht nicht um Lienz, Mittewald oder Huben. Es geht auch nicht um Nord-, Ost- oder Südtirol. Nein - nichtmal um Österreich, Italien oder sonst ein Land. Es geht ums menschliche - und da trennt sich offenbar das Spreu vom Weizen... 😳

    mike7

    Man könnte sich ja auch fragen, wie Nordtiroler dazu kommen, Teile ihrere SV-Beiträge für Arbeitslose oder gar Kranke in strukturschwächeren Landesteilen zu bezahlen. Man könnte auch das gesamte Sozialsystem in Frage stellen. Oder auch bei der Greencard-Lotterie mitmachen und eine Greencard gewinnen. Bei Onkel Donald gibt´s mit Sicherheit keine kranken Mexikaner, die in eine US-Intensivstation kommen..

senf

Langsam fatal: "Osttirol nimmt im Vergleich zu Nordtirol 3 Südtiroler auf, während Innsbruck lediglich 2 Südtiroler betreut".

was will man damit sagen? ist osttirol ein eigenes bundesland oder doch immer noch ein bezirk des landes tirol, in dem die landesweiten regelungen gelten? ein bezirkskrankenhaus stellt drei intensivbetten für das nachbarland italien, in diesem fall für südtirol bereit. wer sich den vergleich anschaut weiss, dass wir hier im bezirk lienz und im bezirk reutte landesweit - unabhängig der ew-zahlen - noch unter den fallzahlen anderer bezirke liegen. die entscheidung, betten bereit zu stellen ist für mich daher logisch und schlüssig.

was mich als einheimischer längst regelrecht anwidert, sind die dauernden jammereien und nörgeleien einiger den "nordtirolern" gegenüber. vielleicht tröstet es mich zu wissen, dass den "osttirolern" diese haltung politisch von hiesigen mandataren über jahrzehnte eingebleut wurden. ja, der bezirk lienz war verkehrsgeografisch etwas isoliert. bis 1968! danach hat sich die wirtschaft, die bildung und das soziale leben bis hin in die seitentäler recht gut entwickelt und wird - mit etwas optimismus - sicher noch besser werden - mit fleiss der einwohner.

ich schäme mich für die tourismusverantwortlichen, die seit jahren nicht in der lage sind, das offizielle und weltweit bekannte TIROL - logo an den grenzübergängen in den bezirk lienz aufzustellen und mit stolz zu zeigen. leider auch nicht in der üblichen werbelinie. diese eigenbrödlerei wird die einstellung vieler zu unserem land tirol auch in naher zukunft nicht ändern, da nutzt auch die ständige plärrerei der hiesigen volksvertreter um förderungsgelder aus dem landestopf nichts.

den akteuren im krankenhaus lienz größtes lob!

Schachtelhalm

Ach Gott, "Stick": "...Grau,teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum..."

    le corbusier

    Goethe hat aber auch gesagt: "...wenn mich mal jemand im Online Forum zitiert, macht er sich zum Hanswurst."

Stick

@osttirodler: Derzeit wurden natürlich alle österreichischen Krankenhäuser für mögliche Herausforderungen weitestgehend ‚ frei von Normbetrieb’ gemacht, übrigens auch in Deutschland: Sie sind aber vermutlich derzeit wohl der Einzige, der sich als selbsternannter Krankenhausexperte prioritär um Kosten Gedanken macht, während es den wirklichen Experten vor allem darum geht, möglichst viele Menschenleben zu retten! Das ist im Übrigen die zeitgemäße Form des hippokratischen Eides in der Genfer Deklaration des Weltärztebundes/2017, die ich Ihnen zum etwas nachdenken auf den Weg geben möchte. Sie ist u.a. auch der Berufsordnung des Deutschen Ärztebundes in der Präambel vorangestellt und hat inzwischen weltweite Geltung:

"Als Mitglied der ärztlichen Profession gelobe ich feierlich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen. Die Gesundheit und das Wohlergehen meiner Patientin oder meines Patienten werden mein oberstes Anliegen sein. Ich werde die Autonomie und die Würde meiner Patientin oder meines Patienten respektieren.

Ich werde den höchsten Respekt vor menschlichem Leben wahren. Ich werde nicht zulassen, dass Erwägungen von Alter, Krankheit oder Behinderung, Glaube, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politischer Zugehörigkeit, Rasse, sexueller Orientierung, sozialer Stellung oder jeglicher anderer Faktoren zwischen meine Pflichten und meine Patientin oder meinen Patienten treten. Ich werde die mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod der Patientin oder des Patienten hinaus wahren.

