OLALA 2022: Von 25. bis 30. Juli wird die Stadt zur Bühne

Das Programm wird demnächst vorgestellt. Mit dabei ist der wunderbare „Circus Ronaldo“. 

Nur noch ein paar Wochen, dann wird Lienz wieder gelb und grell, laut und lustig, atemberaubend und nervenzerfetzend, ein unterhaltsames, abwechslungsreiches, hintersinniges und in jedem Fall Zwerchfell erschütterndes Epizentrum des Staunens. OLALA, das internationale Straßentheaterfestival, das der Kulturverein UmmiGummi rund um seinen Obmann Hans Mutschlechner heuer zum 31. Mal veranstaltet, macht von 25. bis 30. Juli die Stadt zur Bühne. 

Das Programm wird demnächst präsentiert, dem möchten wir nicht vorgreifen. Wir lüften den Vorhang aber doch ein wenig und siehe da, aus der Ferne winken bereits die ersten Künstler voll Vorfreude nach Lienz:

Wie jedes Festival hatte OLALA über die Jahrzehnte stärkere und schwächere Momente, auch ein paar Flops bekam das treue Publikum in Lienz schon zu sehen und den einen oder anderen kleinen „Theaterskandal“. Doch all das verblasst bei der Erinnerung an die magischen Momente und atemberaubenden Auftritte, an befreiendes Lachen aus vollem Hals und ungläubiges Staunen bei so vielen spektakulären Acts in mehr als dreißig Jahren Lienzer Straßentheatergeschichte.  

Längst ist eine neue Generation herangewachsen, im Publikum und auf der Bühne. Als OLALA-Besucher seit Anbeginn fragt man sich manchmal, was früher anders war und was – zeitlos wie das herzhafte Lachen – geblieben ist vom Zauber der großen kleinen Künste auf der Straße?  

Heuer geben uns zwei Ausnahmekünstler eine sehr persönliche Antwort auf diese Frage. Danny und Pepijn Ronaldo, Vater und Sohn, gehen in ihrem Circus Ronaldo mit dem Stück „Sono io?“ („Bin ich das?“) auf eine poetische Suche nach dem, was alle Zirkusgenerationen verbindet. Vereint durch eine gemeinsame Leidenschaft für Musik und Tricks, schlagen sie eine Brücke zwischen ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden. 

Der Sohn versucht, seine beiden geliebten Welten miteinander zu versöhnen: den alten, von seinem Vater geschaffenen Zirkus und die Welt jenseits davon. Sono io? ist eine Suche nach Wiedervereinigung, zwischen Vater und Sohn, zwischen Artisten und Publikum, zwischen altem Ruhm und neuen Möglichkeiten.

Unvergessen ist der Circus Ronaldo in Lienz übrigens mit der Erfolgsproduktion „La Cucina dell’Arte“, die zu den virtuosesten und lustigsten Auftritten in der Geschichte des Lienzer Festivals zählt. Neben den Ronaldos wird man auch heuer einige bekannte Gesichter aus der OLALA-Historie treffen, aber auch eine ganze Reihe von Lienz-Premieren erleben. 

Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe und Kommunikationswissenschafter arbeitete Jahrzehnte als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er mit seiner Familie im Jahr 2000 nach Lienz zurückkehrte und dort 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief.

Das könnte Sie auch interessieren

„Heute muss immer alles schnell gehen.“

Mit Papier, Charme und Konfetti zaubert der „Paperman“ bei Olala. Wir haben ihn getroffen.

Was darf Kunst und wer entscheidet darüber?

Abbruch der Olala-Show: „Col.lectiu F.R.E.N.E.T.I.C“ meldet sich zu Wort.

6

Hans Mutschlechner bricht Olala-Auftritt ab

Das „Col.lectiu Frene.t.ic“ lieferte Aktivismus anstatt akrobatischer Luftsprünge.

9

Keine Postings

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren