Der meteorologische Frühling, der die Monate März bis Mai umfasst, war heuer eine Jahreszeit der absoluten Extreme, wie David Kaufmann vom Wetterdienst tauernwetter.at feststellt.
Lienz: 67 Prozent weniger Niederschlag
Besonders markant ist die historische Trockenheit: Im Flächenmittel fehlte mehr als die Hälfte des üblichen Niederschlags. Damit erlebten wir in Kärnten und Osttirol das trockenste Frühjahr seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen.
In Lienz fiel sogar um 67 Prozent weniger Regen als im langjährigen Schnitt. Die Folgen zeigen sich aktuell an den Aufrufen zum Wassersparen und der massiven Waldbrandgefahr.
Mai: Von Minusgraden zur Hitzewelle
Zudem liegt eine beispiellose klimatologische Achterbahnfahrt hinter uns: Noch zur Monatsmitte brachte kalte Höhenluft späten Schnee bis tief in die Täler. Nur wenige Tage später mündete das Wetter rund um Pfingsten in die größte und längste flächendeckende Mai-Hitzewelle, die unser Land je erfasst hat.

Alleine am 26. Mai fielen an mindesten 17 Wetterstationen (also an mehr als jeder zweiten Wetterstation!) in Kärnten und Osttirol die bisherigen Allzeitrekorde für diesen Monat. Lienz markierte dabei mit 33,3 Grad den absoluten Höchstwert, während rund zwei Wochen früher in St. Jakob im Defereggental noch das Mai-Temperatur-Minimum von minus fünf Grad gemessen wurde.
In der Gesamtabrechnung ist der Frühling 2026 trotz des kurzen Kälteeinbruchs der drittwärmste seit dem Jahr 1851. Begleitet wurden Trockenheit und Wärme von einem Überschuss an Sonnenstunden, der die Austrocknung der Böden zusätzlich verstärkte.
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