Ich werde meinen Beruf nach bestem Wissen und Gewissen, mit Würde und im Einklang mit guter medizinischer Praxis ausüben.

Ich werde die Ehre und die edlen Traditionen des ärztlichen Berufes fördern.

Ich werde meinen Lehrerinnen und Lehrern, meinen Kolleginnen und Kollegen und meinen Schülerinnen und Schülern die ihnen gebührende Achtung und Dankbarkeit erweisen.

Ich werde mein medizinisches Wissen zum Wohle der Patientin oder des Patienten und zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung teilen.

Ich werde auf meine eigene Gesundheit, mein Wohlergehen und meine Fähigkeiten achten, um eine Behandlung auf höchstem Niveau leisten zu können.

Ich werde, selbst unter Bedrohung, mein medizinisches Wissen nicht zur Verletzung von Menschenrechten und bürgerlichen Freiheiten anwenden.

Ich gelobe dies feierlich, aus freien Stücken und bei meiner Ehre."

    osttirodler

    👍🏽 habe diesbezüglich nichts gegenseitiges gepostet.

Ceterum censeo

.....ethisch/humanitär - n i c h t löschen - verwerflichen Kommentare....

Ceterum censeo

Beim "Osttirodler" und anderen Negstivpostern haben anscheinend die "Bremsen" versagt, als sie sich aufmachten, ihre hochgeistigen und ethisch/humanitär nicht verwerflichen Kommentare zu verfassen. Es ist eine Schande, dass sich die Entscheidungsträger wegen der Aufnahme von drei (!) (purer Wahnsinn!) Corona-Patienten verantworten müssen. Nachbarschaftshilfe ist in Zeiten wie diesen als Erstes gefragt. Da dürfen "Grenzen" , die es schon lange nicht mehr gibt - außer in den Gehirnen mancher Mitbürger - keine Rolle spielen. Danke Herr Primar für Ihre kompetente Stellungnahme. Was wohl die zwei Frauen aus Bruneck/Stegen, die ich schon mehrmals bei ihren wöchentlichen Einkausftrips nach Lienz getroffen habe, sagen werden, wenn sie von der Negativstimmung hören? Wieder nach Lienz zum Shoppen fahren und gut Essen? Na, mir bleibn dahoame! Dei do untn solln schaugn, wia sie ihre Leit beschäftigen. Ins Südtirola welln sie eh nit, wenns drauf ankimmt!

    osttirodler

    Um Himmels Willen. Ich habe genau das selbe geschrieben wie Sie. Mit zwei Ausnahmen. 1. Habe ich niemanden beleidigt (wie Sie es anscheinend bevorzugen) 2. Schreiben Sie von Entscheidungsträgern. Es gibt hier in Lienz allerdings (vermutlich) keine, da es eine Vorgabe vom Land ist.

    container

    ...bis auf den letzten Satz haben sie meine volle Zustimmung, denn diesen Satz kann man getrost umdrehen !!! Das entspricht nämlich eher den Tatsachen.

Stick

@osttirodler: Bei Ihnen zählt offenbar nur der "schnöde Mammon", Nächstenliebe oder ein hippokratischer Eid sind absolute Fremdwörter für Sie! Gut für alle Erdenbürger, dass Sie mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit kein Arzt sind, schon gar keiner "ohne Grenzen!" So viel an Empathie und sozialer Intelligenz lassen einen einfach nur "ohne weitere Worte"...

    osttirodler

    Mit Eiden und Liebe kann man kein Personal bezahlen. Ich hoffe Sie wissen was ein Intensivbett pro Tag kostet. Zudem ist das Krankenhaus derzeit aufgrund der Situation nahezu leer. Wir reden hier von Kosten über hundertausende €, die dem BKH hier entgehen. Wenn der Hr. LH dies anordnet, kann auch das Land Tirol Geld fließen lassen. Wer das nicht begreift, sollte leise sein. Ich habe in meinen Postings immer geschrieben, dass es RICHTIG ist die Patienten zu übernehmen. Nur das WIE sollte geklärt sein. Doch wie gesagt... Sie, als Hobbypolitiker haben bestimmt die Lösung. Eid + Liebe

