Illustrative Kalenderkunst von Linda Steiner

Die aus Dölsach stammende Künstlerin zeigt an der Liebburg eine Kompositionsstudie.

Linda Steiner muss man Dolomitenstadt-Leser:innen nicht vorstellen, die aus Dölsach stammende Künstlerin schmückte bereits 2016 die Titelseite unseres Magazins, zeichnete buchstäblich für die viel beklatschte Porträtserie „Heimweh“ verantwortlich und hinterließ gemeinsam mit Katharina Löffelmann und Mariella Lehner im Auftrag von dolomitenstadt.at unübersehbare Spuren im öffentlichen Raum von Lienz.

Als „Rip off Crew“ bemalten die drei Frauen im Sommer 2019 den Turm eines Gewerbegebäudes an der Schillerstraße und schufen so das größte zeitgenössische Gemälde Osttirols, ein Mural, das zur visuellen Landmark vor allem für die Nutzer:innen von Bahn und Radweg Richtung Kärnten wurde. Für den Kunstkalender an der Lienzer Liebburg stellt Linda Steiner eine „Kompositionsstudie“ zur Verfügung, die im Kontext ihrer illustrativen und oft auch sehr persönlichen Arbeiten zu sehen ist. Das Bild mit den Maßen 31 x 23 Zentimeter, gemalt mit Acrylfarbe auf Papier, wird zu einem Ausrufungspreis von 600,- Euro angeboten.

Steiners Arbeiten sind lesbar und dekorativ, oft verschwinden die Grenzen zwischen Illustration und Kunst, farbflächig und bewusst plakativ präsentieren sich ihre vorwiegend weiblichen Charaktere zugleich intim und offensiv, oft in Bildausschnitten, die an Selfies erinnern und die Ikonografie von Social-Media-Plattformen übernehmen.

Linda Steiner, Kompositionsstudie, 31 x 23 cm, Acrylfarbe auf Papier, Ausrufungspreis 600,- Euro. Repro: Lugger

Das Rathaus von Lienz hat zum Hauptplatz hin exakt 24 Fenster und wird deshalb alljährlich zu einem überdimensionalen Kunst-Adventkalender. Dolomitenstadt.at stellt täglich nach der offiziellen Öffnung eines Adventkalenderfensters das jeweilige Bild und die Künstlerin oder den Künstler vor. Die Originale des Lienzer Kunstkalenders werden Anfang Jänner von Round Table 22 Lienz für einen guten Zweck versteigert.

Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe und Kommunikationswissenschafter arbeitete Jahrzehnte als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er mit seiner Familie im Jahr 2000 nach Lienz zurückkehrte und dort 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief.

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