Faust

Ganz ohne Frage, es ist wunderbar, unterstützenswert und vorbildhaft, dass in Zeiten dieser Krise länderübergreifend zusammengearbeitet und geholfen wird. Ich bewundere auch das Hintergrundwissen einiger Poster hier, die diese Zusammenarbeit sehr anschaulich und toll erklären. Dennoch gebe ich zu bedenken, dass ein Großteil der osttiroler Bevölkerung dieses Wissen nicht hat und auch die Vorgänge dahinter nicht überblickt. Aus dieser Sichtweise heraus ergibt sich für den Normalleser folgender Eindruck: Osttirol nimmt im Vergleich zu Nordtirol 3 Südtiroler auf, während Innsbruck lediglich 2 Südtiroler betreut. Geht man auf Facebook auf die Seite der Südtiroler SVP, so liest man in der Überschrift eindeutig, dass das Abkommen bzgl. Schutzmasken rein ein Erfolg der Kooperation zwischen Südtirol und Nordtirol ist. Auch wenn die Arbeit unseres Landeshauptmannes ausgezeichnet ist, wäre es dennoch ein wichtiges Zeichen zu erwähnen, dass auch Osttirol zu Tirol gehört. Diese Meinung hat auch nichts mit alter Denkweise zu tun. Der Landeshauptmann ist nicht nur der Landeshauptmann von Nordtirol, sondern auch von Osttirol. Wenn Lienz seinen Beitrag leistet und mehr Patienten aus Südtirol aufnimmt als Nordtirol, dann muss das auch von den Verfassern der Artikel entsprechend berücksichtigt werden. Sonst bleibt der fade Nachgeschmack, dass:"ma in die Oschttiroler die Mehrheit der Coronakronkn ummischiab und die Nordtiroler kassieren die Schutzmasken". Rein subjektiver Eindruck beim Lesen, ohne jemanden beleidigen zu wollen.

todo

Ja wenn man euch so zuhört, dann müsste er ja eher die Pustertalroute schliessen um eure Stimmen zu bekommen! Ganz egal warum der Herr Platter das getan hat, seien wir doch einfach froh, dass er nach unzähligen Fehltritten in Zeiten von Corona, endlich mal etwas richtig gemacht hat! Oder seid ihr den drei Südtiroler Patienten gar neidisch, dass sie eine Auslandsreise machen durften? Pfui Teufel! Wie kann man nur so egoistisch sein?

Schachtelhalm

Mein lieber Realitätsverweigerer "Stick": warst du schon einmal in der Schweiz?

alpensepp

Herr Platter probiert mit solchen Akzenten und Quarantäne Maßnahmen vom völligen Versagen in Ischgl, Arlberg und Zillertal abzulenken. Er möchte sein politisches Überleben sichern...

osttirodler

Ich finde es richtig und wichtig dass wir Südtirol (vor allem aufgrund dzt. ausreichender Kapazitäten) unter die Arme greifen. Was mir jedoch etwas "sauer aufstößt" ist, dass sich jeder hinter der Aussage: "Anfrage von LH Platter" den wahren Inhalt denken kann. Meine Vermutung ist ja, dass es ein politisches Abkommen Verbündeter sein könnte. Denn ob der Primar sowie andere Ärzte aus Südtirol kommen und welche Beziehung man zu Südtirol hat, hat nichts mit dieser Entscheidung zu tun. Südtirol = Italien. Also kann es sich nur um eine politische Entscheidung handeln. Versicherungstechnisch wird man hier draufzahlen. Finde es etwas schade, dass dies nicht klar angesprochen wird und auf Beziehungen von Ärzten verwiesen wird. Aber wie gesagt; ich finde es trotzdem richtig, dass sich die Staaten gegenseitig stützen.

    Stick

    @ osttirodler : Einfach nur zum Fremdschämen für Sie, der Sie alles besser wissen: Glauben Sie, dass unser Bezirkskrankenhaus schon in Normalzeiten bei irgendeinem Patienten weltweiter Herkunft fragen darf, ob er die Behandlung in Notfällen zahlen kann, oder nicht? Sie scheinen wohl ein neoliberalistischer Anhänger von Johnson oder Trump zu sein, bei dem es überhaupt keine Gesundheitsversicherung für Millionen seiner Staatsbürger gibt? Wahrscheinlich müsste seitens des BKH - wenn es nach ihren abstrusen Vorstellungen ginge - jede Patientenaufnahmeentscheidung gerade mit Ihnen 'klar angesprochen' werden, da man ,versicherungstechnisch hier draufzahlen wird....' Wer - außer Ihnen 'in Gottes Namen', denkt denn in absolut lebensbedrohlichen Situationen an Kosten, wobei diese Aussage per se schon ein gewaltiger Stumpfsinn ist? Mögen Sie mit Ihren offenbar xenophoben Abwehrreflexen und Motiven nie in so eine Situation in einem wirklichen 'Ausland', nämlich außerhalb der EU kommen, 'langes Leben!'

      osttirodler

      Sie scheinen hier etwas zu verwechseln mein Guter. Nehmen wir mal an, Sie erkranken an einer Infektion. Sie lassen sich nach Italien (oder D) verlegen. Was würde ihre Versicherung sagen? SONDERKLASSE ausgenommen. Das Unfälle in ein anderes Verrechnungsschema fallen, ist Ihnen bestimmt klar. 👍🏽

      osttirodler

      Zudem rate ich Ihnen mein Posting nochmals zu lesen. Sie scheinen nicht sinnerfassend lesen zu können. Sie sind wohl der dunkelschwarze. Dagegen kann man sowieso sagen was man will.

Schachtelhalm

Bravo, Herr Professor. Und alles stimmt - auf Punkt und Beistrich. Um im gegenständlichen Fall dann doch bei der Wahrheit zu bleiben: das Ganze ist eine rein politische Machenschaft, damit manch Politiker in der Öffentlichkeit besser dasteht, als vor geraumer Zeit.

    Stick

    @ Schachtelhalm: Noch der größere Blödsinn in totaler Faktenverweigerung, einfach nur zum Fremdschämen!

Rabarber

Manchen zu einem Vorbericht leider schon etwas menschenunwürdig postenden Bedenkenträgern sei folgendes gesagt:

Unabhängig von den rechtlichen Verpflichtungen in der Europäischen Union, der UN-Menschenrechtskonvention oder der Genfer Konvention, die natürlich auch das BKH Lienz verpflichten, nicht nur EU-Bürger und EU-Ausländer, sondern selbstverständlich auch sich bereits vor Ort befindliche Kriegsflüchtlinge ohne Ansehen ihrer Herkunft, ihres Standes, ihres Geschlechts oder ihrer Religion - also einfach nur Menschen - im medizinischen Notfall aufzunehmen und bestmöglich zu behandeln, bestehen innerhalb Österreichs und der Europaregion 'Ost-,Nord-und Südtirol' noch besondere Verpflichtungen.

Diese gehen weit über '“Sonntagsreden zur vielstrapazierten Landeseinheit Tirols“ sowie die geographische, historische, kulturelle, sportliche und wirtschaftliche Tatsache hinaus, dass das Pustertal nicht in Sillian endet, sondern von Lienz bis Franzensfeste reicht. Arbeitsplätze in Osttirol werden von Südtirolern geschaffen, Osttiroler arbeiten in Südtirol und Südtiroler - darunter gar nicht so wenige Ärzte im BKH Lienz - nach wie vor engagiert in Osttirol.

Die Bezirksgemeinschaft Pustertal unterhält intensive Kontakte zu allen Gemeinden des Bezirkes Lienz, die selbst wieder gar nicht so wenige innertirolische Partnerschaften pflegen, darunter Lienz und Bruneck im Rahmen ihrer „4-Städte-Partnerschaft“, Matrei in Osttirol mit Kastelruth, oder Kals am Grossglockner mit Marling.

Das BKH Lienz ist laufend an einer medizinischen Zusammenarbeit mit den Spitälern von Bruneck und Innichen interessiert und hat erst kürzlich wieder Gespräche für ein weiteres RMO-INTEREGG-Projekt „Gesundheit Pustertal = GEPUST“, aufgenommen.

Vor allem gibt es aber ganz klare Verpflichtungen Österreichs, die sich aus dem Friedensvertrag zu St. Germain und dem „Gruber-de-Gasperi-Abkommen“ ableiten lassen: Bundeskanzler Sebastian Kurz hat gerade in den letzten Tagen mehrfach auf die diesbezügliche Schutzmachtfunktion (Schutzfunktion) Österreichs, auch nach Autonomie und Streitbeilegung hingewiesen. Dazu kommen noch diverse (vertragliche) Vereinbarungen innerhalb der Europaregion Tirol und mehrfache Beschlüsse des „Dreier-Landtages“.

Durch manche postings wird man hingegen fast verleitet, sich an Gedankengut unseliger Zeiten zu erinnern, wobei sich deren Verfasser wohl hoffentlich nicht eine Art „OSTTIROLER-NACHWEIS“ wünschen, um im BKH Lienz behandelt zu werden?

Derartiges Denken ist nicht nur für ganz Osttirol beschämend, sondern in Zeiten des Kampfes gegen einen unsichtbaren Feind höchst unvernünftig und kontraproduktiv: Dieses gefährliche Virus macht nicht halt vor nationalen Grenzen und kann daher nur von der internationalen Staatengemeinschaft unter Führung der WHO gemeinsam bekämpft werden. Nationale Egoismen der letzten Tage von einzelnen Staaten, die schwerst betroffenen Mitgliedsländern sogar ihre in China bestellte Schutzausrüstung „geklaut“ haben, sind nicht jenes Europa und jene EU, die wir gerade jetzt funktionsfähig so dringend brauchen würden!

In Zeiten wie diesen stellt somit diese innertirolische Zusammenarbeit nicht nur eine rechtlich-ethische Verpflichtung dar, wie EUROPA eigentlich sein sollte. Dabei geht es auch keineswegs um einen Tauschhandel, „Wir geben Euch Schutzmaterial“ und „Ihr nehmt uns Patienten...“, sondern um viel viel mehr in der gegenseitigen Hilfeleistung! Wollen wir vielleicht in Osttirol a la Trump agieren, der bekanntlich eine schwäbische Pharmafirma mit Milliardenverlockung kaufen und deren Entwicklungen nicht nur „America first“. sondern sogar „For Americans only!“ einsetzen wollte?

Was sollte geschehen - wenn einer dieser Poster - was natürlich niemandem zu wünschen ist - plötzlich schwer an „COVID 19“ erkranken und auf Medikamente oder gar eine mögliche Impfung angewiesen sein könnte, die vielleicht im schwerstens geprüften Oberitalien entwickelt worden ist? Und dann wird er vielleicht im BKH Lienz sogar noch von einem Südtiroler Arzt behandelt? Das ist nicht EUROPA, „So sind wir in Osttirol nicht!“, um mit den Worten von Alexander van der Bellen zu sprechen...

    senf

    jo, anda, des leuchtet ein, eine sehr übersichtliche und notwendige zusammenfassung für die hiesigen ewigzweifler und nörgler. danke!

      todo

      Wenn es wirklich vom AK kommt, dann freue ich mich EINMAL mit ihm einer Meinung zu sein!

    baur.peter

    dem ist nichts mehr hinzuzufügen. danke

    mike7

    Toller Kommentar - obgleich es traurig genug ist, darüber überhaupt diskutieren zu müssen.

    Talpa

    bla bla bla.....

hubert

ja, warum nicht! wenn wir auch noch die dringend benötigte schutzausrüstung bekommen, vielleicht sogar noch viel mehr als die nordtiroler, wer will da noch kritisieren. ich wäre als patient auch froh, wenn ich in einem kärntner krankenhaus behandelt werde, sollte bei uns eine erforderliche (intensive) behandlung nicht möglich sein.

senf

für die. die nicht über den tellerrand hinauskommen: in einen italienischen krankenhaus gibt es 10 intensivbetten. draussen am gang warten 20 schwerkranke coronapatienten. das ärzteteam soll nun entscheiden, wer ein bett bekommt und wer nicht. vor dem krankenhaus warten diejenigen, die die tiroler solidarität kritisieren und im hier im forum glauben, ihr politgequassel kund zu tun. denkt einmal darüber nach, vielleicht ist jemand eurer verwandschaft unter denen, die luftringend am gang warten. daher grosse hochachtung von den verantwortlichen, die in leerstehende betten im lienzer krankenhaus auch patienten aus der nachbarschaft aufnehmen und pflegen. es gibt sie doch noch, die solidarität und menschlichkeit. freuen wir uns - mit den patienten.

mike7

Ich bin froh, in einem Land zu Leben, in dem Patienten - unabhängig von Nationalität und Status bestmöglich versorgt werden. Bravo!

spitzeFeder

So geht Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus.

Danke dafür. 👏🏻